RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0051431 Entscheidungsdatum27.06.2023 Geschäftszahl4Ob90/73; 4Ob26/74; 4Ob54/75; 4Ob4/76; 4Ob5/77; 4Ob94/82; 4Ob49/84; 4Ob66/84; 4Ob176/85; 9ObA203/87; 9ObA332/89; 9ObA251/90; 9ObA70/94; 9ObA203/94; 9ObA166/00b; 8ObA227/00s; 9ObA300/01k; 9ObA39/03f; 8ObA29/10p; 9ObA67/11k; 9ObA160/11m; 8ObA59/12b; 8ObA12/13t; 8ObA21/17x; 8ObA4/19z; 9ObA75/19y; 9ObA115/19f; 8ObA29/23g NormAZG §6 AZG §10 RechtssatzEin Anspruch auf Überstundenbezahlung ist gegeben 1.) wenn diese ausdrücklich oder schlüssig angeordnet wurden oder 2.) wenn der Dienstgeber Arbeitsleistungen entgegennahm, die auch bei richtiger Einteilung der Arbeit nicht in der normalen Arbeitszeit erledigt werden konnten. EntscheidungstexteTE OGH 1973-10-09 4 Ob 90/73 Veröff: EvBl 1974/52 S 127 = Arb 9144 = IndS 1975 H3,945 = SozM IIIA,156 TE OGH 1974-05-07 4 Ob 26/74 Veröff: Arb 9207 = ZAS 1974,229 = SozM IC,868 TE OGH 1975-11-18 4 Ob 54/75 Veröff: Arb 9406 = SozM IIIA,165 TE OGH 1976-02-17 4 Ob 4/76 Beisatz: Zusätzliches Bewußtsein des Arbeitgebers, die Überstunden auch bezahlen zu müssen, ist nicht erforderlich. (T1) Veröff: Arb 9454 TE OGH 1977-02-01 4 Ob 5/77 Veröff: DRdA 1978,246 (Probst) TE OGH 1983-02-22 4 Ob 94/82 Veröff: SZ 56/27 = DRdA 1987,136 (Holzner) = Arb 10219 TE OGH 1984-06-05 4 Ob 49/84 Vgl auch; Beisatz: Hier: Anspruch auf Zeitausgleich. (T2) Veröff: SZ 57/103 = EvBl 1984/150 S 607 = JBl 1985,309 = RdW 1984,284 = Arb 10356 TE OGH 1985-09-10 4 Ob 66/84 Veröff: EvBl 1986/14 S 51 = Arb 10451 = RdW 1986,51 TE OGH 1986-01-14 4 Ob 176/85 Veröff: Arb 10488 = RdW 1986,87 TE OGH 1988-01-27 9 ObA 203/87 Veröff: RdW 1988,360 TE OGH 1989-12-06 9 ObA 332/89 Vgl auch; Beisatz: Hier: Nachtarbeitsstunden (T3) TE OGH 1990-11-21 9 ObA 251/90 TE OGH 1994-05-25 9 ObA 70/94 Beisatz: § 48 ASGG (T4)Beisatz: Paragraph 48, ASGG (T4) TE OGH 1994-11-30 9 ObA 203/94 Auch TE OGH 2000-07-12 9 ObA 166/00b TE OGH 2000-12-21 8 ObA 227/00s TE OGH 2002-03-27 9 ObA 300/01k Auch TE OGH 2003-07-09 9 ObA 39/03f TE OGH 2011-02-22 8 ObA 29/10p Auch TE OGH 2012-02-27 9 ObA 67/11k TE OGH 2012-03-29 9 ObA 160/11m Vgl auch TE OGH 2012-10-24 8 ObA 59/12b TE OGH 2013-03-04 8 ObA 12/13t Auch TE OGH 2017-05-30 8 ObA 21/17x TE OGH 2019-06-27 8 ObA 4/19z TE OGH 2019-10-30 9 ObA 75/19y Vgl; Beisatz: Hinter jedem Zeitguthaben steht eine bereits geleistete Arbeitsstunde, die grundsätzlich auch entlohnungspflichtig ist. Denn es entspricht dem Grundkonzept des Arbeitsvertrags, dass die vom Arbeitnehmer erbrachte und vom Arbeitgeber entgegengenommene Leistung, sofern nicht Unentgeltlichkeit vereinbart wurde, der Entgeltpflicht unterliegt. (T5) Beisatz: Die hier bekämpfte und Gegenstand einer Gleitzeitvereinbarung bildende BV-Klausel ist unzulässig, weil der undifferenzierte Verfall eines Zeitguthabens auch dann zu einem Entfall des Entlohnungsanspruchs führen kann, wenn ihm keine „aufgedrängten“ Arbeitsleistungen zugrunde liegen. Sofern davon auch Überstunden erfasst werden, verstößt die Bestimmung überdies gegen § 10 AZG. (T6)Beisatz: Die hier bekämpfte und Gegenstand einer Gleitzeitvereinbarung bildende BV-Klausel ist unzulässig, weil der undifferenzierte Verfall eines Zeitguthabens auch dann zu einem Entfall des Entlohnungsanspruchs führen kann, wenn ihm keine „aufgedrängten“ Arbeitsleistungen zugrunde liegen. Sofern davon auch Überstunden erfasst werden, verstößt die Bestimmung überdies gegen Paragraph 10, AZG. (T6) Anm: Auseinandersetzung mit den in der Literatur zur Erlaubtheit besonderer Verfalls- oder Kappungsklauseln vertretenen Rechtsmeinungen. (T7)Anmerkung, Auseinandersetzung mit den in der Literatur zur Erlaubtheit besonderer Verfalls- oder Kappungsklauseln vertretenen Rechtsmeinungen. (T7) TE OGH 2020-04-29 9 ObA 115/19f TE OGH 2023-06-27 8 ObA 29/23g Beisatz: Hier: kein Anspruch auf eingeklagtes Überstundenentgelt bei All-In-Vereinbarung, wobei weder das tatsächliche Ausmaß der Arbeitszeiten des Klägers feststeht, noch dass diese zur Bewältigung der ihm übertragenen Aufgaben notwendig waren. (T8) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1973:RS0051431
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.