RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0095226 Entscheidungsdatum29.01.2025 Geschäftszahl10Os80/75; 12Os164/75; 10Os83/76; 12Os121/76; 13Os139/76; 11Os59/76; 11Os95/78; 12Os133/79; 9Os3/80; 12Os8/80; 13Os26/80; 11Os38/80; 12Os76/80; 12Os123/80; 13Os119/80; 12Os167/80; 13Os171/80; 13Os104/81; 13Os163/82; 9Os94/83; 12Os142/84; 11Os141/85; 9Os88/85; 10Os50/87; 14Os81/87; 12Os62/90; 14Os111/90; 11Os12/92; 13Os86/94; 14Os168/94; 13Os133/95; 11Os170/95; 14Os128/96; 11Os171/96; 14Os195/96; 15Os9/97; 11Os39/97; 12Os65/98; 13Os149/99; 12Os46/05i; 15Os26/06x; 13Os49/06i; 13Os91/07t; 12Os5/09s; 11Os117/22y; 12Os131/24t NormStGB §202 Abs1 StGB §207 Abs1 StGB §212 RechtssatzDer erste und der zweite Deliktsfall des § 207 Abs 1 StGB setzen keine auf Befriedigung der Lüste gerichtete Absicht des Täters voraus.Der erste und der zweite Deliktsfall des Paragraph 207, Absatz eins, StGB setzen keine auf Befriedigung der Lüste gerichtete Absicht des Täters voraus. EntscheidungstexteTE OGH 1975-07-17 10 Os 80/75 Veröff: EvBl 1976/75 S 138 TE OGH 1976-01-13 12 Os 164/75 Beisatz: Auch der entsprechende erste Deliktsfall des § 212 Abs 1 StGB setzt keine auf sexuelle Erregung oder Befriedigung des Täters (oder eines Dritten) gerichtete Absicht voraus. (T1) Veröff: EvBl 1976/205 S 408Beisatz: Auch der entsprechende erste Deliktsfall des Paragraph 212, Absatz eins, StGB setzt keine auf sexuelle Erregung oder Befriedigung des Täters (oder eines Dritten) gerichtete Absicht voraus. (T1) Veröff: EvBl 1976/205 S 408 TE OGH 1976-08-10 10 Os 83/76 TE OGH 1976-10-12 12 Os 121/76 Beis wie T1 TE OGH 1976-11-19 13 Os 139/76 TE OGH 1977-04-19 11 Os 59/76 Beis wie T1 TE OGH 1978-07-04 11 Os 95/78 Beisatz: Erster Deliktsfall bedarf keines weiterreichenden Tätervorhabens, insbesonders keiner auf geschlechtliche Erregung des Täters oder eines Dritten gerichteten Absicht. (T2) TE OGH 1979-10-18 12 Os 133/79 TE OGH 1980-03-18 9 Os 3/80 Beis wie T2 TE OGH 1980-03-13 12 Os 8/80 TE OGH 1980-03-27 13 Os 26/80 Beis wie T2 TE OGH 1980-04-09 11 Os 38/80 Beis wie T2 TE OGH 1980-06-12 12 Os 76/80 Vgl auch; Beisatz: Wurde die Tat vor dem 01.01.1975 begangen und fehlt es an der für § 128 StGB essentiellen inneren Tendenz, dann kommt Bestrafung wegen § 207 Abs 1 StGB nicht in Betracht (so schon EvBl 1976/205). (T3)Vgl auch; Beisatz: Wurde die Tat vor dem 01.01.1975 begangen und fehlt es an der für Paragraph 128, StGB essentiellen inneren Tendenz, dann kommt Bestrafung wegen Paragraph 207, Absatz eins, StGB nicht in Betracht (so schon EvBl 1976/205). (T3) TE OGH 1980-10-02 12 Os 123/80 TE OGH 1980-10-23 13 Os 119/80 Vgl; Beis wie T1 TE OGH 1980-12-18 12 Os 167/80 Beisatz: Beim ersten Deliktsfall genügt daher, wenn der Täter nur die Reaktion des unmündigen Opfers erproben wollte. (T4) TE OGH 1981-01-29 13 Os 171/80 TE OGH 1981-10-15 13 Os 104/81 Beis wie T1 TE OGH 1982-11-18 13 Os 163/82 Vgl auch; Beisatz: Hier: Nur zum ersten Fall. (T5) TE OGH 1983-09-20 9 Os 94/83 TE OGH 1984-10-18 12 Os 142/84 Vgl; Beis wie T1 TE OGH 1985-10-29 11 Os 141/85 TE OGH 1986-09-17 9 Os 88/85 TE OGH 1987-05-05 10 Os 50/87 Vgl auch; Beisatz: Die Tat muss nicht notwendig erregtem Geschlechtstrieb des Täters entsprungen oder zur Erregung des Geschlechtstriebes bestimmt sein. (T6) TE OGH 1987-07-22 14 Os 81/87 Veröff: JBl 1988,255 TE OGH 1990-05-17 12 Os 62/90 Vgl auch; Beis wie T1 TE OGH 1990-11-06 14 Os 111/90 TE OGH 1992-03-03 11 Os 12/92 Vgl auch TE OGH 1994-08-10 13 Os 86/94 Beis wie T1 TE OGH 1994-12-13 14 Os 168/94 Vgl auch; Beisatz: Die Verwirklichung der jeweils ersten Deliktsfälle der Tatbestände der §§ 207 Abs 1 und 212 Abs 1 StGB setzt nach ständiger Rechtsprechung eine sexuelle Motivation des Täters nicht voraus. (T7)Vgl auch; Beisatz: Die Verwirklichung der jeweils ersten Deliktsfälle der Tatbestände der Paragraphen 207, Absatz eins und 212 Absatz eins, StGB setzt nach ständiger Rechtsprechung eine sexuelle Motivation des Täters nicht voraus. (T7) TE OGH 1995-10-18 13 Os 133/95 Vgl auch TE OGH 1996-01-09 11 Os 170/95 TE OGH 1996-10-08 14 Os 128/96 Beis wie T1 TE OGH 1996-12-10 11 Os 171/96 TE OGH 1997-01-21 14 Os 195/96 Vgl auch; Beis wie T2 TE OGH 1997-04-24 15 Os 9/97 Vgl auch; Beis wie T2 TE OGH 1997-05-06 11 Os 39/97 Ähnlich; Beis wie T1 TE OGH 1998-08-27 12 Os 65/98 Auch; Beis ähnlich T7 TE OGH 1999-11-24 13 Os 149/99 Beisatz: Die Absicht sich oder einen Dritten geschlechtlich erregen oder befriedigen zu wollen ist nur bei dem dritten Deliktsfall der Unzucht mit Unmündigen nach § 207 Abs 1 StGB aF (= Verleitung des Opfers zu einer unzüchtigen Handlung an sich selbst) erforderlich. (T8)Beisatz: Die Absicht sich oder einen Dritten geschlechtlich erregen oder befriedigen zu wollen ist nur bei dem dritten Deliktsfall der Unzucht mit Unmündigen nach Paragraph 207, Absatz eins, StGB aF (= Verleitung des Opfers zu einer unzüchtigen Handlung an sich selbst) erforderlich. (T8) TE OGH 2005-09-08 12 Os 46/05i Auch; Beis wie T8; Beisatz: Nunmehr in § 207 Abs 2 StGB enthalten. (T9)Auch; Beis wie T8; Beisatz: Nunmehr in Paragraph 207, Absatz 2, StGB enthalten. (T9) TE OGH 2006-06-08 15 Os 26/06x Vgl auch; Beisatz: Vorsatz auf sexuelle Befriedigung ist nicht Tatbestandsvoraussetzung nach § 202 Abs 1 StGB. (T10)Vgl auch; Beisatz: Vorsatz auf sexuelle Befriedigung ist nicht Tatbestandsvoraussetzung nach Paragraph 202, Absatz eins, StGB. (T10) TE OGH 2006-07-12 13 Os 49/06i Auch TE OGH 2007-10-03 13 Os 91/07t Auch; Beisatz: Hier: Zu § 207 Abs 1 StGB. (T11)Auch; Beisatz: Hier: Zu Paragraph 207, Absatz eins, StGB. (T11) TE OGH 2009-03-26 12 Os 5/09s Vgl; Beisatz: Hier: § 205 Abs 1 StGB. Mit Mängelrüge (Z 5 zweiter Fall) bringt der Nichtigkeitswerber vor, „in keinster Weise sexuell erregt" gewesen zu sein. Damit wird - mit Ausnahme des hier nicht in Rede stehenden letzten Falls - kein Tatbestandselement des § 205 Abs 1 StGB angesprochen. Es ist nicht erforderlich, dass die geschlechtliche Handlung dem erregten Geschlechtstrieb des Täters entspringt. (T12)Vgl; Beisatz: Hier: Paragraph 205, Absatz eins, StGB. Mit Mängelrüge (Ziffer 5, zweiter Fall) bringt der Nichtigkeitswerber vor, „in keinster Weise sexuell erregt" gewesen zu sein. Damit wird - mit Ausnahme des hier nicht in Rede stehenden letzten Falls - kein Tatbestandselement des Paragraph 205, Absatz eins, StGB angesprochen. Es ist nicht erforderlich, dass die geschlechtliche Handlung dem erregten Geschlechtstrieb des Täters entspringt. (T12) TE OGH 2022-12-20 11 Os 117/22y Vgl TE OGH 2025-01-29 12 Os 131/24t vgl; Beisatz wie T10 Beisatz: Das Behaupten einer "Unterwerfungshandlung" steht der Tatbestandsmäßigkeit nicht entgegen. (T13) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1975:RS0095226
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.