RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0076367 Entscheidungsdatum20.02.2026 Geschäftszahl4Ob320/75; 4Ob336/75; 4Ob391/78; 4Ob344/79; 4Ob343/79; 4Ob385/79; 4Ob367/80; 4Ob399/80; 4Ob434/81; 4Ob337/84; 4Ob353/86; 4Ob76/89; 4Ob117/90; 4Ob95/91; 4Ob36/92; 4Ob53/92; 4Ob117/93; 4Ob1131/94; 4Ob58/95; 4Ob1060/95; 4Ob2085/96p; 4Ob94/01d; 4Ob248/02b; 4Ob162/08i; 4Ob175/08a; 4Ob184/13g; 4Ob142/15h; 4Ob64/17s; 4Ob101/18h; 4Ob244/22v; 4Ob4/24b; 4Ob166/25b NormUrhG §1 UrhG §3 Abs1 RechtssatzAuf dem Gebiet der bildenden Kunst muss die schöpferische Gestaltung begrifflich mit einem gewissen Maß an Originalität verbunden sein; hier ist eine entsprechende Werkhöhe erforderlich, also eine Gestalt gewordene Idee, die den Stempel der persönlichen Eigenart ihres Schöpfers trägt oder sich zumindest durch eine persönliche Note von anderen Erzeugnissen ähnlicher Art abhebt. Zu den Werken der bildenden Künste (§ 3 Abs 1 UrhG) gehören unter diesen Voraussetzungen insbesondere auch solche, deren Ausdrucksmittel die Graphik ist. (Eintausend Schilling - Banknote).Auf dem Gebiet der bildenden Kunst muss die schöpferische Gestaltung begrifflich mit einem gewissen Maß an Originalität verbunden sein; hier ist eine entsprechende Werkhöhe erforderlich, also eine Gestalt gewordene Idee, die den Stempel der persönlichen Eigenart ihres Schöpfers trägt oder sich zumindest durch eine persönliche Note von anderen Erzeugnissen ähnlicher Art abhebt. Zu den Werken der bildenden Künste (Paragraph 3, Absatz eins, UrhG) gehören unter diesen Voraussetzungen insbesondere auch solche, deren Ausdrucksmittel die Graphik ist. (Eintausend Schilling - Banknote). EntscheidungstexteTE OGH 1975-06-10 4 Ob 320/75 Veröff: ÖBl 1975,150 TE OGH 1975-09-23 4 Ob 336/75 Beisatz: Elektrogerätekatalog (T1) Veröff: ÖBl 1976,141 TE OGH 1978-11-28 4 Ob 391/78 nur: Auf dem Gebiet der bildenden Kunst muss die schöpferische Gestaltung begrifflich mit einem gewissen Maß an Originalität verbunden sein; hier ist eine entsprechende Werkhöhe erforderlich, also eine Gestalt gewordene Idee, die den Stempel der persönlichen Eigenart ihres Schöpfers trägt oder sich zumindest durch eine persönliche Note von anderen Erzeugnissen ähnlicher Art abhebt. (T2) Veröff: ÖBl 1979,84 (Grabdenkmal) TE OGH 1979-05-15 4 Ob 344/79 Beisatz: Thorn News (T3) Veröff: ÖBl 1980,51 TE OGH 1979-06-12 4 Ob 343/79 nur T2 TE OGH 1979-12-11 4 Ob 385/79 Beisatz: Graphik von Hauszeichen. (T4) Veröff: ÖBl 1980,110 TE OGH 1980-09-23 4 Ob 367/80 Beisatz: Igel-Emblem-Bundesheer (T5) Veröff: ÖBl 1981,54 TE OGH 1981-01-13 4 Ob 399/80 nur T2; Beisatz: Bacher-Krippe (T6) Veröff: GRURInt 1981,582 = ÖBl 1981,138 (Bacherkrippe) TE OGH 1982-03-16 4 Ob 434/81 Beisatz: Koch-Männchen (T7) Veröff: ÖBl 1983,21 (kritisch Schönherr-Nowakowski) TE OGH 1984-07-10 4 Ob 337/84 nur T2; Beisatz: Mart Stam-Stuhl (T8) Veröff: ÖBl 1985,24 = GRURInt 1985,684 TE OGH 1986-07-01 4 Ob 353/86 nur T2; Beisatz: Der Grad des ästhetischen oder künstlerischen Wertes einer solchen Schöpfung hat bei dieser Beurteilung außer Betracht zu bleiben. Maßgebend ist allein die auf der Persönlichkeit seines Schöpfers beruhende Individualität des Werkes. (T9) Veröff: SZ 59/119 = JBl 1986,780 = GRURInt 1987,262 = MR 1986 H5,14 = ÖBl 1986,162 TE OGH 1989-09-12 4 Ob 76/89 Auch; Veröff: MR 1989,210 (M. Walter) TE OGH 1990-09-18 4 Ob 117/90 nur T2; Beisatz: Hier: "Eigenschöpferische Tätigkeit in einem Kunstzweig" im Sinne des § 2 Abs 9 GewO. (T10) nur T2; Beisatz: Hier: "Eigenschöpferische Tätigkeit in einem Kunstzweig" im Sinne des Paragraph 2, Absatz 9, GewO. (T10) Veröff: MR 1990,236 = MR 1992,70 (Walter) TE OGH 1991-11-05 4 Ob 95/91 nur T2; Beisatz: Le Corbusier-chaise-longue. (T11) Veröff: GRURInt 1992,674 = MR 1992,27 (Anmerkung Walter) TE OGH 1992-04-07 4 Ob 36/92 Vgl aber; nur T2; Beisatz: Mit dem Erfordernis einer gewissen "Werkhöhe" ist ein Merkmal in die Beurteilung der Urheberrechtsschutzfähigkeit eingeführt worden, das zwangsläufig eine künstlerische Bewertung voraussetzt. Gerade zur Abgabe solcher künstlerischer Werturteile sind aber auch die Gerichte nicht geeignet. (T12) Veröff: SZ 65/51 = EvBl 1993/36 S 170 = WBl 1992,340 = GRURInt 1993,565 = ÖBl 1992,81 = MR 1992,199 (Walter) TE OGH 1992-06-16 4 Ob 53/92 Vgl aber; nur T2; Beis wie T12; Beisatz: Klagenfurt - "Lindwurm". (T13) Veröff: MR 1993,72 TE OGH 1993-10-12 4 Ob 117/93 Auch TE OGH 1994-12-06 4 Ob 1131/94 Vgl; Beisatz: Das Schaffensergebnis muss eine individuelle Eigenart, also eine auf der Persönlichkeit seines Schöpfers beruhende Individualität aufweisen. (T14) TE OGH 1995-07-11 4 Ob 58/95 Vgl aber; Beisatz: Eine bestimmte Werkhöhe ist nicht erforderlich; die Leistung muss aber individuell eigenartig sein. (T15) TE OGH 1995-09-19 4 Ob 1060/95 Vgl aber; Beis wie T15 nur: Eine bestimmte Werkhöhe ist nicht erforderlich. (T16) TE OGH 1996-05-14 4 Ob 2085/96p Vgl aber; nur T2; Beis wie T9; Beis wie T15; Beisatz: Türschild "Entenmotiv". (T17) TE OGH 2001-04-24 4 Ob 94/01d Vgl aber; Beis wie T15; Beis wie T14; Beisatz: Für das Vorliegen eines Werks der bildenden Kunst ist nur entscheidend, dass das Schaffensergebnis objektiv als Kunst interpretierbar ist. Diese Voraussetzung ist erfüllt, wenn es mit den Darstellungsmitteln der bildenden Künste durch formgebende Tätigkeit hervorgebracht und zum Anschauen bestimmt ist. (T18) Beisatz: Als angewandte Kunst kann auch Gebrauchsgrafik geschützt sein; Eine Gebrauchsgrafik ist daher nur dann urheberrechtlich geschützt, wenn sie in diesem Sinn individuell und originell ist. Das gilt auch für das Layout einer Website. (T19) TE OGH 2002-12-17 4 Ob 248/02b Vgl auch; Beisatz: Die grafische Gestaltung der einzelnen Webseiten mit einer vertikalen Menüleiste am linken und einem horizontalen Werbebanner am oberen Seitenrand geht über eine rein handwerkliche, routinemäßige Leistung, die sich im Rahmen des Alltäglichen und Üblichen bewegt, nicht hinaus und entbehrt individueller Gestaltungselemente; sie ist damit kein Werk im Sinn des § 1 UrhG. Das Sichtbarmachen nur von Teilen der klägerischen Webseiten durch Links auf der Site der Beklagten ist daher keine unzulässige Werkbearbeitung im Sinn einer Umgestaltung der Ausgangsseite. (T20)Vgl auch; Beisatz: Die grafische Gestaltung der einzelnen Webseiten mit einer vertikalen Menüleiste am linken und einem horizontalen Werbebanner am oberen Seitenrand geht über eine rein handwerkliche, routinemäßige Leistung, die sich im Rahmen des Alltäglichen und Üblichen bewegt, nicht hinaus und entbehrt individueller Gestaltungselemente; sie ist damit kein Werk im Sinn des Paragraph eins, UrhG. Das Sichtbarmachen nur von Teilen der klägerischen Webseiten durch Links auf der Site der Beklagten ist daher keine unzulässige Werkbearbeitung im Sinn einer Umgestaltung der Ausgangsseite. (T20) Veröff: SZ 2002/171 TE OGH 2008-10-14 4 Ob 162/08i Vgl auch; Beisatz: Die Schöpfung muss zu einem individuellen und originellen Ergebnis geführt haben. (T21) Beisatz: Es bedarf keines besonderen Maßes an Originalität. Es genügt, dass eine individuelle Zuordnung zwischen Werk und Schöpfer insofern möglich ist, als dessen Persönlichkeit auf Grund der von ihm gewählten Gestaltungsmittel zum Ausdruck kommt und eine Unterscheidbarkeit bewirkt. (T22) Beisatz: Hier: Schokoladeschuh, Werkcharakter verneint. (T23) Veröff: SZ 2008/147 TE OGH 2008-11-18 4 Ob 175/08a Vgl auch; Beisatz: Hier: Fotostrecke. (T24) TE OGH 2013-12-17 4 Ob 184/13g Vgl auch; Beis wie T22; Beisatz: Hier: Liveübertragung einer Sportveranstaltung. (T25); Veröff: SZ 2013/124 TE OGH 2016-02-23 4 Ob 142/15h Auch; Beis ähnlich wie T14; Veröff: SZ 2016/13 TE OGH 2017-09-26 4 Ob 64/17s Auch; Beis wie T22; Veröff: SZ 2017/97 TE OGH 2018-06-11 4 Ob 101/18h Auch; Beis wie T18 TE OGH 2023-02-28 4 Ob 244/22v vgl; Beisatz: Hier: Die Parallelen beschränken sich auf das schon von der Klägerin verwendete gestalterisch unauffällige Format des Kalenders (Längshälfte A3); das für einen Wandkalender durchaus übliche Schema einer Kombination von Inseraten, Foto und Monatsübersichten auf jeder Seite; und die Verwendung von ähnlichen Piktogrammen (farbige Mistkübel für die Termine der Müllabfuhr). Die Beurteilung, dass diese Elemente für sich genommen keinen urheberrechtlichen Schutz begründen, hält sich im Rahmen der höchstgerichtlichen Rechtsprechung. (T26) TE OGH 2024-08-27 4 Ob 4/24b vgl TE OGH 2026-02-20 4 Ob 166/25b vgl; Beisatz wie T9 nur: Maßgebend ist die auf der Persönlichkeit seines Schöpfers beruhende Individualität des Werks. (T27); Beisatz wie T15; Beisatz wie T18; Beisatz wie T22 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1975:RS0076367
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.