RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0079820 Entscheidungsdatum17.07.2025 Geschäftszahl4Ob314/74; 4Ob346/74; 4Ob312/75; 4Ob369/76; 4Ob382/76; 4Ob353/77; 4Ob374/77; 4Ob406/78; 4Ob367/79; 4Ob372/79; 4Ob405/79; 4Ob409/79; 4Ob394/82; 4Ob340/83; 4Ob314/84; 4Ob9/88; 4Ob40/88; 4Ob37/90; 4Ob109/90 (4Ob110/90); 4Ob169/90; 4Ob114/91; 4Ob80/92; 4Ob91/93; 4Ob62/93 (4Ob63/93); 4Ob122/94; 4Ob38/95; 4Ob5/96; 4Ob96/97i; 4Ob215/97i; 4Ob183/97h; 4Ob173/98i; 4Ob309/98i; 4Ob138/99v; 4Ob192/99k; 4Ob312/99g; 4Ob109/00h; 4Ob226/01s; 4Ob287/01m; 4Ob174/02w; 4Ob177/02m; 4Ob106/03x; 4Ob149/03w; 4Ob143/03p; 4Ob219/03i; 4Ob237/03m; 4Ob37/04a; 4Ob141/04w; 4Ob78/05g; 4Ob32/07w; 4Ob57/07x; 4Ob142/08y; 17Ob32/08t; 4Ob224/08g; 4Ob184/09a; 6Ob81/09v; 4Ob118/10x; 4Ob148/10h; 4Ob97/12m; 4Ob161/12y; 1Ob244/11f; 4Ob244/12d; 4Ob69/15y; 4Ob135/15d; 6Ob234/15b; 2Ob29/16b; 4Ob57/17m; 1Ob162/17f; 4Ob97/17v; 10Ob60/17x; 9Ob16/18w; 4Ob40/19i; 8Ob144/18m; 4Ob180/22g; 2Ob36/23t; 8Ob37/23h; 4Ob222/22h; 5Ob43/24w; 6Ob118/24g; 9Ob48/25m NormKSchG §30 Abs1 MedienG §13 Abs4 PatG §159 UWG §25 Abs4 UrhG §58 Abs1 RechtssatzDie Regelung der Urteilsveröffentlichung beruht auf dem Gedanken, dass es häufig im Interesse der Allgemeinheit liegt, unlautere Wettbewerbshandlungen in aller Öffentlichkeit aufzudecken und die beteiligten Verkehrskreise über die wahre Sachlage aufzuklären. Die Urteilsveröffentlichung soll also vor allem das Publikum aufklären und einer Weiterverbreitung unrichtiger Ansichten entgegenwirken. EntscheidungstexteTE OGH 1974-05-07 4 Ob 314/74 TE OGH 1974-10-22 4 Ob 346/74 Beisatz: § 12 RabG (T1)Beisatz: Paragraph 12, RabG (T1) Beisatz: Der Einkauf in Wien. (T2) Veröff: ÖBl 1975,67 TE OGH 1975-04-22 4 Ob 312/75 Beisatz: Beurteilung nach pflichtgemäßem Ermessen, ob die besonderen Umstände des Einzelfalles die Urteilsveröffentlichung rechtfertigen. (T3) Veröff: ÖBl 1976,25 TE OGH 1976-10-19 4 Ob 369/76 Beisatz: Zierkerze mit Mozartbüste. (T4) TE OGH 1977-01-11 4 Ob 382/76 Beisatz: Fernschule "Merkblatt für Fernkursinteressenten". (T5) Beis wie T3 TE OGH 1977-09-13 4 Ob 353/77 Beis wie T3; Veröff: ÖBl 1978,13 TE OGH 1977-09-27 4 Ob 374/77 TE OGH 1979-03-13 4 Ob 406/78 Beis wie T3 TE OGH 1979-07-10 4 Ob 367/79 Beis wie T3 TE OGH 1979-09-11 4 Ob 372/79 Veröff: ÖBl 1980,372 TE OGH 1979-12-18 4 Ob 405/79 Beis wie T3; Veröff: ÖBl 1980,73 TE OGH 1980-01-15 4 Ob 409/79 TE OGH 1983-01-11 4 Ob 394/82 TE OGH 1983-06-14 4 Ob 340/83 TE OGH 1984-02-21 4 Ob 314/84 Beis wie T3; Veröff: ÖBl 1984,81 TE OGH 1988-04-26 4 Ob 9/88 Auch; Beisatz: "6 aus 45" (T6) Veröff: SZ 61/100 = MR 1988,96 = ÖBl 1988,159 TE OGH 1988-07-12 4 Ob 40/88 Auch; Beisatz: Egger-Bier (T7) Veröff: SZ 61/168 TE OGH 1990-03-13 4 Ob 37/90 Beisatz: Eine Aufklärung des Publikums darüber, dass die Beklagte in Hinkunft nicht Dienstnehmer ohne Rücksicht auf eine allenfalls bestehende Konkurrenzklausel aufnehmen darf (das aber offenbar schon einmal getan hat), würde keinem schutzwürdigen Zweck dienen. (T8) TE OGH 1990-09-11 4 Ob 109/90 Auch TE OGH 1991-06-28 4 Ob 169/90 TE OGH 1992-02-25 4 Ob 114/91 Auch; Beisatz: Die Befugnis zur Veröffentlichung ist daher in einem solchen Umfang zu erteilen, dass diejenigen Personen, die von dem Verstoß Kenntnis erlangt haben, jetzt auch über die Wettbewerbswidrigkeit des Handelns (und über den wahren Sachverhalt) aufgeklärt werden. (T9) Veröff: SZ 65/23 = JBl 1992,599 = ÖBl 1992,21 TE OGH 1992-11-10 4 Ob 80/92 Veröff: WBl 1993,164 TE OGH 1993-07-27 4 Ob 91/93 Auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Fünfundzwanzig bis dreißig abgesetzte nachgeahmte Ringe. (T10) Veröff: SZ 66/91 TE OGH 1993-07-27 4 Ob 62/93 Veröff: ÖBl 1993,156 = WBl 1994,30 TE OGH 1994-11-08 4 Ob 122/94 Auch TE OGH 1995-04-25 4 Ob 38/95 Auch TE OGH 1996-01-30 4 Ob 5/96 Beis wie T9 TE OGH 1997-04-22 4 Ob 96/97i nur: Die Regelung der Urteilsveröffentlichung beruht auf dem Gedanken, dass es häufig im Interesse der Allgemeinheit liegt, unlautere Wettbewerbshandlungen in aller Öffentlichkeit aufzudecken und die beteiligten Verkehrskreise über die wahre Sachlage aufzuklären. (T11) TE OGH 1997-09-09 4 Ob 215/97i Auch TE OGH 1997-09-23 4 Ob 183/97h TE OGH 1998-09-29 4 Ob 173/98i Vgl; Beis wie T9; Veröff: SZ 70/174 TE OGH 1999-01-26 4 Ob 309/98i nur T11; Beis wie T3 TE OGH 1999-07-13 4 Ob 138/99v Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 72/118 TE OGH 1999-09-14 4 Ob 192/99k Auch; nur T11 TE OGH 1999-12-21 4 Ob 312/99g Auch; nur: Die Urteilsveröffentlichung soll also vor allem das Publikum aufklären und einer Weiterverbreitung unrichtiger Ansichten entgegenwirken. (T12) Veröff: SZ 72/206 TE OGH 2000-05-03 4 Ob 109/00h Ähnlich; Beisatz: Kläger hat nach allgemeinen zivilprozessualen Vorschriften im erstinstanzlichen Verfahren schlüssig darzulegen, worin sein Interesse an der begehrten Publikationsbefugnis besteht, und die besonderen Umstände zu beweisen, die das Veröffentlichungsinteresse rechtfertigen. (T13) TE OGH 2001-10-16 4 Ob 226/01s Auch; Beisatz: Normzweck ist demnach das Bedürfnis, den entstandenen Schaden gutzumachen und den Verletzten vor weiteren Nachteilen zu bewahren, nicht hingegen die Bestrafung des Verletzers. (T14) TE OGH 2002-02-12 4 Ob 287/01m Beisatz: Die Berechtigung des Begehrens auf Urteilsveröffentlichung hängt somit davon ab, ob an der Aufklärung des Publikums im begehrten Ausmaß ein schutzwürdiges Interesse der Klägerin besteht; diese Frage hat das Gericht nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls zu prüfen. Bei der dabei vorzunehmenden Interessenabwägung sind den Interessen dessen, dem das Recht auf Urteilsveröffentlichung zugesprochen wird, und dem Interesse der beteiligten Verkehrskreise an der Aufklärung ausgewogen Rechnung zu tragen. (T15) TE OGH 2002-10-15 4 Ob 174/02w Auch; Veröff: SZ 2002/134 TE OGH 2002-10-15 4 Ob 177/02m nur T11; Beisatz: Hier: Internetwerbung. (T16) TE OGH 2003-05-20 4 Ob 106/03x Auch TE OGH 2003-07-08 4 Ob 149/03w Auch; Beisatz: Wenn ein Unternehmen Informationspflichten nicht erfüllt und sich damit gesetzwidrig verhält, so kann dem Begehren auf Urteilsveröffentlichung nicht entgegengehalten werden, die Beklagte müsse sich aufgrund des Unterlassungsgebots ohnehin in Zukunft gesetzeskonform verhalten. In einem solchen Fall liegt es vielmehr im allgemeinen Interesse, die beteiligten Verkehrskreise über die unlauteren Geschäftspraktiken aufzuklären. (T17) Veröff: SZ 2003/79 TE OGH 2003-09-23 4 Ob 143/03p Auch; Beis wie T9; Beis wie T14 TE OGH 2003-11-18 4 Ob 219/03i Auch; Beis wie T9 TE OGH 2003-12-16 4 Ob 237/03m Vgl auch; Beisatz: Zweck der Urteilsveröffentlichung ist es, das Publikum über einen bestimmten Gesetzesverstoß aufzuklären, der auch in Zukunft noch nachteilige Wirkungen besorgen lässt. (T18) Beis wie T3 TE OGH 2004-03-16 4 Ob 37/04a Auch; Beisatz: Dieser Gedanke bestimmt Art und Umfang der Urteilsveröffentlichung. Die Urteilsveröffentlichung hat daher in einem angemessenen Verhältnis zur Wirkung der beanstandeten Aussage zu stehen. (T19) Beisatz: Die Frage, ob und in welchem Umfang eine Veröffentlichung des Urteils nach den Umständen des Falles zur Aufklärung des Publikums geboten ist, insbesondere auch, ob Teile des Urteilskopfs gesperrt, fett oder sonst wie zu drucken sind, bildet - von einer groben Fehlbeurteilung abgesehen - keine erhebliche Rechtsfrage. (T20) TE OGH 2004-08-18 4 Ob 141/04w Beis wie T19; Beisatz: Hier: Wettbewerbsverstoß im Internet - Pop-Up-Fenster. (T21) Veröff: SZ 2004/128 TE OGH 2005-05-24 4 Ob 78/05g Auch; Beis wie T4 TE OGH 2007-04-23 4 Ob 32/07w TE OGH 2007-06-12 4 Ob 57/07x Auch; Beisatz: Im Gegensatz zu T21 wird die Veröffentlichung in Pop-Up-Fenstern wegen der inzwischen weit verbreiteten Pop-Up-Blocker als unzureichend angesehen. (T22) TE OGH 2008-08-26 4 Ob 142/08y Beis wie T9; Beis wie T19 TE OGH 2009-01-20 17 Ob 32/08t Auch; Beis wie T18; Beisatz: § 159 PatG enthält, ebenso wie § 25 UWG, keine Einschränkung auf periodische Medien. (T23) Beisatz: Es ist notwendig, mit der Urteilsveröffentlichung jene Verkehrskreise zu erreichen, denen gegenüber die beanstandete Werbung wirksam geworden ist. (T24)Auch; Beis wie T18; Beisatz: Paragraph 159, PatG enthält, ebenso wie Paragraph 25, UWG, keine Einschränkung auf periodische Medien. (T23) Beisatz: Es ist notwendig, mit der Urteilsveröffentlichung jene Verkehrskreise zu erreichen, denen gegenüber die beanstandete Werbung wirksam geworden ist. (T24) TE OGH 2009-01-20 4 Ob 224/08g Auch; Beisatz: Während § 13 Abs 4 MedienG auf die Erreichung eines gleichen Veröffentlichungswerts abzielt, kommt es im Rahmen des § 85 Abs 1 UrhG auf ein angemessenes Verhältnis der Veröffentlichung zur Wirkung der Rechtsverletzung sowie darauf an, die beteiligten Verkehrskreise über die wahre Sachlage aufzuklären. (T25)Auch; Beisatz: Während Paragraph 13, Absatz 4, MedienG auf die Erreichung eines gleichen Veröffentlichungswerts abzielt, kommt es im Rahmen des Paragraph 85, Absatz eins, UrhG auf ein angemessenes Verhältnis der Veröffentlichung zur Wirkung der Rechtsverletzung sowie darauf an, die beteiligten Verkehrskreise über die wahre Sachlage aufzuklären. (T25) TE OGH 2009-12-16 4 Ob 184/09a Auch; Beisatz: Eine „Harmonisierung" der Urteilsveröffentlichungsvorschriften des UWG und des MedienG kommt nicht in Betracht. (T26) TE OGH 2009-12-18 6 Ob 81/09v Vgl; Beis wie T3; Bem: Hier: Urteilsveröffentlichung gemäß § 30 Abs 1 KSchG. (T27)Vgl; Beis wie T3; Bem: Hier: Urteilsveröffentlichung gemäß Paragraph 30, Absatz eins, KSchG. (T27) TE OGH 2010-08-31 4 Ob 118/10x Auch; Beis wie T26 TE OGH 2010-10-05 4 Ob 148/10h Auch; Beis wie T26 TE OGH 2012-09-18 4 Ob 97/12m Vgl auch; Beis wie T15 TE OGH 2012-11-28 4 Ob 161/12y Vgl auch; Beis wie T15 TE OGH 2012-08-01 1 Ob 244/11f Vgl auch; nur T11; nur T12 TE OGH 2013-03-19 4 Ob 244/12d Vgl auch; Beis wie T15 TE OGH 2015-05-19 4 Ob 69/15y Vgl auch; Beis ähnlich T20 TE OGH 2015-09-22 4 Ob 135/15d Auch; Beis ähnlich wie T20 TE OGH 2016-01-14 6 Ob 234/15b Auch; Beis wie T20 TE OGH 2017-02-23 2 Ob 29/16b TE OGH 2017-03-28 4 Ob 57/17m Auch; Beis wie T20 TE OGH 2017-10-25 1 Ob 162/17f Vgl; Beis wie T20; Beis wie T27 TE OGH 2017-12-21 4 Ob 97/17v Auch; Beis wie T20 TE OGHOGH 2018-02-20 10 Ob 60/17x Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2018/10 TE OGH 2019-01-24 9 Ob 16/18w TE OGH 2019-05-28 4 Ob 40/19i Beisatz: Insbesondere dass sich der Beklagte über das Gesetz hinweggesetzt hat. (T28); Veröff: SZ 2019/48 TE OGH 2019-11-18 8 Ob 144/18m Beisatz: Dem Interesse an der Urteilsveröffentlichung in einem Printmedium tut es auch keinen Abbruch, dass die Beklagte ihre Leistungen online anbietet. (T29) TE OGH 2023-01-31 4 Ob 180/22g Vgl; Beis wie T20; Beisatz: Hier: Die Frage, ob und in welchem Umfang eine Urteilsveröffentlichung nach dem Umständen des Falls zur Aufklärung des Publikums geboten ist, kommt abgesehen von einer korrekturbedürftigen Fehlbeurteilung keine erhebliche Bedeutung zur Wahrung der Rechtseinheit, Rechtssicherheit oder Rechtsentwicklung zu. (T30) Beisatz: Hier: Keine aufzugreifende Fehlbeurteilung bei Veröffentlichung auch in Printmedien. (T31) TE OGH 2023-03-21 2 Ob 36/23t Beisatz wie T20 Beisatz: Hier: Veröffentlichung im redaktionellen Teil der Regionalausgabe für Wien und Niederösterreich in einer Samstagsausgabe der „Neuen Kronen Zeitung“ unter Hinweis auf die 25 Häuser umfassende Vermietertätigkeit des Beklagten in Wien und Niederösterreich. (T32) TE OGH 2023-05-24 8 Ob 37/23h Beisatz wie T13; Beisatz wie T19 Beisatz: Hier: Das Erstgericht hat sich auf die Feststellung beschränkt, dass die Beklagte eine der größten privaten Hausverwaltungen Österreichs betreibt, den schon im erstinstanzlichen Verfahren erhobenen Einwand der Beklagten, wonach sie die beanstandeten Vertragsklauseln nicht österreichweit beworben habe, aber unberücksichtigt gelassen, obwohl dieser Umstand einer österreichweiten Urteilsveröffentlichung entgegenstehen würde. Die Berechtigung des Veröffentlichungsbegehrens kann damit nicht beurteilt werden. (T33) TE OGH 2023-11-21 4 Ob 222/22h TE OGH 2024-04-12 5 Ob 43/24w vgl; Beisatz wie T20 TE OGH 2024-10-08 6 Ob 118/24g Beisatz nur wie T20 TE OGH 2025-07-17 9 Ob 48/25m vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1974:RS0079820
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.