RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0032666 Entscheidungsdatum21.01.2026 Geschäftszahl6Ob507/78; 2Ob133/78; 6Ob547/80; 6Ob654/81; 8Ob27/82; 8Ob575/83; 5Ob48/84; 4Ob572/88; 9ObA191/89; 9ObA261/89; 8Ob560/89; 9ObA174/90; 7Ob517/93; 1Ob2/93; 2Ob4/94; 1Ob318/97i; 3Ob2199/96w; 9Ob78/00m; 6Ob223/00p; 2Ob344/00b; 1Ob27/01d; 7Ob105/01v; 8ObA147/01b; 7Ob257/01x; 1Ob136/02k; 7Ob292/04y; 7Ob57/05s; 2Ob286/06g; 5Ob263/07y; 7Ob14/08x; 9ObA36/08x; 2Ob275/08t; 7Ob91/13b; 7Ob9/15x; 7Ob48/15g; 4Ob167/15k; 7Ob146/15v; 8ObA28/16z; 7Ob209/17m; 10Ob2/18v; 4Ob118/19k; 7Ob205/19a; 7Ob153/21g; 7Ob187/21g; 6Ob103/24a; 1Ob110/25w; 8Ob84/25y; 7Ob221/25p NormABGB §1375 B RechtssatzOb ein deklaratorisches (unechtes) Anerkenntnis, eine durch Gegenbeweis widerlegbare Wissenserklärung, oder ein konstitutives (echtes) Anerkenntnis, eine höchstens anfechtbare rechtsgeschäftliche Willenserklärung, vorliegt, ist durch Auslegung des Parteiwillens im Einzelfall zu ermitteln. Dabei sind vor allem die mit dem Anerkenntnis verfolgten Zwecke, die beiderseitige Interessenlage und die allgemeine Verkehrsauffassung über die Bedeutung eines solchen Anerkenntnisses maßgebend (Kontokorrentverhältnis). EntscheidungstexteTE OGH 1978-04-06 6 Ob 507/78 TE OGH 1978-12-07 2 Ob 133/78 nur: Ob ein deklatorisches (unechtes) Anerkenntnis, eine durch Gegenbeweis widerlegbare Wissenserklärung, oder ein konstitutives (echtes) Anerkenntnis, eine höchstens anfechtbare rechtsgeschäftliche Willenserklärung, vorliegt, ist durch Auslegung des Parteiwillens im Einzelfall zu ermitteln. (T1) Beisatz: Hiebei ist nicht am Wortlaut der Erklärung zu haften, sondern deren Sinn zu erforschen. (T2) Veröff: SZ 51/176 = JBl 1980,39 TE OGH 1980-06-23 6 Ob 547/80 TE OGH 1981-12-23 6 Ob 654/81 Vgl auch TE OGH 1982-09-02 8 Ob 27/82 nur T1 TE OGH 1984-04-12 8 Ob 575/83 TE OGH 1985-06-04 5 Ob 48/84 TE OGH 1988-09-27 4 Ob 572/88 Veröff: ÖBA 1989,537 TE OGH 1989-08-30 9 ObA 191/89 Beis wie T2 TE OGH 1989-09-27 9 ObA 261/89 nur T1; Beis wie T2; Beisatz: § 48 ASGG (T3)nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Paragraph 48, ASGG (T3) TE OGH 1990-02-15 8 Ob 560/89 Auch; Beisatz: Hier: "Vorläufige" Anerkennung der Schlussrechnung = deklaratorische Anerkennung (Wissenserklärung). (T4) TE OGH 1990-09-12 9 ObA 174/90 TE OGH 1993-04-21 7 Ob 517/93 TE OGH 1993-05-11 1 Ob 2/93 Auch TE OGH 1994-11-24 2 Ob 4/94 Beisatz: Dabei ist maßgeblich, welchen Eindruck der Erklärungsempfänger aus dem Verhalten des Erklärenden redlicherweise haben musste. (T5) TE OGH 1998-02-24 1 Ob 318/97i nur: Ob ein konstitutives Anerkenntnis vorliegt, ist durch Auslegung des Parteiwillens im Einzelfall zu ermitteln. (T6) TE OGH 1998-05-27 3 Ob 2199/96w nur T1; Veröff: SZ 71/94 TE OGH 2000-09-06 9 Ob 78/00m Beis wie T5 TE OGH 2000-10-05 6 Ob 223/00p Vgl auch TE OGH 2001-01-11 2 Ob 344/00b nur T1; Veröff: SZ 74/1 TE OGH 2001-04-27 1 Ob 27/01d Verstärkter Senat; Vgl; Beisatz: Wird die von Punkt 10 der AGBKr geforderte fristgebundene Reklamation gegen Rechnungsabschlüsse unterlassen, so kommt dem hiedurch bewirkten Saldoanerkenntnis im Regelfall nur deklarative Wirkung zu; ein konstitutives Anerkenntnis ist nur dann anzunehmen, wenn damit im konkreten Fall in der Tat ein ernstlicher Streit (oder Zweifel) beigelegt werden sollte. (T7) Veröff: SZ 74/80 TE OGH 2001-05-17 7 Ob 105/01v Auch TE OGH 2001-11-15 8 ObA 147/01b Auch TE OGH 2001-11-14 7 Ob 257/01x Auch TE OGH 2002-06-25 1 Ob 136/02k TE OGH 2005-03-02 7 Ob 292/04y Vgl auch; nur T1 TE OGH 2005-04-13 7 Ob 57/05s Auch TE OGH 2007-10-18 2 Ob 286/06g Auch; nur T1; Beis wie T5 TE OGH 2007-12-11 5 Ob 263/07y Vgl auch; Beisatz: Hier: Einwand des Anerkenntnisses der Richtigkeit einer Abrechnung nach § 20 Abs 3 WEG iVm § 34 WEG. (T8)Vgl auch; Beisatz: Hier: Einwand des Anerkenntnisses der Richtigkeit einer Abrechnung nach Paragraph 20, Absatz 3, WEG in Verbindung mit Paragraph 34, WEG. (T8) Beisatz: Bedenken gegen die Richtigkeit einer Abrechnung können die Fälligkeit laufender Vorschreibungen nicht verhindern. Selbst wenn Streit darüber besteht, ob die Abrechnung vollständig oder richtig ist, können also Zahlungen durch die Wohnungseigentümer niemals dahin gewertet werden, dass mit ihnen ein Anerkenntnis der Richtigkeit der Abrechnung bewirkt worden wäre. (T9) TE OGH 2008-02-07 7 Ob 14/08x TE OGH 2008-06-05 9 ObA 36/08x nur T6; Beisatz: Dabei ist maßgeblich, welchen Eindruck der Erklärungsempfänger aus dem Verhalten des Erklärenden redlicherweise haben musste. (T10) TE OGH 2009-05-20 2 Ob 275/08t Auch; nur T1 TE OGH 2013-10-02 7 Ob 91/13b TE OGH 2015-03-12 7 Ob 9/15x TE OGH 2015-09-02 7 Ob 48/15g Auch TE OGH 2016-01-27 4 Ob 167/15k Auch TE OGH 2016-04-06 7 Ob 146/15v Vgl TE OGH 2016-05-24 8 ObA 28/16z Auch TE OGH 2018-01-24 7 Ob 209/17m Auch TE OGH 2018-02-20 10 Ob 2/18v Auch TE OGH 2019-10-24 4 Ob 118/19k Vgl; Beisatz: Die Mitteilung der Haftpflichtversicherung an die Geschädigte, von einer Alleinhaftung des Versicherten auszugehen, mit der Aufforderung, unverbindlich die Forderungen bekanntzugeben, ist kein konstitutives Anerkenntnis. (T11) TE OGH 2020-02-19 7 Ob 205/19a Beisatz: Hier: Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung für die Verfahrenskosten erster Instanz. (T12) TE OGH 2021-09-29 7 Ob 153/21g nur: Ob ein konstitutives Anerkenntnis vorliegt, ist durch Auslegung des Parteiwillens im Einzelfall zu ermitteln. Maßgeblich sind vor allem die mit dem Anerkenntnis verfolgten Zwecke, die beiderseitigen Interessenlagen und die allgemeine Verkehrsauffassung über die Bedeutung eines solchen Anerkenntnisses. (T13) TE OGH 2022-01-26 7 Ob 187/21g Vgl TE OGH 2024-06-18 6 Ob 103/24a TE OGH 2025-07-31 1 Ob 110/25w nur T13 TE OGH 2025-08-12 8 Ob 84/25y vgl TE OGH 2026-01-21 7 Ob 221/25p European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1978:RS0032666
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