RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0027062 Entscheidungsdatum21.10.2025 Geschäftszahl8Ob106/73; 8Ob52/74; 2Ob115/74 (2Ob116/74); 8Ob122/75; 2Ob35/79; 8Ob198/83; 2Ob4/84; 1Ob6/86; 2Ob12/93; 4Ob61/95; 2Ob349/98g; 2Ob4/08i; 2Ob205/08y; 7Ob115/09a; 2Ob249/08v; 2Ob135/10g; 2Ob144/11g; 6Ob201/11v; 2Ob18/13f; 2Ob74/12i; 4Ob230/13x; 2Ob71/15b; 8Ob72/16w; 2Ob164/17g; 4Ob59/18g; 4Ob201/18i; 4Ob146/19b; 4Ob24/24v NormABGB §1304 A1 RechtssatzNur schuldhafte Verletzungen der Schadensminderungspflicht führen zur Kürzung der Ansprüche des Geschädigten. EntscheidungstexteTE OGH 1973-06-19 8 Ob 106/73 TE OGH 1974-03-19 8 Ob 52/74 TE OGH 1974-05-30 2 Ob 115/74 Veröff: SZ 47/69 = ZVR 1975/145 S 207 TE OGH 1975-06-18 8 Ob 122/75 TE OGH 1979-04-03 2 Ob 35/79 Veröff: ZVR 1980/152 S 154 TE OGH 1983-11-24 8 Ob 198/83 Auch TE OGH 1984-07-03 2 Ob 4/84 Vgl auch TE OGH 1986-03-17 1 Ob 6/86 TE OGH 1994-05-19 2 Ob 12/93 Auch TE OGH 1995-06-27 4 Ob 61/95 TE OGH 2000-02-22 2 Ob 349/98g Auch; Beisatz: Kann der Geschädigte einer psychotischen Verhaltensweise nicht wirksam begegnen, kann ihm eine schuldhafte Verletzung der Schadenminderungspflicht nicht anspruchsmindernd entgegengehalten werden. (T1) TE OGH 2008-09-24 2 Ob 4/08i TE OGH 2009-05-20 2 Ob 205/08y TE OGH 2009-09-02 7 Ob 115/09a TE OGH 2009-09-28 2 Ob 249/08v TE OGH 2011-04-07 2 Ob 135/10g Veröff: SZ 2011/45 TE OGH 2011-08-30 2 Ob 144/11g TE OGH 2011-09-14 6 Ob 201/11v TE OGH 2013-03-14 2 Ob 18/13f Vgl TE OGH 2013-04-25 2 Ob 74/12i Veröff: SZ 2013/42 TE OGH 2014-02-17 4 Ob 230/13x TE OGH 2015-06-08 2 Ob 71/15b Veröff: SZ 2015/55 TE OGH 2016-09-27 8 Ob 72/16w TE OGH 2018-03-22 2 Ob 164/17g Veröff: SZ 2018/25 TE OGH 2018-09-25 4 Ob 59/18g TE OGH 2019-06-13 4 Ob 201/18i Beisatz: Die aus § 1304 ABGB abgeleitete Schadensminderungspflicht findet ihre dogmatische Begründung darin, dass der Schädiger zwar hinsichtlich eines Einsatzschadens schuldhaft gehandelt, trotz adäquater Verursachung weitere aus der Sphäre des Geschädigten resultierende Folgeschäden aber dann nicht mehr zu vertreten hat, wenn ihn diesbezüglich kein Verschulden trifft. Der Geschädigte ist im Rahmen der Schadensminderungsobliegenheit daher nicht verhalten, den vorsätzlich handelnden Schädiger an der Zufügung weiterer vorsätzlicher (Einsatz-)Schäden zu hindern. Letzterer hat es vielmehr selbst in der Hand, die in seine Sphäre fallende Schädigungshandlung zu beenden. (T2)Beisatz: Die aus Paragraph 1304, ABGB abgeleitete Schadensminderungspflicht findet ihre dogmatische Begründung darin, dass der Schädiger zwar hinsichtlich eines Einsatzschadens schuldhaft gehandelt, trotz adäquater Verursachung weitere aus der Sphäre des Geschädigten resultierende Folgeschäden aber dann nicht mehr zu vertreten hat, wenn ihn diesbezüglich kein Verschulden trifft. Der Geschädigte ist im Rahmen der Schadensminderungsobliegenheit daher nicht verhalten, den vorsätzlich handelnden Schädiger an der Zufügung weiterer vorsätzlicher (Einsatz-)Schäden zu hindern. Letzterer hat es vielmehr selbst in der Hand, die in seine Sphäre fallende Schädigungshandlung zu beenden. (T2) TE OGH 2020-01-28 4 Ob 146/19b TE OGH 2025-10-21 4 Ob 24/24v vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1973:RS0027062
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