RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0010395 Entscheidungsdatum05.03.2024 Geschäftszahl1Ob739/76 (1Ob770/76); 5Ob667/82; 4Ob58/93; 8Ob510/95; 1Ob1035/95; 9Ob334/97a; 9Ob274/01m; 1Ob91/02t; 9Ob32/02z; 7Ob21/04w; 1Ob239/08s; 3Ob132/09x; 4Ob9/10t; 8Ob69/12y; 10Ob28/13k; 1Ob74/14k; 4Ob142/17m; 1Ob34/18h; 3Ob17/19z; 5Ob165/19d; 1Ob121/19d; 1Ob158/20x; 5Ob231/20m; 4Ob170/21k; 7Ob136/21g; 4Ob13/22y; 1Ob6/24z NormABGB §354 ABGB §1295 Abs2 RechtssatzDas Recht des Grundstückseigentümers wird nur durch das Verbot der schikanösen Rechtsausübung beschränkt. EntscheidungstexteTE OGH 1976-11-10 1 Ob 739/76 Veröff: JBl 1977,485 = SZ 49/132 TE OGH 1983-03-15 5 Ob 667/82 Veröff: SZ 56/46 TE OGH 1993-07-13 4 Ob 58/93 Beisatz: Das Interesse der Grundeigentümerin das Entstehen einer Dienstbarkeit zu verhindern, ist höher zu bewerten als das wirtschaftliche Interesse der Beklagten, selbst wenn ihre betriebliche Existenz gefährdet wird. (T1) TE OGH 1995-04-27 8 Ob 510/95 Auch TE OGH 1996-02-27 1 Ob 1035/95 Auch; Beisatz: Die Verteidigung des Eigentumsrechts bei Inanspruchnahme von fremden Grund und Boden erfolgt deshalb nicht rechtsmißbräuchlich, weil bei Gewährenlassen des Nachbarn eine Dienstbarkeit ersessen werden könnte. (T2) TE OGH 1997-10-22 9 Ob 334/97a TE OGH 2002-01-23 9 Ob 274/01m TE OGH 2002-08-13 1 Ob 91/02t TE OGH 2002-09-18 9 Ob 32/02z TE OGH 2004-05-26 7 Ob 21/04w Beis wie T2 TE OGH 2009-05-26 1 Ob 239/08s TE OGH 2009-09-30 3 Ob 132/09x Auch; Beis wie T1; Beis wie T2 TE OGH 2010-02-23 4 Ob 9/10t Auch TE OGH 2012-12-19 8 Ob 69/12y Auch TE OGH 2013-06-25 10 Ob 28/13k TE OGH 2014-05-22 1 Ob 74/14k Auch TE OGH 2017-11-21 4 Ob 142/17m TE OGH 2018-07-17 1 Ob 34/18h Auch; Beis wie T2; Beisatz: Kein Rechtsmissbrauch liegt in der Verteidigung einer Servitut gegen (auch geringfügige) Beeinträchtigungen der bestehenden Dienstbarkeit durch den Liegenschaftseigentümer, da ansonsten eine Freiheitsersitzung drohen würde. (T3) TE OGH 2019-04-26 3 Ob 17/19z TE OGH 2019-10-22 5 Ob 165/19d TE OGH 2019-08-29 1 Ob 121/19d Beisatz: Hier: Nachbarrechtlicher Abwehranspruch; Rechtsmissbrauch und schikanöse Klagsführung bejaht, da der Kläger wusste, dass für eine Quellfassungssanierung – welcher er ausdrücklich zustimmte – allenfalls auch sein eigener Grund in Anspruch genommen wird. (T4) TE OGH 2020-09-24 1 Ob 158/20x Beisatz: Hier: Verstoß gegen die guten Sitten verneint; die Beklagte hatte die veränderte Trasse ohne Verständigung der Klägerin ausgeführt und in der Folge im behördlichen Überprüfungsverfahren einen unrichtigen Plan vorgelegt, wobei im angeschlossenen Ausführungsoperat wahrheitswidrig behauptet wurde, alle Grundeigentümer hätten der Abweichung zugestimmt. (T5) TE OGH 2021-07-20 5 Ob 231/20m TE OGH 2021-10-21 4 Ob 170/21k TE OGH 2022-02-16 7 Ob 136/21g Vgl TE OGH 2022-03-29 4 Ob 13/22y TE OGH 2024-03-05 1 Ob 6/24z Beisatz: Hier: berechtigtes Interesse, weil Kläger die strittigen Liegenschaftsflächen als Garten bzw Lager- und Wartungsfläche nutzen möchte. (T6) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1976:RS0010395
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