RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0027402 Entscheidungsdatum11.09.2014 Geschäftszahl2Ob91/77; 8Ob190/78; 2Ob48/80; 8Ob275/80; 8Ob224/81; 7Ob53/82; 8Ob69/87; 7Ob685/87; 2Ob40/88; 2Ob19/12a; 2Ob13/14x NormABGB §1311 IIbABGB §1311 römisch zwei b KFG §102 Abs1 KFG §103 RechtssatzDie §§ 102 Abs 1 und 103 Abs 1 KFG sind Schutznormen im Sinne des § 1311 ABGB, in dessen Zweckbereich die Verhütung von Unfällen und die Geringhaltung von aus Unfällen entspringenden Schäden liegt. Da durch eine Vernachlässigung der dem Lenker nach § 102 Abs 1 KFG auferlegten Verpflichtungen unüberschaubare Gefahren in das Verkehrsgeschehen getragen werden können, ist ein eher strenger Maßstab anzulegen.Die Paragraphen 102, Absatz eins und 103 Absatz eins, KFG sind Schutznormen im Sinne des Paragraph 1311, ABGB, in dessen Zweckbereich die Verhütung von Unfällen und die Geringhaltung von aus Unfällen entspringenden Schäden liegt. Da durch eine Vernachlässigung der dem Lenker nach Paragraph 102, Absatz eins, KFG auferlegten Verpflichtungen unüberschaubare Gefahren in das Verkehrsgeschehen getragen werden können, ist ein eher strenger Maßstab anzulegen. EntscheidungstexteTE OGH 1977-05-26 2 Ob 91/77 Veröff: ZVR 1978/209 S 244 TE OGH 1978-12-20 8 Ob 190/78 nur: Der mit dem Kraftfahrgesetz angestrebte Verwaltungszweck ist der Schutz der öffentlichen Verkehrssicherheit. (T1) TE OGH 1980-05-06 2 Ob 48/80 Vgl auch; Beisatz: Jedoch ist die schlechte Einstellung des Motors - wodurch es zum Absterben des Motors auf der Kreuzung kam - eine ungleich geringere Gefahr als zB die Benützung von Reifen, die abgefahren sind oder aus denen Luft entweicht. (T2) TE OGH 1981-02-26 8 Ob 275/80 Auch; nur T1; Beisatz: Die Vorschrift des § 102 Abs 3 erster Satz KFG 1967 wonach der Lenker eines Fahrzeuges die Handhabung und die Wirksamkeit der Betätigungsvorrichtungen des von ihm gelenkten Kraftfahrzeuges kennen muss, stellt eine Schutzvorschrift im Sinne des § 1311 ABGB dar (hier: Verwechslung der Lichthupe mit Fahrtrichtungsanzeiger). (T3)Auch; nur T1; Beisatz: Die Vorschrift des Paragraph 102, Absatz 3, erster Satz KFG 1967 wonach der Lenker eines Fahrzeuges die Handhabung und die Wirksamkeit der Betätigungsvorrichtungen des von ihm gelenkten Kraftfahrzeuges kennen muss, stellt eine Schutzvorschrift im Sinne des Paragraph 1311, ABGB dar (hier: Verwechslung der Lichthupe mit Fahrtrichtungsanzeiger). (T3) TE OGH 1981-12-03 8 Ob 224/81 Vgl; Beisatz: Nicht zugelassener landwirtschaftlicher Anhänger beladen mit Strohballen. (T4) TE OGH 1983-05-24 7 Ob 53/82 nur T1; Veröff: SZ 56/80 TE OGH 1988-02-09 8 Ob 69/87 nur T1; Veröff: ZVR 1988/153 S 336 TE OGH 1988-02-04 7 Ob 685/87 Veröff: VersR 1989,503 TE OGH 1988-08-30 2 Ob 40/88 Beisatz: Der Lenker eines Omnibusses hat dafür zu sorgen, dass Fahrgäste seine Sicht durch die Einstiegstür nicht behindern. (T5) TE OGH 2012-11-20 2 Ob 19/12a Vgl; nur: Die §§ 102 Abs 1 und 103 Abs 1 KFG sind Schutznormen im Sinne des § 1311 ABGB, in dessen Zweckbereich die Verhütung von Unfällen und die Geringhaltung von aus Unfällen entspringenden Schäden liegt. (T6); Veröff: SZ 2012/119Vgl; nur: Die Paragraphen 102, Absatz eins und 103 Absatz eins, KFG sind Schutznormen im Sinne des Paragraph 1311, ABGB, in dessen Zweckbereich die Verhütung von Unfällen und die Geringhaltung von aus Unfällen entspringenden Schäden liegt. (T6); Veröff: SZ 2012/119 TE OGH 2014-09-11 2 Ob 13/14x Auch European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1977:RS0027402
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