RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0094565 Entscheidungsdatum26.06.2024 Geschäftszahl13Os13/76; 10Os123/78; 10Os148/79; 12Os40/84; 11Os55/84; 10Os211/84; 15Os109/88; 13Os109/89; 12Os9/90; 12Os59/89; 12Os53/90 (12Os54/90); 12Os48/90; 14Os2/92; 11Os10/94; 15Os18/97; 11Os34/98; 13Os138/01 (13Os139/01); 15Os20/13z; 13Os131/12g; 13Os142/14b; 14Os56/15i; 11Os53/15a (11Os141/15t); 15Os38/16a; 13Os105/15p (13Os106/15k); 14Os74/16p; 11Os10/16d; 11Os7/17i; 13Os137/16w; 17Os8/18g; 14Os128/18g; 12Os39/18d; 11Os56/22b; 13Os122/23z NormStGB §153 RechtssatzAufrechenbarkeit nur des durch Missbrauchshandlungen des Machthabers gleichzeitig mit dem Vermögensnachteil entstehenden Vermögensvorteiles. EntscheidungstexteTE OGH 1976-06-01 13 Os 13/76 Veröff: SSt 47/31 = ÖJZ-LSK 1976/252 TE OGH 1979-01-17 10 Os 123/78 Beisatz: Nach Art der zivilrechtlichen Vorteilsausgleichung (§§ 1191, 1312 ABGB). (T1) Beisatz: Nach Art der zivilrechtlichen Vorteilsausgleichung (Paragraphen 1191, 1312, ABGB). (T1) Veröff: SSt 50/6 TE OGH 1980-06-17 10 Os 148/79 Beisatz: Auf Gegenforderungen außerhalb des Bereichs eines unmittelbaren Vorteilsausgleichs ist nicht Bedacht zu nehmen. (T2) Veröff: EvBl 1981/78 S 246 = SSt 51/28 = JBl 1981,105 (mit Anmerkung von Liebscher) TE OGH 1984-04-05 12 Os 40/84 TE OGH 1984-12-19 11 Os 55/84 Vgl auch TE OGH 1985-07-02 10 Os 211/84 Beisatz: Unmittelbarer Vorteilsausgleich. (T3) TE OGH 1988-10-11 15 Os 109/88 Vgl; Beisatz: Bei der - wenngleich eigenmächtigen - Befriedigung fälliger Gehaltsansprüche des Machthabers gegen den Machtgeber geht es nicht um die für die Tatbestandsverwirklichung nach § 153 StGB unerhebliche spätere Aufrechnung einer Forderung des Täters gegen einen bereits eingetretenen (nicht konnexen) Schaden des Machtgebers aus der vorangegangenen Untreuehandlung, sondern um die (als Tathandlung nicht vermögensmindernde) unmittelbare Zahlung einer Schuld (10 Os 41/87). (T4) Vgl; Beisatz: Bei der - wenngleich eigenmächtigen - Befriedigung fälliger Gehaltsansprüche des Machthabers gegen den Machtgeber geht es nicht um die für die Tatbestandsverwirklichung nach Paragraph 153, StGB unerhebliche spätere Aufrechnung einer Forderung des Täters gegen einen bereits eingetretenen (nicht konnexen) Schaden des Machtgebers aus der vorangegangenen Untreuehandlung, sondern um die (als Tathandlung nicht vermögensmindernde) unmittelbare Zahlung einer Schuld (10 Os 41/87). (T4) Veröff: JBl 1989,330 TE OGH 1989-11-09 13 Os 109/89 TE OGH 1990-02-22 12 Os 9/90 Vgl auch TE OGH 1990-05-17 12 Os 59/89 Veröff: JBl 1991,53 TE OGH 1990-09-06 12 Os 53/90 Vgl auch TE OGH 1990-09-06 12 Os 48/90 Vgl; Beis ähnlich wie T4 TE OGH 1992-02-25 14 Os 2/92 TE OGH 1994-04-19 11 Os 10/94 TE OGH 1997-10-30 15 Os 18/97 Vgl auch; Beisatz: Eine von den Tätern miteingeplante - fortlaufende Schadensreduktion wirkt sich in Ansehung der Deliktsverwirklichung nicht schadensmindernd aus (Kienapfel aaO RN 73), zumal der durch die Untreue hervorgerufene Vermögensnachteil kein dauernder sein muss. (T5) TE OGH 1998-06-23 11 Os 34/98 Auch; Beis wie T5 TE OGH 2001-11-07 13 Os 138/01 Beisatz: Beim Vergleich der Vermögenslage vor und nach der missbräuchlichen Verfügung im Wege der Gesamtsaldierung bleiben unter Berücksichtigung allfälliger unmittelbarer Schadenskompensation u. a. Entgelt- und Ersatzansprüche des Machthabers gegen den Machtgeber außer Betracht. (T6) TE OGH 2013-04-24 15 Os 20/13z Auch TE OGH 2013-07-02 13 Os 131/12g Auch TE OGH 2015-11-25 13 Os 142/14b TE OGH 2016-03-08 14 Os 56/15i TE OGH 2016-04-12 11 Os 53/15a Vgl TE OGH 2016-06-27 15 Os 38/16a Auch; Beis wie T6 TE OGH 2016-09-06 13 Os 105/15p Beisatz: Ein die gesamte Geschäftsführung umfassender Vorteilsausgleich findet nicht statt. (T7) TE OGH 2016-11-29 14 Os 74/16p Auch TE OGH 2017-02-28 11 Os 10/16d Auch; Beis wie T3 TE OGH 2017-05-30 11 Os 7/17i Auch; Beis wie T7 TE OGH 2017-09-06 13 Os 137/16w Vgl TE OGH 2019-02-26 17 Os 8/18g Vgl aber; Beisatz: Für die Aufrechenbarkeit von Vermögensverringerung und ‑vermehrung kommt es nicht auf deren exakte Gleichzeitigkeit, sondern darauf an, dass es sich um unmittelbare Auswirkungen derselben rechtsgeschäftlichen Vertretungshandlung handelt, was insbesondere bei einander im Austauschverhältnis gegenüberstehenden Leistungen der Fall ist. Dann ist eine Gegenleistung auch aufrechenbar, wenn sie vor dem Vermögensabfluss erbracht wurde. (T8) Beisatz: Auf Anfechtbarkeit, Rechtsungültigkeit oder zivilrechtliche Einklagbarkeit der Gegenleistung kommt es nicht an. (T9) TE OGH 2019-05-21 14 Os 128/18g Vgl TE OGH 2020-03-09 12 Os 39/18d Vgl TE OGH 2022-11-15 11 Os 56/22b Vgl TE OGH 2024-06-26 13 Os 122/23z vgl; Beisatz wie T2 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1976:RS0094565
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.