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{'item': '1Ob502/77; 1Ob692/77; 1Ob785/83; 7Ob531/85; 3Ob560/84; 5Ob608/84; 1Ob28/86; 2Ob554/86; 10Ob509/87; 8Ob593/87; 5Ob643/88; 7Ob677/89; 2Ob596/8

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0022900 Entscheidungsdatum29.04.2026 Geschäftszahl1Ob502/77; 1Ob692/77; 1Ob785/83; 7Ob531/85; 3Ob560/84; 5Ob608/84; 1Ob28/86; 2Ob554/86; 10Ob509/87; 8Ob593/87; 5Ob643/88; 7Ob677/89; 2Ob596/89; 4Ob607/89; 1Ob31/92; 1Ob520/93 (1Ob521/93); 1Ob2051/96s; 1Ob33/97b; 1Ob6/97g; 9Ob114/98z; 2Ob224/97y; 3Ob51/98s; 8Ob278/99m; 6Ob220/99t; 2Ob226/99w; 6Ob242/00g; 6Ob292/00k; 10Ob61/01w; 1Ob54/01z; 1Ob116/01t; 6Ob88/01m; 1Ob223/01b; 1Ob151/01i; 1Ob310/01x; 6Ob322/02z; 9Ob127/03x; 8Ob42/04s; 6Ob12/05s; 8Ob86/06i; 4Ob230/06m; 2Ob170/06y; 6Ob104/06x; 1Ob226/07b; 10Ob103/07f; 6Ob72/08v; 2Ob178/07a; 4Ob197/08m; 9Ob22/08p; 5Ob38/05g; 4Ob28/09k; 2Ob266/08v; 7Ob136/09i; 2Ob277/08m; 1Ob203/09y; 1Ob213/09v; 4Ob36/10p; 4Ob71/10k; 2Ob10/10z; 4Ob145/10t; 6Ob231/10d; 6Ob8/11m; 3Ob39/11y; 7Ob77/10i; 1Ob115/11k; 17Ob11/11h; 2Ob97/11w; 2Ob176/10m; 10Ob61/11k; 4Ob137/11t; 4Ob145/11v; 10ObS157/11b; 7Ob170/11t; 1Ob186/11a; 4Ob67/12z; 1Ob51/12z; 1Ob172/12v; 7Ob162/12t; 7Ob189/12p; 10Ob13/13d; 10Ob48/13a; 10Ob46/13g; 3Ob191/13d; 4Ob210/13f; 2Ob17/13h; 7Ob221/13w; 2Ob41/14i; 5Ob208/13v; 8Ob53/14y; 1Ob148/14t; 8Ob95/14z; 3Ob166/14d; 4Ob239/14x; 9Ob26/14k; 6Ob71/15g; 8Ob93/14f; 1Ob39/15i; 2Ob36/15f; 8Ob98/15t; 1Ob157/16v; 6Ob32/17z; 6Ob39/17d; 4Ob86/17a; 6Ob215/16k; 7Ob88/17t; 8Ob2/17b; 6Ob234/17f; 3Ob191/17k; 5Ob62/18f; 2Ob124/19b; 2Ob95/19p; 6Ob207/20i; 7Ob140/21w; 10Ob48/22i; 6Ob36/23x; 8Ob23/23z; 7Ob30/23x; 9Ob69/22w; 7Ob105/23a; 1Ob189/23k; 5Ob6/24d; 1Ob39/24b; 1Ob193/23y; 10Ob35/24f; 1Ob81/24d; 7Ob164/24d; 1Ob114/24g; 7Ob165/24a; 9Ob105/24t; 1Ob176/24z; 1Ob162/25t; 3Ob6/26t; 3Ob213/25g; 3Ob40/26t NormABGB §1295 Ia3a RechtssatzEine Beweisführung bezüglich der Kausalität einer Unterlassung kommt in der Regel nur unter Bedachtnahme auf die Wahrscheinlichkeit des Tatsachenzusammenhanges in Betracht. Der Geschädigte ist dafür beweispflichtig, dass überwiegende Gründe dafür vorliegen, der Schaden sei durch das Verhalten des Beklagten herbeigeführt worden. EntscheidungstexteTE OGH 1977-03-02 1 Ob 502/77 Veröff: NZ 1980,73 TE OGH 1978-02-01 1 Ob 692/77 Vgl auch; Beisatz: Dem Schädiger obliegt sodann der Nachweis, einen anderen Tatsachenzusammenhang noch wahrscheinlicher zu machen. (T1) TE OGH 1983-11-30 1 Ob 785/83 Beis wie T1; Veröff: SZ 56/181 = JBl 1984,554 TE OGH 1985-03-07 7 Ob 531/85 Auch; Beis wie T1 TE OGH 1985-10-02 3 Ob 560/84 auch; nur: Eine Beweisführung bezüglich der Kausalität einer Unterlassung kommt in der Regel nur unter Bedachtnahme auf die Wahrscheinlichkeit des Tatsachenzusammenhanges in Betracht. (T2) Beisatz: Es genügt ein sehr hoher Grad von Wahrscheinlichkeit des Zusammenhanges für die Haftung. (T3) TE OGH 1985-12-03 5 Ob 608/84 Auch; nur T2; Beis wie T3 TE OGH 1986-05-28 1 Ob 28/86 Veröff: SZ 59/93 = EvBl 1987/1 S 14 = JBl 1986,583 TE OGH 1986-10-28 2 Ob 554/86 Beis wie T1; Veröff: RdW 1987,96 = DRdA 1988,229 (Floretta) TE OGH 1987-12-15 10 Ob 509/87 Auch; nur T2; Beis wie T3 TE OGH 1988-01-26 8 Ob 593/87 Beis wie T1 TE OGH 1988-11-29 5 Ob 643/88 Beis wie T1 TE OGH 1989-10-19 7 Ob 677/89 Auch; Beis wie T3; Beisatz: An einen für die Haftungsbegründung erforderlichen Kausalitätsbeweis dürfen keine allzu strengen Anforderungen gestellt werden. (T4) Veröff: JBl 1990,458 = VersR 1991,207 TE OGH 1989-12-19 2 Ob 596/89 Beis wie T1 TE OGH 1990-02-27 4 Ob 607/89 Auch; Veröff: AnwBl 1991,51 TE OGH 1992-10-07 1 Ob 31/92 Auch; Beisatz: Die Beweislast, dass bei gebotenem Verhalten der Schaden nicht eingetreten wäre, trifft den Geschädigten. (T5) Veröff: EvBl 1993/57 S 276 TE OGH 1993-06-22 1 Ob 520/93 Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Veröff: ZfRV 1994,249; hiezu Kletecka ZfRV 1994,249,232 TE OGH 1996-06-04 1 Ob 2051/96s nur: Der Geschädigte ist dafür beweispflichtig, dass überwiegende Gründe dafür vorliegen, der Schaden sei durch das Verhalten des Beklagten herbeigeführt worden. (T6) Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Häufig genügt der Nachweis, dass die Sachlage typisch auf einen solchen Kausalzusammenhang hinweist. (T7) TE OGH 1997-04-29 1 Ob 33/97b Auch; Beis wie T3 TE OGH 1997-05-15 1 Ob 6/97g Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 70/95 TE OGH 1998-06-10 9 Ob 114/98z Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T7 TE OGH 1999-05-27 2 Ob 224/97y Auch; nur T2; Beisatz: Bei erwiesenem schuldhaften Unterlassen einer Belehrung wird ein Anwalt dem Mandanten gegenüber nur dann schadenersatzpflichtig, wenn dieser beweisen kann, dass das schuldhafte rechtswidrige Verhalten des Rechtsanwaltes kausal für den eingetretenen Schaden war. (T8) TE OGH 1999-09-15 3 Ob 51/98s Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Haftung des Amtsvormundes. (T9) TE OGH 2000-02-24 8 Ob 278/99m Auch TE OGH 2000-06-28 6 Ob 220/99t Auch; Beis wie T4; Beis wie T5 TE OGH 2000-08-02 2 Ob 226/99w Auch; Beis wie T4; Beis wie T5 TE OGH 2000-11-23 6 Ob 242/00g nur T6; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Hier: Rechtsanwalt, der pflichtwidrig eine Prozesshandlung unterlässt. (T10) TE OGH 2001-02-22 6 Ob 292/00k Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T8 TE OGH 2001-04-03 10 Ob 61/01w TE OGH 2001-04-24 1 Ob 54/01z Auch; Beisatz: Die Beweislast dafür, dass der Schaden bei gebotenem Verhalten nicht eingetreten wäre, trifft den Geschädigten. (T11) TE OGH 2001-05-29 1 Ob 116/01t Auch; Beis wie T4 TE OGH 2001-06-21 6 Ob 88/01m nur T6; Beis ähnlich wie T7 TE OGH 2001-09-25 1 Ob 223/01b Auch; Beisatz: Die mangelnde Schadenskausalität der Unterlassung gebotenen Verhaltens ist vom Beklagten zu beweisen. (T12) TE OGH 2001-09-25 1 Ob 151/01i Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T10; Beisatz: Auch im Fall der Anwendbarkeit des § 1298 ABGB. (T13)Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T10; Beisatz: Auch im Fall der Anwendbarkeit des Paragraph 1298, ABGB. (T13) Veröff: SZ 74/159 TE OGH 2002-02-26 1 Ob 310/01x Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2002/27 TE OGH 2003-02-20 6 Ob 322/02z Auch; Beis wie T4; Beis wie T3 TE OGH 2003-10-22 9 Ob 127/03x Auch; Beisatz: Auch wenn es richtig ist, dass auch im Falle der Schädigung durch Unterlassung der Geschädigte grundsätzlich den Kausalzusammenhang zu beweisen hat, ist doch anerkannt, dass an den Beweis des bloß hypothetischen Kausalverlaufs nicht so strenge Anforderungen gestellt werden können wie bei einer Schadenszufügung durch positives Tun. Die Frage, wie sich die Geschehnisse entwickelt hätten, wenn der Schädiger pflichtgemäß gehandelt hätte, lässt sich naturgemäß nie mit letzter Sicherheit beantworten, weil dieses Geschehen eben nicht tatsächlich stattgefunden hat. (T14) TE OGH 2004-05-27 8 Ob 42/04s Auch; nur T6; Beis ähnlich wie T12 TE OGH 2005-05-19 6 Ob 12/05s Auch TE OGH 2006-11-30 8 Ob 86/06i Beisatz: Hier: Kausalität der Unterlassung einer Antragstellung nach § 20 Abs 2 ElWOG. (T15)Beisatz: Hier: Kausalität der Unterlassung einer Antragstellung nach Paragraph 20, Absatz 2, ElWOG. (T15) TE OGH 2006-12-19 4 Ob 230/06m Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T14 TE OGH 2007-03-23 2 Ob 170/06y Auch; nur T6; Beis wie T8 TE OGH 2008-01-24 6 Ob 104/06x Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T14 TE OGH 2008-02-26 1 Ob 226/07b Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Arzthaftung - Unterlassen einer gebotenen Behandlung. (T16) TE OGH 2008-04-22 10 Ob 103/07f Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T14 TE OGH 2008-07-07 6 Ob 72/08v Vgl; Beisatz: Die Haftung für die Folgen einer rechtswidrigen Unterlassung ist wegen fehlender Kausalität zu verneinen, wenn der Nachteil, auf dessen Ersatz jemand in Anspruch genommen wird, auch bei dessen pflichtgemäßem positivem Tun eingetreten wäre. Dafür ist der Schädiger beweispflichtig. (T17) TE OGH 2008-08-14 2 Ob 178/07a Auch; Beis wie T5; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Möglichkeit der Ausforschung des Schädigers mit Hilfe der im Autobahn-Mautsystem gespeicherten Daten („GO-Box") rein spekulativ. (T18) TE OGH 2008-12-15 4 Ob 197/08m Auch; nur T6 TE OGH 2009-02-24 9 Ob 22/08p Beis wie T4; Beis wie T8 TE OGH 2005-03-15 5 Ob 38/05g Auch; Beis wie T5; Beis wie T13 TE OGH 2009-04-21 4 Ob 28/09k Auch; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis ähnlich wie T14 Veröff: SZ 2009/48 TE OGH 2009-07-16 2 Ob 266/08v Auch; nur T6; Auch Beis wie T8 TE OGH 2009-09-02 7 Ob 136/09i Auch; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T14; Beis wie T1 TE OGH 2009-10-15 2 Ob 277/08m Auch; nur T6; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14 TE OGH 2009-11-17 1 Ob 203/09y Auch; Beis wie T14 TE OGH 2009-12-15 1 Ob 213/09v nur T6; Beis wie T14 TE OGH 2010-05-11 4 Ob 36/10p Vgl; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14 Veröff: SZ 2010/52 TE OGH 2010-06-08 4 Ob 71/10k Vgl; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14 TE OGH 2010-06-17 2 Ob 10/10z Auch; Beis wie T14 TE OGH 2010-10-05 4 Ob 145/10t Vgl; Beis wie T14 TE OGH 2011-01-28 6 Ob 231/10d Vgl; Beis wie T1; Beis wie T14 TE OGH 2011-02-24 6 Ob 8/11m Vgl TE OGH 2011-03-22 3 Ob 39/11y Auch; Beis wie T5; Beis wie T11 TE OGH 2011-03-30 7 Ob 77/10i Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Anlegerschaden wegen fehlerhafter Beratung. (T19) Beisatz: Den Geschädigten trifft daher die Behauptungs- und Beweislast nicht nur dafür, dass er bei korrekter Information die tatsächlich gezeichneten Wertpapiere nicht erworben hätte, sondern auch dafür, wie er sich bei korrekter Information hypothetisch alternativ verhalten und sich so sein Vermögen entwickelt hätte; auch dafür kommt ihm zugute, dass nicht so strenge Anforderungen an die Beweisbarkeit des bloß hypothetischen Kausalverlaufs zu stellen sind. (T20) Veröff: SZ 2011/40 TE OGH 2011-07-21 1 Ob 115/11k Auch; Beis wie T5; Beis wie T11 TE OGH 2011-08-09 17 Ob 11/11h Vgl auch; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T10; Beis wie T13 Veröff: SZ 2011/105 TE OGH 2011-06-22 2 Ob 97/11w Vgl auch TE OGH 2011-06-22 2 Ob 176/10m Auch; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14 TE OGH 2011-12-20 10 Ob 61/11k Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14 TE OGH 2011-12-20 4 Ob 137/11t Auch; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Unterlassene Warnung des Werkunternehmers (trotz vertraglich übernommener Prüfpflicht) bei Untauglichkeit der vom Werkbesteller beigestellten Pläne. (T21) TE OGH 2012-02-28 4 Ob 145/11v Auch; nur T6; Beis wie T5; Beis wie T14 TE OGH 2012-04-12 10 ObS 157/11b Auch; Beisatz: Diese Grundsätze sind auch bei schuldhaft vom Versicherten unterlassener Meldung von für die Versicherungsleistung erheblichen Umständen gegenüber dem Sozialversicherungsträger anzuwenden. (T22) Veröff: SZ 2012/44 TE OGH 2012-03-28 7 Ob 170/11t nur T6 TE OGH 2012-06-22 1 Ob 186/11a Auch TE OGH 2012-08-02 4 Ob 67/12z Vgl auch; nur ähnlich T6; Beis ähnlich wie T14; Beis wie T19; Beis ähnlich wie T20; Beisatz: Die Behauptungs‑ und Beweislast für die Wahl und Entwicklung einer hypothetischen Alternativanlage trifft den klagenden Anleger unter der Voraussetzung, dass er bei korrekter Beratung überhaupt veranlagt hätte, wovon bei einem vorgefassten Anlageentschluss auszugehen ist. (T23) Beisatz: An diese sind keine zu strengen Anforderungen zu richten. (T24) TE OGH 2012-10-11 1 Ob 51/12z Vgl auch; Beis wie T20 TE OGH 2012-10-11 1 Ob 172/12v Vgl TE OGH 2012-11-14 7 Ob 162/12t Auch; Auch Beis wie T13; Veröff: SZ 2012/116 TE OGH 2013-01-23 7 Ob 189/12p Vgl auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 2013/4 TE OGH 2013-04-16 10 Ob 13/13d Auch; nur T6; Beis wie T14; Beisatz: Dieses Kriterium liegt unter dem Regelbeweismaß der ZPO, wonach für eine (Positiv‑)Feststellung eine „hohe“ Wahrscheinlichkeit erforderlich ist. (T25) TE OGH 2013-12-17 10 Ob 48/13a Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14 TE OGH 2013-12-17 10 Ob 46/13g Auch; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14; Beisatz: Allein der Umstand, dass die geschädigten Anleger (wie auch der Berater des WPDLU) die vom Abschlussprüfer erteilten Bestätigungsvermerke über die Gebarung der Aktiengesellschaft, deren Aktien erworben werden sollten, nicht kannten und daher der konkreten Anlageentscheidung nicht unmittelbar zugrunde legten, schließt die Kausalität eines zu Unrecht erteilten Bestätigungsvermerks nicht schon per se aus. Im Rahmen des erleichterten Kausalitätsbeweises ist den Anlegern nämlich zuzugestehen, dass sich die (teilweise) Verweigerung eines Bestätigungsvermerks auf dem Kapitalmarkt rasch herumgesprochen und bei den Anlageberatern dazu geführt hätte, potentiellen Anlegern von einer solchen Veranlagung abzuraten. (T26) TE OGH 2014-01-22 3 Ob 191/13d Auch; Beis wie T14 TE OGH 2014-02-17 4 Ob 210/13f Auch; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T26; Beisatz: Hier: Bejahung der Kausalität zwischen den von der Beklagten erteilten Bestätigungsvermerken und dem Kaufentschluss der Anleger. (T27) TE OGH 2014-02-13 2 Ob 17/13h Auch; Beis wie T19; Beis ähnlich wie T23; Beis ähnlich wie T24; Beisatz: Es genügt die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. Dieses Kriterium liegt demnach unter jenem des Regelbeweismaßes der ZPO. Anleger haben daher nach der Judikatur des Obersten Gerichtshofs (vgl auch 6 Ob 231/10d, 6 Ob 8/11m und 7 Ob 77/10i) den Eintritt des Schadens nur „plausibel“ zu machen. Dem Berater steht dagegen der Nachweis offen, dass ein anderer Verlauf wahrscheinlicher sei (vgl auch 10 Ob 61/11k). Gerade in „Verkaufsfällen“, in denen aufgrund des erfolgreichen Abratens vom Verkauf der nicht mehr gewollten Papiere eine Beratung über alternative Anlagemöglichkeiten nicht stattgefunden hat, wird es dem Anleger besonders schwer fallen, eine konkrete Alternativveranlagung nachzuweisen. Insbesondere in solchen Fällen ist daher mit den Erwägungen der Entscheidung 4 Ob 67/12z davon auszugehen, dass es ausreicht, festzustellen, welche Anlagegattung der Geschädigte bei ordnungsgemäßer Beratung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gewählt hätte. Maßgebend können hier in weiterer Folge auch die typischen, etwa durch Indizes belegten Entwicklungen solcher Anlagen (der gewöhnliche Lauf der Dinge iSv § 1293 ABGB) sein. (T28)Auch; Beis wie T19; Beis ähnlich wie T23; Beis ähnlich wie T24; Beisatz: Es genügt die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. Dieses Kriterium liegt demnach unter jenem des Regelbeweismaßes der ZPO. Anleger haben daher nach der Judikatur des Obersten Gerichtshofs vergleiche auch 6 Ob 231/10d, 6 Ob 8/11m und 7 Ob 77/10i) den Eintritt des Schadens nur „plausibel“ zu machen. Dem Berater steht dagegen der Nachweis offen, dass ein anderer Verlauf wahrscheinlicher sei vergleiche auch 10 Ob 61/11k). Gerade in „Verkaufsfällen“, in denen aufgrund des erfolgreichen Abratens vom Verkauf der nicht mehr gewollten Papiere eine Beratung über alternative Anlagemöglichkeiten nicht stattgefunden hat, wird es dem Anleger besonders schwer fallen, eine konkrete Alternativveranlagung nachzuweisen. Insbesondere in solchen Fällen ist daher mit den Erwägungen der Entscheidung 4 Ob 67/12z davon auszugehen, dass es ausreicht, festzustellen, welche Anlagegattung der Geschädigte bei ordnungsgemäßer Beratung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gewählt hätte. Maßgebend können hier in weiterer Folge auch die typischen, etwa durch Indizes belegten Entwicklungen solcher Anlagen (der gewöhnliche Lauf der Dinge iSv Paragraph 1293, ABGB) sein. (T28) TE OGH 2014-01-29 7 Ob 221/13w Auch TE OGH 2014-06-25 2 Ob 41/14i Auch; Beis wie T5 TE OGH 2014-06-30 5 Ob 208/13v Auch; nur T2; Beis wie T5 TE OGH 2014-06-26 8 Ob 53/14y Auch; Beis wie T5; Beis wie T11 TE OGH 2014-09-18 1 Ob 148/14t Vgl auch; Beisatz: Hier: Rechtsanwaltshaftung; non liquet hinsichtlich Kausalität der behaupteten Pflichtverletzung (Unterlassung der gebotenen Aufklärung). (T29) TE OGH 2014-10-30 8 Ob 95/14z Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T11 TE OGH 2014-11-19 3 Ob 166/14d Auch; Beis wie T11 TE OGH 2015-03-24 4 Ob 239/14x Auch; Beis wie T20; Beis wie T24; Beisatz: Hypothetischer (negativer) Kursverlauf von Zertifikaten im Falle einer richtigen Ad‑hoc‑Meldung. (T30) TE OGH 2015-03-20 9 Ob 26/14k Auch; Beis wie T14 nur: Die Frage, wie sich die Geschehnisse entwickelt hätten, wenn der Schädiger pflichtgemäß gehandelt hätte, lässt sich naturgemäß nie mit letzter Sicherheit beantworten, weil dieses Geschehen eben nicht tatsächlich stattgefunden hat. (T31) Beisatz: Es müsste daher nach dem Beweismaß der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen, dass dem Kläger der Inhalt der unterlassenen Ad-hoc-Meldung bei Publikation zur Kenntnis gelangt wäre. (T32) TE OGH 2015-05-27 6 Ob 71/15g Vgl auch; Beis ähnlich wie T32; Beisatz: Auf die eigene Lektüre von Ad-hoc-Meldungen durch den Anleger kommt es nicht an, wird der Informationsgehalt derartiger Meldungen von Anlegern doch typischerweise nicht unmittelbar aus der Ad-hoc-Meldung, sondern über die an sie anknüpfenden Informationsquellen, wie Berater bezogen. (T33) TE OGH 2015-09-29 8 Ob 93/14f Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14; Veröff: SZ 2015/105 TE OGH 2015-10-22 1 Ob 39/15i Beis wie T33; Veröff: SZ 2015/115 TE OGH 2015-12-16 2 Ob 36/15f Vgl auch; Beis wie T8 TE OGH 2016-02-19 8 Ob 98/15t Auch; Beis wie T32; Beis wie T33; Beisatz:Marktreaktionen auf tatsächlich unterlassene, also hypothetische frühere Ad-hoc-Mitteilungen,sind für einen Anleger schwer einschätzbar und mangels Kenntnis der Marktlage und der relevanten Faktoren für das Marktgeschehen kaum beweisbar. In dieser Hinsicht ist es gerechtfertigt, von einem Beweisnotstand des Anlegers auszugehen und zu seinen Gunsten den prima facie-Beweis zuzulassen. (T34) Beisatz: Hier: Es ist prima facie davon auszugehen, dass im Fall einer pflichtgemäßen (in Wahrheit aber unterlassenen) Ad-hoc-Mitteilung ein Verkauf der Wertpapiere durch den Anleger noch vor dem Eintritt des Kursverfalls hätte bewerkstelligt werden können. Diese Annahme kann der Schädiger entkräften. (T35); Veröff: SZ 2016/10 TE OGH 2017-02-10 1 Ob 157/16v Vgl; Beisatz: Die Tatsacheninstanzen haben die Feststellung getroffen, dass die richtige Kapitalmarktinformation zu einem signifikanten Nachgeben der Kurse geführt hätte und dass die Kläger nicht investiert hätten, wenn es vor ihrem Ankauf starke Kursschwankungen gegeben hätte (womit von einer haftungsbegründenden Kausalität auszugehen) war. (T36) TE OGH 2017-03-29 6 Ob 32/17z Vgl; Beis ähnlich wie T20; Beis wie T23; Beis ähnlich wie T28; Beisatz: Im Begehren auf Zahlung des veranlagten Betrags Zug um Zug gegen Rückgabe der Papiere ist regelmäßig die (ausreichende) Behauptung enthalten, dass eine Alternativanlage (zumindest) das Kapital erhalten hätte (so bereits 4 Ob 67/12z). (T37) Beisatz: Hier: Der Kläger brachte vor, mit einem Investment in Gold hätte er sein Kapital jedenfalls erhalten, womit er sich konkret auf eine ganz bestimmte Alternativveranlagung berufen hat. Dies konnte das Erstgericht jedoch nicht feststellen. (T38) TE OGH 2017-04-19 6 Ob 39/17d Auch; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T14 TE OGH 2017-05-30 4 Ob 86/17a Vgl auch; Beis wie T20; Beis wie T30; Beisatz: Hier: Der Kläger legte weder dar, um wieviel sich der LIBOR durch die Manipulation der Beklagten im Vergleich zu einem nicht rechtswidrig beeinflussten Kursverlauf erhöht habe, noch in welcher konkreten Höhe sich dadurch seine Zinslast verändert habe. Behaupten müsste er einen derartigen hypothetischen Verlauf im Fall rechtmäßigen Marktverhaltens aber schon, weil genau darin sein Schaden besteht. (T39) TE OGH 2017-09-26 6 Ob 215/16k Auch; Beis wie T5 TE OGH 2017-09-27 7 Ob 88/17t Vgl; Beis wie T14 TE OGH 2017-11-29 8 Ob 2/17b Auch; Beis wie T20; Beis wie T28; nur: Es genügt die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. Dieses Kriterium liegt unter dem Regelbeweismaß der ZPO. Der Anleger hat den Eintritt des Schadens nur „plausibel“ zu machen. Dem Berater steht dann der Nachweis offen, dass ein anderer Verlauf wahrscheinlicher sei. (T40) TE OGH 2018-02-28 6 Ob 234/17f Auch; Beis wie T8; Beis wie T14; Beis wie T17 TE OGH 2018-05-23 3 Ob 191/17k Auch; nur T6; Veröff: SZ 2018/39 TE OGH 2018-07-18 5 Ob 62/18f Auch TE OGH 2020-03-30 2 Ob 124/19b Beis wie T5; Beis wie T11 TE OGH 2020-06-29 2 Ob 95/19p Beisatz: Es genügt der Nachweis, dass der Schaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. (T41) Beisatz: Dem kann der Gegner den Beweis der höheren Wahrscheinlichkeit eines anderen Verlaufs entgegenhalten. (T42) TE OGH 2021-02-18 6 Ob 207/20i vgl; Beisatz wie T41 Beisatz: Hier: Zur Haftung des Abschlussprüfers für einen pflichtwidrig erteilten Bestätigungsvermerk. (T43) Anm: Veröff: SZ 2021/12Anmerkung, Veröff: SZ 2021/12 TE OGH 2021-11-24 7 Ob 140/21w Vgl; Beis wie T14; Beis wie T28; Beis wie T40 TE OGH 2023-02-21 10 Ob 48/22i vgl TE OGH 2023-03-24 6 Ob 36/23x vgl; Beisatz: Auch ein geringeres Beweismaß für den Kausalitätsbeweis ändert nichts an der Beweislast hinsichtlich des Kausalzusammenhangs. (T44) TE OGH 2023-04-21 8 Ob 23/23z Beisatz wie T8; Beisatz wie T10 TE OGH 2023-05-24 7 Ob 30/23x Beisatz wie T17 TE OGH 2023-07-26 9 Ob 69/22w Beisatz wie T3; Beisatz wie T41 TE OGH 2023-10-24 7 Ob 105/23a Beisatz wie T14 TE OGH 2024-01-23 1 Ob 189/23k Beisatz wie T5; Beisatz wie T11; Beisatz wie T42; Beisatz wie T17 TE OGH 2024-03-12 5 Ob 6/24d Beisatz wie T1; Beisatz wie T14; Beisatz wie T40; Beisatz wie T41 TE OGH 2024-05-27 1 Ob 39/24b Beisatz wie T5; Beisatz wie T11; Beisatz wie T42 TE OGH 2024-05-27 1 Ob 193/23y vgl TE OGH 2024-09-10 10 Ob 35/24f Beisatz wie T1; Beisatz wie T14 TE OGH 2024-09-25 1 Ob 81/24d Beisatz wie T5; Beisatz wie T11 TE OGH 2024-11-20 7 Ob 164/24d Beisatz wie T1; Beisatz wie T14 TE OGH 2024-11-19 1 Ob 114/24g vgl; Beisatz nur wie T8; Beisatz nur wie T10 TE OGH 2024-11-20 7 Ob 165/24a Beisatz wie T1 Beisatz: Hier: Haftung einer Prospektkontrollorin. (T45) TE OGH 2025-03-19 9 Ob 105/24t Beisatz wie T5; Beisatz wie T11; Beisatz wie T44 TE OGH 2025-03-25 1 Ob 176/24z vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T41; Beisatz wie T42 TE OGH 2025-12-16 1 Ob 162/25t vgl; Beisatz wie T14; Beisatz wie T40; Beisatz wie T41 TE OGH 2026-02-23 3 Ob 6/26t Beisatz wie T5; Beisatz wie T11; Beisatz wie T44 TE OGH 2026-02-23 3 Ob 213/25g vgl TE OGH 2026-04-29 3 Ob 40/26t Beisatz wie T44 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1977:RS0022900

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