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{'item': ['13Os93/75', '10Os97/75', '11Os108/76', '12Os11/77', '13Os135/76', '11Os72/78', '11Os132/78', '11Os167/79', '12Os152/80', '12Os166/80', '12O

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0092197 Entscheidungsdatum19.09.1975 Geschäftszahl13Os93/75; 10Os97/75; 11Os108/76; 12Os11/77; 13Os135/76; 11Os72/78; 11Os132/78; 11Os167/79; 12Os152/80; 12Os166/80; 12Os123/81; 9Os179/81; 13Os185/81; 10Os10/82; 9Os95/82; 11Os33/83; 10Os74/83; 12Os59/83; 12Os173/83; 11Os29/84; 9Os192/83; 12Os74/84; 12Os164/84; 12Os83/85; 9Os182/85; 10Os19/86; 13Os46/87; 13Os183/87; 11Os91/88; 14Os123/88; 15Os21/89; 11Os50/89; 16Os32/89; 11Os140/89; 14Os61/90; 14Os89/91; 14Os76/92; 14Os95/92; 13Os133/92; 15Os154/92; 11Os26/94; 15Os24/96; 14Os197/95; 11Os150/96; 12Os101/97; 14Os111/99; 12Os163/99; 14Os158/99; 15Os81/02; 15Os153/02; 15Os150/03; 11Os135/03; 14Os97/06f; 11Os72/07h; 11Os63/07k; 13Os6/08v; 15Os86/22v NormStGB §76 RechtssatzEs ist nur eine solche Gemütsbewegung zu berücksichtigen, die im Verhältnis zu ihrem Anlass allgemein, das heißt für einen Durchschnittsmenschen - als objektiver Maßstab - in dem Sinne verständlich ist, dass sich dieser vorstellen kann, auch er geriete unter den gegebenen besonderen Umständen in eine solche Gemütsverfassung. EntscheidungstexteTE OGH 1975-09-19 13 Os 93/75 Veröff: EvBl 1976/87 S 162 = SSt 46/49 TE OGH 1975-10-14 10 Os 97/75 Vgl auch; Beisatz: Der Anlass der heftigen Gemütsbewegung muss so geartet sein, dass auch einem Durchschnittsmenschen, der nicht die in der Tat zum Ausdruck kommende schädliche Gesinnung oder Charaktereigenschaft des Täters aufweist, in dessen Lage ein solcher hochgradiger Affekt zuzubilligen wäre. (T1) TE OGH 1976-10-01 11 Os 108/76 TE OGH 1977-04-14 12 Os 11/77 TE OGH 1977-10-24 13 Os 135/76 TE OGH 1978-09-12 11 Os 72/78 TE OGH 1978-10-10 11 Os 132/78 TE OGH 1980-01-16 11 Os 167/79 TE OGH 1980-11-06 12 Os 152/80 TE OGH 1981-01-22 12 Os 166/80 TE OGH 1981-09-10 12 Os 123/81 TE OGH 1981-12-22 9 Os 179/81 TE OGH 1982-04-15 13 Os 185/81 Vgl auch; Veröff: EvBl 1982/181 S 578 = RZ 1982/64 S 245 TE OGH 1982-03-16 10 Os 10/82 Vgl auch TE OGH 1982-08-17 9 Os 95/82 TE OGH 1983-04-13 11 Os 33/83 Vgl auch TE OGH 1983-05-31 10 Os 74/83 Ähnlich TE OGH 1983-10-06 12 Os 59/83 Vgl auch TE OGH 1984-01-26 12 Os 173/83 Vgl auch TE OGH 1984-03-21 11 Os 29/84 Vgl auch; Beisatz: Anlegung eines objektiv-normativen Maßstab. (T2) TE OGH 1984-05-07 9 Os 192/83 Vgl auch; Veröff: SSt 55/21 TE OGH 1984-06-14 12 Os 74/84 Vgl auch TE OGH 1985-01-31 12 Os 164/84 Vgl auch TE OGH 1985-08-22 12 Os 83/85 Beisatz: Dieser objektive Maßstab kann auch bei geistesschwachen, aber noch zurechnungsfähigen Tätern zur Anwendung gelangen, weil er nicht auf ein intellektuelles Durchschnittsniveau, sondern auf durchschnittliche Rechtstreue (Verbundenheit mit den rechtlich geschützten Werten) der Maßfigur abstellt; für unter dem charakterlichen Niveau der Maßfigur liegende Charaktereigenschaften, die den Affektdurchbruch herbeigeführt oder gefördert haben, haftet sohin auch der geistig primitive Täter. Von diesem entscheidenden Charakterzug (durchschnittliche Rechtstreue) abgesehen, muss sich jedoch die Maßfigur dem individuellen Täter möglichst annähern, ihm also hinsichtlich sozialer Stellung, Lebenskreis, Alter, körperlichen Eigenschaften, Gesundheit, Beruf, Bildung, Herkunft etc gleich gedacht werden. Demnach kommt es auf den rechtstreuen Menschen von der geistigen und körperlichen Beschaffenheit des Täters in der speziellen Tatsituation an - individualisierter objektiver Maßstab. (T3) TE OGH 1986-01-15 9 Os 182/85 Ähnlich TE OGH 1986-09-16 10 Os 19/86 Vgl auch TE OGH 1987-05-14 13 Os 46/87 Vgl auch TE OGH 1988-01-28 13 Os 183/87 Vgl auch; Veröff: SSt 59/8 TE OGH 1988-08-09 11 Os 91/88 Vgl auch TE OGH 1988-10-12 14 Os 123/88 Vgl auch TE OGH 1989-03-07 15 Os 21/89 Vgl auch TE OGH 1989-06-06 11 Os 50/89 Vgl auch; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung des OGH ist ua auf eine Maßfigur durchschnittlicher Rechtstreue abzustellen. (T4) TE OGH 1989-10-13 16 Os 32/89 TE OGH 1990-02-07 11 Os 140/89 Vgl auch TE OGH 1990-09-11 14 Os 61/90 Vgl auch TE OGH 1991-10-01 14 Os 89/91 Vgl auch TE OGH 1992-06-30 14 Os 76/92 Vgl auch TE OGH 1992-09-01 14 Os 95/92 Vgl auch TE OGH 1993-01-08 13 Os 133/92 TE OGH 1993-03-11 15 Os 154/92 Vgl auch; Beis wie T4 TE OGH 1994-04-19 11 Os 26/94 Vgl auch; Beisatz: Allgemein begreiflich ist die heftige Gemütsbewegung - also der Affekt - dann, wenn auch ein durchschnittlich rechtstreuer Mensch von der geistigen und körperlichen Beschaffenheit des Täters in der spezifischen Situation in jenen psychischen Ausnahmezustand geraten wäre. (T5) TE OGH 1996-04-11 15 Os 24/96 Vgl auch TE OGH 1996-03-19 14 Os 197/95 Ähnlich TE OGH 1996-11-05 11 Os 150/96 Vgl auch; Beis wie T4 TE OGH 1997-10-16 12 Os 101/97 Beis wie T2; Beis wie T5 TE OGH 1999-09-21 14 Os 111/99 Beisatz: Demnach unterliegt zwar nicht die Tat, wohl aber der konkrete Affekt des Täters in seiner ganzen Dimension - einschließlich seiner tatkausalen Heftigkeit - in Relation zum Anlass einer rechtsethischen Bewertung; insoweit muss er sittlich verständlich sein, um privilegierend im Sinne des § 76 StGB zu wirken (Kienapfel BT I4 § 76 RN 29; JBl 1986, 261). (T6)Beisatz: Demnach unterliegt zwar nicht die Tat, wohl aber der konkrete Affekt des Täters in seiner ganzen Dimension - einschließlich seiner tatkausalen Heftigkeit - in Relation zum Anlass einer rechtsethischen Bewertung; insoweit muss er sittlich verständlich sein, um privilegierend im Sinne des Paragraph 76, StGB zu wirken (Kienapfel BT I4 Paragraph 76, RN 29; JBl 1986, 261). (T6) TE OGH 2000-02-17 12 Os 163/99 TE OGH 2000-03-14 14 Os 158/99 Auch; Beisatz: Die Ursache der Gemütsbewegung muss sittlich verständlich sein und darf nicht im Charakter des Täters oder in seinen verwerflichen Neigungen oder Leidenschaften und auch nicht in einem psychisch abnormen Persönlichkeitsbild, sondern lediglich in äußeren Umständen zu suchen sein. (T7) Beisatz: Der Wunsch eines Unmündigen zu sterben versetzt einen Menschen von durchschnittlicher Rechtstreue nicht in einen psychischen Ausnahmezustand. (T8) TE OGH 2002-09-05 15 Os 81/02 Auch; Beisatz: Eine allgemeine Begreiflichkeit des hochgradigen Affekts ist nur gegeben, wenn der psychische Ausnahmezustand (in seiner tatkausalen Heftigkeit) im Verhältnis zu seinem Anlass auch einem durchschnittlich rechtstreuen Menschen von der geistigen und körperlichen Beschaffenheit des Täters in der spezifischen Tatsituation derart verständlich wäre, dass dieser sich vorstellen könnte, er geriete unter den gegebenen besonderen Umständen in eine solche Gemütsverfassung. (T9) TE OGH 2003-01-09 15 Os 153/02 Auch TE OGH 2004-02-19 15 Os 150/03 Auch; Beis wie T6 nur: Der Affekt muss in Relation zum Anlass sittlich verständlich sein. (T10) TE OGH 2004-02-10 11 Os 135/03 Auch TE OGH 2006-10-10 14 Os 97/06f Vgl auch TE OGH 2007-09-25 11 Os 72/07h Auch TE OGH 2007-09-25 11 Os 63/07k Auch TE OGH 2008-02-13 13 Os 6/08v Auch; Beis wie T9 TE OGH 2022-10-18 15 Os 86/22v Vgl; Beis wie T7 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1975:RS0092197

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.