OGH Rechtssatz RS0019248 (5Ob555/78 u. a.)
RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0019248 Entscheidungsdatum28.05.2025 Geschäftszahl5Ob555/78; 7Ob524/90; 1Ob150/09d; 7Ob242/13h; 1Ob103/14z; 6Ob185/18a; 3Ob29/25y NormABGB §970 ABGB §1295 IIeABGB §1295 römisch zwei e ABGB §1313a IIIbABGB §1313a römisch drei b RechtssatzDer Bewirtungsvertrag endet nicht schon mit der Konsumation des verkauften Getränkes und seiner Bezahlung, sondern erst mit der Beendigung des Naheverhältnisses, wobei eine kurzfristige Unterbrechung dieses Naheverhältnisses nicht schadet (hier: gewaltsame Entfernung des Gastes aus dem Lokal, wenn er unmittelbar danach versucht, wieder in das Lokal zu gelangen.
EntscheidungstexteTE OGH 1978-04-25 5 Ob 555/78 Veröff: SZ 51/55 TE OGH 1990-06-28 7 Ob 524/90 Auch; Beisatz: Hier: Die Schutzpflichten des Gastwirtes dauern solange an, als durch das den Bewirtungsvertrag begründete Naheverhältnis zwischen den Vertragspartnern weiter besteht. (T1) Veröff: JBl 1991,387 = VersR 1991,1163 TE OGH 2009-09-08 1 Ob 150/09d Auch; Beis wie T1 TE OGH 2014-02-26 7 Ob 242/13h Auch; Beisatz: In zeitlicher Hinsicht endet die Schutzpflicht eines Gastwirts aus dem Bewirtungsvertrag nicht schon mit der Konsumation des Getränks oder der Speise und der Bezahlung durch den Gast, sondern erst mit der Beendigung des Naheverhältnisses. (T2) TE OGH 2015-01-22 1 Ob 103/14z Vgl; Veröff: SZ 2015/3 TE OGH 2018-11-21 6 Ob 185/18a Auch; Beis wie T2 TE OGH 2025-05-28 3 Ob 29/25y European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1978:RS0019248