RIS Dokument GerichtOGH Entscheidungsdatum23.10.1974 Geschäftszahl9Os104/74; 12Os10/75; 11Os128/76; 12Os67/81; 13Os55/82; 9Os44/82 (9Os45/82); 9Os126/82; 12Os13/84; 13Os211/83; 13Os133/85; 13Os196/85; 13Os33/86; 13Os26/86; 13Os42/86; 13Os116/86; 13Os105/86; 13Os17/87; 14Os40/88; 13Os53/88; 13Os91/88; 11Os128/88; 13Os134/88; 13Os131/88; 13Os135/88; 14Os150/88; 12Os161/89; 14Os89/93; 11Os38/01; 15Os158/07k NormStPO §258 Abs2 A RechtssatzDie Grenzen des menschlichen Erkenntnisvermögens binden die in freier Beweiswürdigung vorzunehmende gerichtliche Wahrheitsfindung nur an die Erfahrungssätze und an die Beobachtung der Denkgesetze (9 Os 159/96, 11 Os 177/72, 12 Os 118/73, 9 Os 177/73). Diese Grenzen lassen eine mathematisch-exakte Beweisführung vor Gericht nur dort zu, wo ein Beweisobjekt der Untersuchung mit den Methoden einer Naturwissenschaft oder unmittelbar einer mathematischen Zergliederung (etwa Berechnungen und Konstruktionspläne) zugänglich ist; ansonst muss dem Richter ein empirisch-historischer Beweis genügen. Im gedanklichen Bereich der Empirie vermag aber eine höchste, auch eine (nur) hohe Wahrscheinlichkeit die Überzeugung von der Richtigkeit der wahrscheinlichen Tatsache zu begründen, jene Überzeugung, die ihrerseits zufolge § 258 Abs 2 StPO die ausschließliche Grundlage der richterlichen Tatsachenentscheidung sein darf.Die Grenzen des menschlichen Erkenntnisvermögens binden die in freier Beweiswürdigung vorzunehmende gerichtliche Wahrheitsfindung nur an die Erfahrungssätze und an die Beobachtung der Denkgesetze (9 Os 159/96, 11 Os 177/72, 12 Os 118/73, 9 Os 177/73). Diese Grenzen lassen eine mathematisch-exakte Beweisführung vor Gericht nur dort zu, wo ein Beweisobjekt der Untersuchung mit den Methoden einer Naturwissenschaft oder unmittelbar einer mathematischen Zergliederung (etwa Berechnungen und Konstruktionspläne) zugänglich ist; ansonst muss dem Richter ein empirisch-historischer Beweis genügen. Im gedanklichen Bereich der Empirie vermag aber eine höchste, auch eine (nur) hohe Wahrscheinlichkeit die Überzeugung von der Richtigkeit der wahrscheinlichen Tatsache zu begründen, jene Überzeugung, die ihrerseits zufolge Paragraph 258, Absatz 2, StPO die ausschließliche Grundlage der richterlichen Tatsachenentscheidung sein darf. EntscheidungstexteTE OGH 1974/10/23 9 Os 104/74 Veröff: SSt 45/23 = RZ 1974/123 S 214 TE OGH 1975/03/18 12 Os 10/75 Auch TE OGH 1976/09/24 11 Os 128/76 Vgl TE OGH 1981/06/11 12 Os 67/81 Vgl auch TE OGH 1982/04/15 13 Os 55/82 Vgl auch TE OGH 1982/06/22 9 Os 44/82 Vgl auch TE OGH 1982/09/28 9 Os 126/82 Vgl auch TE OGH 1984/02/02 12 Os 13/84 TE OGH 1984/01/26 13 Os 211/83 Vgl auch TE OGH 1985/09/05 13 Os 133/85 Vgl auch TE OGH 1986/01/16 13 Os 196/85 Vgl auch TE OGH 1986/03/06 13 Os 33/86 Vgl auch TE OGH 1986/03/06 13 Os 26/86 Vgl auch TE OGH 1986/04/10 13 Os 42/86 Vgl auch TE OGH 1986/09/18 13 Os 116/86 TE OGH 1986/09/18 13 Os 105/86 TE OGH 1987/02/19 13 Os 17/87 TE OGH 1988/03/23 14 Os 40/88 TE OGH 1988/06/01 13 Os 53/88 TE OGH 1988/09/08 13 Os 91/88 Vgl auch; Veröff: SSt 59/64 TE OGH 1988/10/11 11 Os 128/88 Vgl auch; Beisatz: Das Gericht ist bei seinen Tatsachenfeststellungen nicht auf eine mathematisch-exakte Beweisführung beschränkt, sondern berechtigt und verpflichtet, aus Beweisergebnissen auch Wahrscheinlichkeitsschlüsse zu ziehen. (T1) TE OGH 1988/10/06 13 Os 134/88 TE OGH 1988/10/06 13 Os 131/88 TE OGH 1988/11/10 13 Os 135/88 Vgl auch TE OGH 1989/03/01 14 Os 150/88 Vgl auch TE OGH 1989/12/21 12 Os 161/89 Vgl auch TE OGH 1993/06/15 14 Os 89/93 TE OGH 2001/04/18 11 Os 38/01 Vgl auch TE OGH 2008/05/08 15 Os 158/07k Vgl; Beisatz: Vgl WK-StPO § 258 Rz 30. (T2)Vgl; Beisatz: Vgl WK-StPO Paragraph 258, Rz 30. (T2) RechtssatznummerRS0098480
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