RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0089433 Entscheidungsdatum22.04.2026 Geschäftszahl11Os153/75; 10Os186/77 (10Os201/77; 10Os202/77); 15Os124/98; 11Os78/00 (11Os79/00); 14Os79/99; 12Os86/03; 12Os120/04; 11Os38/05f; 15Os161/08b; 12Os124/12w; 11Os149/15v; 11Os65/16t; 12Os123/16d; 14Os90/20x; 13Os126/23p; 12Os86/24z; 13Os55/24y; 13Os78/24f; 14Os127/24v; 13Os141/25x NormStGB §12 Aa StPO §281 Abs1 Z5 A RechtssatzDas im § 12 StGB zum Ausdruck kommende (funktionale) Einheitstätersystem stellt die unmittelbare Täterschaft und die Bestimmungstäterschaft als völlig gleichwertige Täterformen nebeneinander; ob der Angeklagte daher bei verschiedenen Fakten nicht unmittelbarer Täter, sondern Bestimmungstäter in dem Sinn war, dass er diese Taten durch von ihm als "vorsatzlose Werkzeuge" benützte (selbst irregeführte) Personen beging, ist somit keine entscheidende Tatsache.Das im Paragraph 12, StGB zum Ausdruck kommende (funktionale) Einheitstätersystem stellt die unmittelbare Täterschaft und die Bestimmungstäterschaft als völlig gleichwertige Täterformen nebeneinander; ob der Angeklagte daher bei verschiedenen Fakten nicht unmittelbarer Täter, sondern Bestimmungstäter in dem Sinn war, dass er diese Taten durch von ihm als "vorsatzlose Werkzeuge" benützte (selbst irregeführte) Personen beging, ist somit keine entscheidende Tatsache. EntscheidungstexteTE OGH 1976-05-06 11 Os 153/75 TE OGH 1978-01-18 10 Os 186/77 Ähnlich; Veröff: SSt 49/5 = RZ 1978/73 S 170 (mit Anmerkung von Kienapfel) TE OGH 1998-08-27 15 Os 124/98 Auch; Beisatz: Es ist unerheblich, dass das Verhalten des Beschwerdeführers nach der Sachverhaltsgrundlage rechtsrichtig als "Beitragstäterschaft" zu beurteilen wäre, weil gemäß der durch § 11 FinStrG institutionalisierten Einheitstäterschaft die drei Täterschaftsformen rechtlich gleichrangig sind. (T1)Auch; Beisatz: Es ist unerheblich, dass das Verhalten des Beschwerdeführers nach der Sachverhaltsgrundlage rechtsrichtig als "Beitragstäterschaft" zu beurteilen wäre, weil gemäß der durch Paragraph 11, FinStrG institutionalisierten Einheitstäterschaft die drei Täterschaftsformen rechtlich gleichrangig sind. (T1) Beisatz: Hier: § 11 FinStrG. (T2)Beisatz: Hier: Paragraph 11, FinStrG. (T2) TE OGH 2000-08-01 11 Os 78/00 TE OGH 2001-08-31 14 Os 79/99 Auch; Beis wie T2 TE OGH 2003-10-23 12 Os 86/03 Auch; Beisatz: Rechtliche Gleichwertigkeit der unmittelbaren oder mittelbaren Täterschaft. (T3) TE OGH 2004-12-16 12 Os 120/04 Auch TE OGH 2005-07-26 11 Os 38/05f Auch TE OGH 2009-01-21 15 Os 161/08b Beisatz: Infolge Gleichwertigkeit der Täterschaftsformen des § 12 StGB ist die verfehlte rechtliche Beurteilung der Taten durch das Schöffengerichts als unmittelbare Täterschaft (§ 12 ersterFall StGB) bedeutungslos. (T4)Beisatz: Infolge Gleichwertigkeit der Täterschaftsformen des Paragraph 12, StGB ist die verfehlte rechtliche Beurteilung der Taten durch das Schöffengerichts als unmittelbare Täterschaft (Paragraph 12, ersterFall StGB) bedeutungslos. (T4) TE OGH 2013-01-31 12 Os 124/12w Auch TE OGH 2016-03-22 11 Os 149/15v TE OGH 2016-12-13 11 Os 65/16t Auch TE OGH 2017-04-06 12 Os 123/16d Auch TE OGH 2020-12-15 14 Os 90/20x Vgl; Beis wie T3 TE OGH 2024-02-21 13 Os 126/23p vgl TE OGH 2024-09-05 12 Os 86/24z vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T4 TE OGH 2024-09-11 13 Os 55/24y vgl TE OGH 2025-01-22 13 Os 78/24f vgl TE OGH 2025-05-13 14 Os 127/24v vgl TE OGH 2026-04-22 13 Os 141/25x vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1976:RS0089433
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