OGH Rechtssatz RS0017598 (5Ob38/74 u. a.)
RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0017598 Entscheidungsdatum29.04.2025 Geschäftszahl5Ob38/74; 1Ob666/84; 1Ob191/14s; 1Ob234/20y; 9Ob2/25x NormABGB §904 IABGB §904 römisch eins ABGB §904 IIIABGB §904 römisch drei ABGB §1418 RechtssatzDie in einem Vertrag nicht bestimmte Leistungsfrist ist nicht nach § 904 Satz 3 ABGB sondern nach § 1418 Abs 1 ABGB zu beurteilen; danach muß die Frist zunächst aus der Natur der Sache zu bestimmen getrachtet werden (Gschnitzer in Klang 2. Auflage II/1 352, Gschnitzer, Schuldrecht, Allgemeiner Teil 44, Ehrenzweig 2. Auflage II/1 85).Die in einem Vertrag nicht bestimmte Leistungsfrist ist nicht nach Paragraph 904, Satz 3 ABGB sondern nach Paragraph 1418, Absatz eins, ABGB zu beurteilen; danach muß die Frist zunächst aus der Natur der Sache zu bestimmen getrachtet werden (Gschnitzer in Klang 2. Auflage II/1 352, Gschnitzer, Schuldrecht, Allgemeiner Teil 44, Ehrenzweig 2. Auflage II/1 85).
EntscheidungstexteTE OGH 1974-03-27 5 Ob 38/74 TE OGH 1984-11-14 1 Ob 666/84 Auch; Veröff: JBl 1985,746 (Wilhelm) TE OGH 2014-10-22 1 Ob 191/14s Vgl auch; Beisatz: Die Fälligkeit richtet sich primär nach der (ausdrücklichen oder konkludenten) Vereinbarung, wobei der Vertragszweck eine maßgebende Rolle spielt, und nach dem Gesetz, subsidiär nach der Natur der Leistung. Erst bei Versagen dieser Bestimmungsgründe ist „ohne unnötigen Aufschub“ zu leisten. Die Fälligkeit der Leistungsverpflichtung tritt dann erst mit der Aufforderung zur Erbringung der Leistung durch den Gläubiger ein. (T1) TE OGH 2021-01-28 1 Ob 234/20y Vgl auch; Beis wie T1 TE OGH 2025-04-29 9 Ob 2/25x Beisatz wie T1 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1974:RS0017598