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RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0037619 Entscheidungsdatum08.02.1977 Geschäftszahl4Ob387/76; 4Ob355/77; 4Ob355/80; 4Ob403/80; 1Ob553/83 (1Ob554/83); 4Ob1305/85; 4Ob351/85; 4Ob366/86; 2Ob514/87; 4Ob19/89; 6Ob1555/89; 4Ob101/90 (4Ob102/90, 4Ob103/90); 4Ob11/91; 4Ob56/92; 4Ob89/94; 4Ob87/94; 4Ob106/94; 4Ob98/98k; 4Ob199/98p; 4Ob281/04h; 4Ob213/06m; 6Ob172/07y; 4Ob50/10x; 4Ob88/11m; 4Ob4/12k; 4Ob76/12y; 4Ob71/15t; 1Ob127/15f; 6Ob228/16x; 4Ob219/18m; 4Ob87/19a; 4Ob4/22z NormUWG §14 A1; ZPO §226 IIB12; ZPO §406 Aa RechtssatzAuch bei Unterlassungsansprüchen ist grundsätzlich auf die Sachlage und Rechtslage zur Zeit des Schlusses der mündlichen Verhandlung in erster Instanz abzustellen. EntscheidungstexteTE OGH 1977-02-08 4 Ob 387/76 Veröff: SZ 50/20 = ÖBl 1977,71 TE OGH 1977-09-13 4 Ob 355/77 TE OGH 1980-07-01 4 Ob 355/80 Beisatz: Einem Unterlassungsbegehren (Sicherungsantrag) nach dem UWG kann daher nur dann stattgegeben werden, wenn sowohl der rechtswidrige Eingriff als auch die Wiederholungsgefahr noch im Zeitpunkt des Verhandlungsschlusses (der Erlassung der Provisorialentscheidung) weiterbestehen. (T1) Veröff: ÖBl 1981,102 (Ersatzteillage) TE OGH 1981-01-13 4 Ob 403/80 Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 355/80 TE OGH 1983-03-09 1 Ob 553/83 Beisatz: Die Berechtigung des Unterlassungsanspruches ist auf Grund der bisherigen Eingriffshandlungen des Beklagten zu beurteilen. (T2) TE OGH 1985-05-14 4 Ob 1305/85 Auch; Beis wie T1; Beisatz: Es ist auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem die irreführende Behauptung aufgestellt wurde. (T3) TE OGH 1985-09-10 4 Ob 351/85 Beis wie T1 TE OGH 1986-09-29 4 Ob 366/86 Vgl auch; Beisatz: Dann, wenn die mit einer Klage verbundene einstweilige Verfügung durch das Urteil im Hauptprozeß nicht mehr gerechtfertigt werden kann, kann mangels eines bestehenden Anspruches auch die einstweilige Verfügung nicht mehr erlassen werden; dies muß auch im Rahmen eines Revisionsrekurses berücksichtigt werden (so schon 4 Ob 319/81). (T4) Veröff: RdW 1987,168 TE OGH 1987-12-22 2 Ob 514/87 Veröff: SZ 60/289 = EvBl 1988/64 S 338 TE OGH 1989-03-14 4 Ob 19/89 Beisatz: Hier: Ergänzung im Sinne des § 496 Abs 3 ZPO. (T5) Veröff: RZ 1990/106 S 280Beisatz: Hier: Ergänzung im Sinne des Paragraph 496, Absatz 3, ZPO. (T5) Veröff: RZ 1990/106 S 280 TE OGH 1990-01-18 6 Ob 1555/89 Auch; Beis wie T5 TE OGH 1990-10-23 4 Ob 101/90 TE OGH 1991-02-26 4 Ob 11/91 TE OGH 1992-07-07 4 Ob 56/92 TE OGH 1994-07-12 4 Ob 89/94 Beisatz: Haustierversicherung (T6) TE OGH 1994-07-12 4 Ob 87/94 TE OGH 1994-10-04 4 Ob 106/94 Veröff: SZ 67/161 TE OGH 1998-04-21 4 Ob 98/98k Vgl TE OGH 1998-08-12 4 Ob 199/98p Auch TE OGH 2005-03-14 4 Ob 281/04h TE OGH 2007-04-23 4 Ob 213/06m Veröff: SZ 2007/59 TE OGH 2007-09-13 6 Ob 172/07y Auch TE OGH 2010-05-11 4 Ob 50/10x TE OGH 2011-08-09 4 Ob 88/11m Vgl auch; Beisatz: Dass das Verhalten des Beklagten bei Schluss der Verhandlung erster Instanz rechtmäßig war, hat für die Beurteilung der Wiederholungsgefahr keine Bedeutung, solange die Möglichkeit besteht, dass sich die Verhältnisse neuerlich ändern und das Verhalten wieder rechtswidrig wird. (T7); Beisatz: Ist ein bestimmtes Verhalten aufgrund der tatsächlichen Umstände bei Schluss der Verhandlung erster Instanz nicht mehr rechtswidrig, ist das Unterlassungsgebot insofern ‑ angepasst an die materiellrechtliche Verpflichtung ‑ einzuschränken. (T8) TE OGH 2012-02-28 4 Ob 4/12k Auch; Beis wie T1 TE OGH 2012-07-10 4 Ob 76/12y Vgl auch; Beis ähnlich wie T8 TE OGH 2015-08-11 4 Ob 71/15t Auch TE OGH 2015-11-24 1 Ob 127/15f Auch; Veröff: SZ 2015/127 TE OGH 2017-08-29 6 Ob 228/16x TE OGH 2018-11-27 4 Ob 219/18m Auch; Beis wie T7 TE OGH 2019-09-24 4 Ob 87/19a Vgl TE OGH 2022-04-22 4 Ob 4/22z Beisatz: Hier: In einem Fall, in dem ein anspruchsvernichtender Sachverhalt sich bereits während des erstinstanzlichen Verfahrens verwirklicht, dessen Wirkungen zwar erst in der Zukunft eintreten, jedoch bereits mit Sicherheit absehbar ist, wann diese Wirkungen eintreten, würde es dem zukunftsgerichteten Zweck eines Unterlassungsgebots widersprechen, trotz des bereits absehbaren Erlöschens des Anspruchs in der Zukunft ein unbefristetes Unterlassungsgebot zu erlassen und den Gegner auf ein Oppositionsverfahren zu verweisen. Vielmehr ist in einem solchen Fall, in dem das künftige Erlöschen des Anspruchs bereits aufgrund des bis zum Schluss der Tatsacheninstanz verwirklichten und festgestellten Sachverhalts feststeht, ein befristetes Unterlassungsgebot zu erlassen. (T9) Beisatz: Hier: Wirksamwerden der Kündigung einer Alleinvertriebsvereinbarung nach Ablauf der Kündigungsfrist. (T10) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1977:RS0037619

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.