RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0012370 Entscheidungsdatum18.12.2025 Geschäftszahl6Ob66/73; 6Ob659/77; 6Ob722/78; 2Ob572/85; 1Ob656/87; 10Ob2204/96g; 4Ob194/98b; 6Ob313/98t; 4Ob151/02p; 5Ob158/04b; 2Ob190/08t; 8Ob1/14a; 2Ob151/18x; 2Ob145/18i; 2Ob190/19h; 2Ob153/22x; 2Ob154/22v; 2Ob170/23y (2Ob171/23w); 2Ob114/24i; 2Ob111/24y; 2Ob135/24b; 2Ob73/25m; 5Ob25/25z; 2Ob197/25x NormABGB §552 ABGB §553 ABGB §915 RechtssatzEine letztwillige Verfügung ist immer so auszulegen, dass der vom Erblasser erstrebte Erfolg eintritt. EntscheidungstexteTE OGH 1973-03-22 6 Ob 66/73 Veröff: SZ 46/34 = NZ 1974,71 TE OGH 1977-09-22 6 Ob 659/77 TE OGH 1978-11-23 6 Ob 722/78 TE OGH 1985-06-18 2 Ob 572/85 Veröff: NZ 1986,83 TE OGH 1987-10-21 1 Ob 656/87 TE OGH 1996-09-03 10 Ob 2204/96g Veröff: SZ 69/197 TE OGH 1998-08-12 4 Ob 194/98b Auch TE OGH 1999-01-28 6 Ob 313/98t Auch; Beisatz: Ziel der Auslegung einer letztwilligen Verfügung ist, den Bewusstseinsinhalt des Erblassers zur Zeit der Verfügung und insbesondere seine Willensbestrebungen festzustellen. (T1) TE OGH 2002-08-20 4 Ob 151/02p Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs ist zwar (auch) bei der Auslegung der letztwilligen Verfügung von der gewöhnlichen Bedeutung der Worte auszugehen, entscheidend ist aber die Erforschung des wahren Willens des Erblassers. (T2) TE OGH 2004-09-28 5 Ob 158/04b TE OGH 2009-03-05 2 Ob 190/08t Auch; Beisatz: Es gilt die Willenstheorie, wonach es auf den wahren erblasserischen Willen zur Zeit der Verfügung ankommt. (T3) TE OGH 2014-03-24 8 Ob 1/14a TE OGH 2018-09-24 2 Ob 151/18x Beis wie T3 TE OGH 2018-12-17 2 Ob 145/18i Auch TE OGH 2020-01-30 2 Ob 190/19h Vgl; Beis wie T3 TE OGH 2022-09-27 2 Ob 153/22x Beis wie T3 TE OGH 2022-09-27 2 Ob 154/22v TE OGH 2023-11-21 2 Ob 170/23y Beisatz: hier: kassatorische Klausel (Verwirkungsklausel); (T4); Beisatz wie T3 TE OGH 2024-07-25 2 Ob 114/24i Beisatz: Die Testamentsauslegung hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Ihr kommt daher abgesehen von Fällen krasser Fehlbeurteilung keine erhebliche Bedeutung zu. (T5) TE OGH 2024-07-25 2 Ob 111/24y Beisatz wie T3 Beisatz: Interpretation eines testamentarisch vorgesehenen "Vorauslegats" des lebenslänglichen und entgeltlichen Rechts, den Wohnungsinhalt einer Mietwohnung zu benützen, im Sinne eines vermachten Eigentums am Wohnungsinhalt. (T6) TE OGH 2024-10-15 2 Ob 135/24b TE OGH 2025-06-03 2 Ob 73/25m vgl; Beisatz: Hier: Aussetzung eines Vermächtnisses von "Bargeld" bei zwei näher genannten Banken. (T7) TE OGH 2025-09-23 5 Ob 25/25z Beisatz: Hier: Auslegung einer letztwilligen Verfügung, mit der die Verpflichtung zur Fortsetzung der Gemeinschaft nach § 832 ABGB auferlegt wird. (T8)Beisatz: Hier: Auslegung einer letztwilligen Verfügung, mit der die Verpflichtung zur Fortsetzung der Gemeinschaft nach Paragraph 832, ABGB auferlegt wird. (T8) TE OGH 2025-12-18 2 Ob 197/25x Beisatz: Hier: Dass der Beklagte die Auflage in einer letztwilligen Verfügung, wonach der „Verkauf vom Besitz (…) nur um den Schätzwert an Familienmitglieder“ erfolgen darf, als Vorkaufsrecht und nicht als Teilungshinderns interpretierte, stellte im konkreten Fall keinen schuldhaften Verstoß gegen die letztwillige Verfügung dar. (T9) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1973:RS0012370
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