RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0021872 Entscheidungsdatum20.11.2025 Geschäftszahl5Ob198/75; 3Ob515/76; 1Ob662/76; 6Ob637/77; 5Ob628/77; 1Ob542/79; 2Ob519/79; 3Ob634/78; 7Ob654/79; 4Ob581/79; 1Ob559/80; 1Ob515/81; 5Ob696/81; 5Ob36/83 (5Ob37/83); 7Ob657/83; 1Ob656/86; 7Ob529/88; 1Ob2005/96a; 10Ob77/98s; 10Ob136/98t; 10Ob384/98p; 6Ob72/00g; 7Ob227/00h; 1Ob47/02x; 9Ob22/02d; 6Ob147/04t; 7Ob103/05f; 10Ob45/05y; 3Ob150/04m; 6Ob80/05s; 7Ob187/09i; 1Ob93/11z; 4Ob163/11s; 7Ob119/13w; 1Ob121/14x; 5Ob191/20d; 2Ob34/21w; 4Ob128/23m; 5Ob134/25d NormABGB §1167 ABGB §1170 KO §47 Abs2 RechtssatzBis zur Behebung der Mängel darf der Besteller den gesamten aushaftenden Betrag und nicht bloß das hiefür erforderliche Deckungskapital zurückbehalten (gegenteilig: 12.05.1971, 5 Ob 101/74 = SZ 44/69). EntscheidungstexteTE OGH 1975-10-21 5 Ob 198/75 Veröff: EvBl 1976/92 S 180 TE OGH 1976-06-29 3 Ob 515/76 TE OGH 1976-09-14 1 Ob 662/76 Beisatz: Kein Zurückbehalt bei vergleichsweiser Einigung über Zahlung bei mängeldeckendem Haftrücklass. (T1) TE OGH 1977-05-26 6 Ob 637/77 TE OGH 1977-10-04 5 Ob 628/77 Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 198/75 TE OGH 1979-02-21 1 Ob 542/79 Veröff: SZ 52/23 = EvBl 1979/198 S 513 TE OGH 1979-06-12 2 Ob 519/79 TE OGH 1979-10-03 3 Ob 634/78 TE OGH 1980-01-17 7 Ob 654/79 Auch; Veröff: SZ 53/7 TE OGH 1980-06-17 4 Ob 581/79 TE OGH 1980-08-27 1 Ob 559/80 Veröff: EvBl 1981/40 S 125 TE OGH 1981-03-18 1 Ob 515/81 Veröff: SZ 54/35 TE OGH 1982-03-02 5 Ob 696/81 Vgl aber; Beisatz: Bei Teilbarkeit der Werkleistung kann der Besteller nur das Entgelt zurückhalten, das auf den mit Mängeln behafteten Teil entfällt. (T2) Veröff: SZ 55/27 = JBl 1984,147 TE OGH 1983-09-27 5 Ob 36/83 TE OGH 1983-11-17 7 Ob 657/83 TE OGH 1986-12-03 1 Ob 656/86 Veröff: EvBl 1987/49 S 210 = WBl 1987,37 (zustimmend Wilhelm, WBl 1987,34) TE OGH 1988-04-28 7 Ob 529/88 Auch; Beisatz: Dem Werkbesteller steht auch bei Vereinbarung von Abschlagzahlungen wegen solcher Mängel, deren Behebung er verlangte, das Recht weitere Zahlungen bis zur Behebung dieser Mängel zu verweigern. (T3) TE OGH 1997-02-25 1 Ob 2005/96a Auch TE OGH 1998-04-28 10 Ob 77/98s TE OGH 1998-10-13 10 Ob 136/98t Auch TE OGH 1998-11-24 10 Ob 384/98p TE OGH 2000-10-23 6 Ob 72/00g Vgl aber; Beisatz: Ein Zurückbehaltungsrecht betreffend den Werklohn bis zur vollständigen Verbesserung des Werkes besteht dann nicht, wenn die Ausübung dieses Rechtes zur Schikane ausartet. Diese liegt dann vor, wenn das unlautere Motiv der Handlung die lauteren Motive eindeutig überwiegt, es also augenscheinlich im Vordergrund steht, oder auch dann, wenn zwischen den vom Handelnden verfolgten eigenen Interessen und den beeinträchtigten Interessen des Anderen ein krasses Missverhältnis besteht. (T4) Beisatz: Bei einem Verbesserungsaufwand von 5 % des (noch offenen) Werklohns liegt keine Schikane vor. (T5) TE OGH 2001-02-14 7 Ob 227/00h Vgl auch TE OGH 2002-03-22 1 Ob 47/02x Beisatz: Liegt keine Schikane vor, dann steht das aus der Einrede des nicht gehörig erfüllten Vertrags resultierende Leistungsverweigerungsrecht dem Werkbesteller uneingeschränkt zu. (T6) TE OGH 2002-03-27 9 Ob 22/02d TE OGH 2004-08-26 6 Ob 147/04t Beis wie T4; Beis wie T6 TE OGH 2005-05-25 7 Ob 103/05f Auch TE OGH 2005-06-28 10 Ob 45/05y nur: Bis zur Behebung der Mängel darf der Besteller den gesamten aushaftenden Betrag zurückbehalten. (T7) TE OGH 2005-06-30 3 Ob 150/04m Auch; Beisatz: Wenn das Berufungsgericht bei einem Verbesserungsaufwand, der nur rund 1,7% des Restwerklohns ausmacht (bei Behebung des Mangels durch einen Dritten das Doppelte) und einer Interessenabwägung zum Ausschluss des Zurückbehaltungsrechts kommt, kann darin keine vom Obersten Gerichtshof aufzugreifende Fehlbeurteilung erblickt werden. (T8) TE OGH 2005-07-14 6 Ob 80/05s Auch; Beisatz: Das volle Leistungsverweigerungsrecht besteht nicht, wenn von einem Missverhältnis zwischen den vom Gewährleistungsberechtigten verfolgten Interessen an der Leistungsverweigerung und dem Interesse des Werkunternehmers an der Bezahlung des Werklohns für den mängelfreien Teil des Werks auszugehen ist. Hier: Missbräuchliche Rechtsausübung, wenn das hergestellte Werk in Gebrauch genommen wurde und die Mängelbehebung keine besonderen Fachkenntnisse und kein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen den Vertragsparteien zur Voraussetzung hat. (T9) TE OGH 2009-09-30 7 Ob 187/09i Auch; Beis ähnlich wie T6 TE OGH 2011-06-21 1 Ob 93/11z nur T7; Beis wie T4 nur: Ein Zurückbehaltungsrecht betreffend den Werklohn bis zur vollständigen Verbesserung des Werkes besteht dann nicht, wenn die Ausübung dieses Rechtes zur Schikane ausartet. (T10) TE OGH 2011-11-22 4 Ob 163/11s Auch; Beis wie T10 TE OGH 2013-09-04 7 Ob 119/13w Auch TE OGH 2014-10-22 1 Ob 121/14x Vgl auch; Beisatz: Bei einem noch offenen Restentgelt von rund 60.000 EUR kann nach dem Maßstab der Rechtsprechung keineswegs von einer schikanösen Rechtsausübung gesprochen werden.(T11); Veröff: SZ 2014/95 TE OGH 2020-11-30 5 Ob 191/20d Vgl TE OGH 2022-01-27 2 Ob 34/21w Beis wie T4; Beis wie T9; Beis wie T10; Beisatz: Bei der Beurteilung, ob die Ausübung des Leistungsverweigerungsrechts durch den einzelnen Wohnungseigentümer wegen Mängel an allgemeinen Teilen der Wohnungseigentumsanlage als Schikane zu werten ist, sind die gesamten Behebungskosten heranzuziehen. (T12) TE OGH 2024-04-04 4 Ob 128/23m Beisatz wie T4 TE OGH 2025-11-20 5 Ob 134/25d Beisatz wie T4 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1975:RS0021872
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