RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0023345 Entscheidungsdatum21.03.2024 Geschäftszahl6Ob89/73; 7Ob590/79; 1Ob549/82; 8Ob14/83; 3Ob509/84; 1Ob715/86; 3Ob526/87; 3Ob529/87; 12Os122/90; 3Ob171/05a; 4Ob173/05b; 6Ob270/05g; 7Ob76/07p; 2Ob49/09h; 2Ob113/09w; 3Ob89/10z; 4Ob138/10p; 3Ob232/12g; 7Ob68/15y; 5Ob11/18f; 2Ob231/23v NormABGB §1295 IId4a RechtssatzDas Gebot des Fahrens auf Sicht gilt auch für den Schifahrer. EntscheidungstexteTE OGH 1973-04-26 6 Ob 89/73 TE OGH 1979-05-03 7 Ob 590/79 TE OGH 1982-03-17 1 Ob 549/82 Vgl auch TE OGH 1983-06-23 8 Ob 14/83 Auch; Beisatz: Mit einem unvorsichtigen Überqueren der Piste durch ein nicht sichtbares Motorfahrzeug ("Schneewiesel") braucht ein die Piste abfahrender Schiläufer nicht zu rechnen, selbst wenn er das Motorengeräusch gehört hätte. (T1) TE OGH 1984-02-15 3 Ob 509/84 Veröff: JBl 1984,673 = ZVR 1985/165 S 342 TE OGH 1987-03-04 1 Ob 715/86 Veröff: EvBl 1987/159 S 588 = ZVR 1987/127 S 373 TE OGH 1987-07-01 3 Ob 526/87 Veröff: SZ 60/133 TE OGH 1987-07-01 3 Ob 529/87 TE OGH 1991-01-10 12 Os 122/90 Beisatz: Dominierende Bedeutung der FIS - Regel zwei auch im Begegnungsverkehr mit Pistengeräten. (T2) Veröff: EvBl 1991/104 S 449 = JBl 1991,662 (hiezu Bertel) = ZVR 1991/123 S 309 (hiezu zustimmend Reindl) TE OGH 2005-10-20 3 Ob 171/05a TE OGH 2005-11-29 4 Ob 173/05b TE OGH 2005-12-15 6 Ob 270/05g Vgl; Beisatz: Für das Sorgfaltsgebot, die Aufstiegspur „am Rand der Abfahrt" zu wählen (FIS-Regel Nr 7), gilt, dass der Pistenrand nicht als Linie im mathematischen Sinn zu verstehen ist. Wieweit der „Rand der Abfahrt" in einem konkret zu beurteilenden Fall zu ziehen ist, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls. Die Beurteilung hängt auch davon ab, wie breit die Piste im Bereich der Aufstiegspur ist und ob die Position des Aufsteigenden von abfahrenden Schisportlern eingesehen werden kann. (T3) Beisatz: Hier: Zur Kollision kam es allein aus dem Verschulden der Klägerin, die auf den am Rand der Abfahrt aufsteigenden Beklagten nicht ausreichend Rücksicht genommen und ihre Fahrspur nicht so gewählt hatte, dass sie andere Schifahrer (den aufsteigenden Beklagten) nicht gefährdet. (T4) TE OGH 2007-06-20 7 Ob 76/07p Beisatz: Hier: Verschuldensteilung 3 : 1 zu Lasten des Lenkers eines Motorschlittens an der Kollision mit einem Snowboarder. (T5) TE OGH 2009-10-29 2 Ob 49/09h TE OGH 2010-02-17 2 Ob 113/09w Vgl Beis wie T5; Veröff: SZ 2010/11 TE OGH 2010-09-01 3 Ob 89/10z Beisatz: Auch in einem sogenannten Funpark mit Sprungschanzen für Schifahrer und Snowboarder gilt der Grundsatz des Fahrens auf Sicht. Wenn nicht durch vorherige ausreichende Beobachtung sicher festgestellt werden kann, dass sich keine Person im uneinsehbaren Bereich der Landezone befindet, ist vor dem Sprung ein Kontrollposten beizuziehen. (T6) TE OGH 2011-02-15 4 Ob 138/10p TE OGH 2013-01-23 3 Ob 232/12g TE OGH 2015-05-20 7 Ob 68/15y Vgl TE OGH 2018-05-15 5 Ob 11/18f Auch TE OGH 2024-03-21 2 Ob 231/23v Beisatz: Mitverschulden zu 50% eines Schifahrers, der mit 40 km/h talwärts fuhr und den Motorschlitten trotz Sichtbarkeit aus 43 m erst zu spät wahrnahm, um gefahrlos ausweichen zu können, gegenüber dem Lenker des Motorschlittens, der weder die Geschwindigkeit reduzierte noch anhielt, obwohl er den Schifahrer unmittelbar auf sich zufahren sah. (T7) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1973:RS0023345
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