← Österreich

{'item': '6Ob594/78; 4Ob523/78; 7Ob700/80; 4Ob569/81; 8Ob565/83; 6Ob643/85; 1Ob537/86; 14Ob105/86; 8Ob609/86; 4Ob362/85; 3Ob502/87; 1Ob572/88; 6Ob736/

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0017758 Entscheidungsdatum30.01.2025 Geschäftszahl6Ob594/78; 4Ob523/78; 7Ob700/80; 4Ob569/81; 8Ob565/83; 6Ob643/85; 1Ob537/86; 14Ob105/86; 8Ob609/86; 4Ob362/85; 3Ob502/87; 1Ob572/88; 6Ob736/88; 1Ob682/89 (1Ob683/89); 1Ob573/90; 6Ob6/90; 8Ob627/89; 7Ob613/90; 7Ob1657/92; 1Ob573/93; 3Ob502/94; 3Ob513/94; 1Ob533/95; 8ObA269/94; 10Ob515/95; 4Ob2094/96m; 4Ob595/95; 7Ob2253/96s; 4Ob2195/96i; 3Ob534/95; 7Ob2044/96f; 2Ob2133/96g; 8ObA380/97h; 4Ob303/00p; 4Ob73/03v; 9ObA65/04f; 3Ob234/04i; 10Ob23/04m; 9Ob62/04i; 7Ob222/04h; 3Ob249/04w; 2Ob98/03f; 6Ob157/05i; 6Ob172/05w; 1Ob143/06w; 8Ob163/06p; 4Ob151/07w; 9ObA40/07h; 4Ob248/07k; 2Ob12/08s; 6Ob279/07h; 2Ob48/08k; 4Ob28/09k; 9ObA121/08x; 1Ob233/09k; 6Ob220/09k; 4Ob199/10h; 7Ob141/11b; 4Ob137/11t; 4Ob105/12p; 6Ob191/12z; 2Ob92/11k; 4Ob197/13v; 3Ob122/14h; 3Ob94/15t; 8Ob121/15z; 5Ob166/15w; 8ObA95/15a; 9ObA28/16g; 6Ob58/16x; 4Ob142/17m; 2Ob102/18s; 8ObA44/19g; 6Ob40/20f; 4Ob3/22b; 6Ob168/22g; 4Ob44/24k; 5Ob36/24s NormABGB §914 IABGB §914 römisch eins RechtssatzTreten nach Abschluss des Geschäftes Konfliktsfälle auf, die von den Parteien nicht bedacht und daher auch nicht ausdrücklich geregelt wurden, dann ist unter Berücksichtigung der übrigen Vertragsbestimmungen und des von den Parteien verfolgten Zwecks zu fragen, welche Lösung redliche und vernünftige Parteien vereinbart hätten. EntscheidungstexteTE OGH 1978-05-18 6 Ob 594/78 TE OGH 1978-06-13 4 Ob 523/78 TE OGH 1981-01-29 7 Ob 700/80 Auch TE OGH 1981-12-15 4 Ob 569/81 Auch TE OGH 1984-11-08 8 Ob 565/83 TE OGH 1985-10-17 6 Ob 643/85 Auch TE OGH 1986-05-28 1 Ob 537/86 Veröff: JBl 1986,721 TE OGH 1986-07-01 14 Ob 105/86 Auch; Beisatz: Hier: Arbeitsvertrag - Entgelt (T1) TE OGH 1986-10-23 8 Ob 609/86 Auch TE OGH 1987-06-16 4 Ob 362/85 Beisatz: Hier: Ergänzung des Architektenhonorars. (T2) Veröff: WBl 1987,240 (Scolik) TE OGH 1987-10-07 3 Ob 502/87 Auch TE OGH 1988-06-15 1 Ob 572/88 TE OGH 1989-02-23 6 Ob 736/88 Veröff: MietSlg XLI/10 TE OGH 1989-12-13 1 Ob 682/89 Auch; Veröff: WBl 1990,149 TE OGH 1990-05-21 1 Ob 573/90 TE OGH 1990-04-26 6 Ob 6/90 TE OGH 1990-10-30 8 Ob 627/89 Auch TE OGH 1990-10-11 7 Ob 613/90 TE OGH 1992-11-26 7 Ob 1657/92 Auch TE OGH 1993-06-22 1 Ob 573/93 Auch TE OGH 1993-12-15 3 Ob 502/94 Auch TE OGH 1994-05-25 3 Ob 513/94 Auch; Veröff: ImmZ 1994,487 TE OGH 1995-02-27 1 Ob 533/95 TE OGH 1995-04-27 8 ObA 269/94 Auch TE OGH 1995-06-20 10 Ob 515/95 Auch TE OGH 1996-05-14 4 Ob 2094/96m Auch; Beisatz: Haben die Vertragschließenden den eingetretenen Problemfall nicht geregelt, so ist der Vertrag ergänzend auszulegen. Dafür kommen vor allem der hypothetische Parteiwille, die Übung des redlichen Verkehrs sowie Treu und Glauben in Frage. (T3) TE OGH 1996-06-25 4 Ob 595/95 Auch; Beis wie T3 TE OGH 1996-12-04 7 Ob 2253/96s Auch; Beis wie T3; Beisatz: Die Frage, was die Parteien gewollt hätten, hätten sie für sie unvorhersehbare Entwicklungen bedacht, kann sich aus der Natur und dem Zweck des Vertrages, aus Vorverhandlungen oder anderen "Umständen des Geschäftes" beantworten. (T4) TE OGH 1996-08-12 4 Ob 2195/96i Auch; Veröff: SZ 69/178 TE OGH 1995-05-10 3 Ob 534/95 TE OGH 1997-02-12 7 Ob 2044/96f Beis wie T3 TE OGH 1997-07-10 2 Ob 2133/96g Vgl auch; Beisatz: Hier: Erbteilungsübereinkommen. (T5) TE OGH 1997-12-22 8 ObA 380/97h Auch; Beisatz: Unbefristete unentgeltliche Überlassung eines vom nunmehr entlassenen Arbeitnehmer entwickelten und ausschließlich von ihm bedienbaren wichtigen Computerprogramms ohne entsprechende Regelung der Auflösung des Vertragsverhältnisses. (T6) TE OGH 2000-11-28 4 Ob 303/00p Vgl auch; Beis wie T3 nur: Haben die Vertragschließenden den eingetretenen Problemfall nicht geregelt, so ist der Vertrag ergänzend auszulegen. (T7) TE OGH 2003-06-24 4 Ob 73/03v Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Suche nach einer angemessenen Regelung hat sich daran zu orientieren, was redliche und vernünftige Parteien bei angemessener Berücksichtigung der Interessen beider Teile vereinbart hätten, wenn sie sich bei Vertragsschluss der Ungültigkeit der von ihnen gewollten Zinsanpassungsklausel bewusst gewesen wären. (T8) Veröff: SZ 2003/73 TE OGH 2004-05-26 9 ObA 65/04f TE OGH 2005-01-26 3 Ob 234/04i Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Als Behelf ergänzender Auslegung kommt zunächst die Frage nach dem hypothetischen Parteiwillen in Betracht. (T9) Veröff: SZ 2005/10 TE OGH 2005-03-22 10 Ob 23/04m Vgl auch; Beis wie T8; Veröff: SZ 2005/46 TE OGH 2005-04-06 9 Ob 62/04i Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Es muss die subjektive Äquivalenz zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gewahrt bleiben. (T10) TE OGH 2005-04-20 7 Ob 222/04h Auch; Beis wie T10 TE OGH 2005-07-27 3 Ob 249/04w Auch; Beis wie T3 TE OGH 2005-08-11 2 Ob 98/03f Vgl auch; Beis wie T10 TE OGH 2005-08-25 6 Ob 157/05i Vgl auch; Beisatz: Ungeachtet der Unredlichkeit aller Beteiligten bei der Steuerhinterziehung kommt es auf die fiktive Absicht redlicher Parteien an, was sie für den nicht vorbedachten Fall vereinbart hätten. (T11) TE OGH 2006-02-16 6 Ob 172/05w Beis ähnlich wie T8 TE OGH 2006-12-19 1 Ob 143/06w Beisatz: Hier haben sich die Parteien - offensichtlich in der irrigen Annahme deren Weitergeltung - den AAB („Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhänder") unterworfen. Es ist daher davon auszugehen, dass die Parteien auch in Kenntnis des „Außerkrafttretens" der AAB deren (jeweiligen) Inhalt zum Inhalt des Auftragsverhältnisses machen wollten. Die AAB sind daher „kraft Vereinbarung" auf das Vertragsverhältnis anwendbar. (T12) TE OGH 2007-04-18 8 Ob 163/06p Auch TE OGH 2007-10-02 4 Ob 151/07w Auch TE OGH 2008-02-07 9 ObA 40/07h Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T9 TE OGH 2008-03-11 4 Ob 248/07k Auch TE OGH 2008-06-26 2 Ob 12/08s TE OGH 2008-11-06 6 Ob 279/07h Vgl TE OGH 2009-02-19 2 Ob 48/08k TE OGH 2009-04-21 4 Ob 28/09k Veröff: SZ 2009/48 TE OGH 2009-09-30 9 ObA 121/08x TE OGH 2010-01-29 1 Ob 233/09k Auch TE OGH 2010-05-19 6 Ob 220/09k Auch; Beisatz: Hier: Der VIBOR (Vorgänger des Euribor) wird in ständiger Rechtsprechung zur Vertragsauslegung qua hypothetischem Parteiwillen herangezogen. (T13) TE OGH 2010-12-15 4 Ob 199/10h Auch; Beisatz: Zweck einer vertraglichen Dokumentationspflicht. (T14) Veröff: SZ 2010/157 TE OGH 2011-11-30 7 Ob 141/11b TE OGH 2011-12-20 4 Ob 137/11t Vgl auch; Beisatz: Hier: Schadenersatzforderung des Werkbestellers gegen den Werkunternehmer wegen einer Mietzinsminderung durch den Mieter aufgrund einer behaupteten Mangelhaftigkeit des Werks/Mietgegenstands. (T15) TE OGH 2012-07-10 4 Ob 105/12p TE OGH 2012-10-15 6 Ob 191/12z Vgl; Beis ähnlich wie T12 TE OGH 2012-08-30 2 Ob 92/11k Veröff: SZ 2012/81 TE OGH 2014-02-17 4 Ob 197/13v Beisatz: Hier: Ergänzende Auslegung eines Schiedsrichtervertrags hinsichtlich des Vergütungsanspruchs bei vorzeitiger Vertragsbeendigung. (T16) TE OGH 2015-02-18 3 Ob 122/14h Auch; Beisatz: Darauf, ob den Parteien das Eintreten des Konflikts vorhersehbar war, kommt es für die Bejahung der ergänzenden Vertragsauslegung nicht an. (T17) Beis wie T10 TE OGH 2015-08-19 3 Ob 94/15t Auch TE OGH 2015-11-25 8 Ob 121/15z TE OGH 2016-02-23 5 Ob 166/15w Beisatz: Hier: Auslegung der in einem Spaltungsvertrag übernommenen Verpflichtung zum Ersatz der Aktivbezüge der bei der übernehmenden Gesellschaft verwendeten Bundesbeamten. (T18) TE OGH 2016-03-29 8 ObA 95/15a Auch TE OGH 2016-06-24 9 ObA 28/16g TE OGH 2017-03-29 6 Ob 58/16x Auch; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Hier: Zur zeitlichen Befristung der Möglichkeit, Schilling‑Briefmarken bei der Österreichischen Post AG in Euro‑Briefmarken umzutauschen. (T19) TE OGH 2017-11-21 4 Ob 142/17m Beisatz: Ergänzende Vertragsauslegung kann in zwei Fällen Platz greifen: Einerseits ist der Vertrag zu ergänzen, wenn feststeht, dass der schriftliche Vertragsinhalt die Absicht der Parteien nicht richtig wiedergibt. Andererseits im Fall einer nachträglich hervorgekommenen, planwidrigen Unvollständigkeit des Vertrags (Vertragslücke, vgl RS0017758). (T20)Beisatz: Ergänzende Vertragsauslegung kann in zwei Fällen Platz greifen: Einerseits ist der Vertrag zu ergänzen, wenn feststeht, dass der schriftliche Vertragsinhalt die Absicht der Parteien nicht richtig wiedergibt. Andererseits im Fall einer nachträglich hervorgekommenen, planwidrigen Unvollständigkeit des Vertrags (Vertragslücke, vergleiche RS0017758). (T20) TE OGH 2018-11-29 2 Ob 102/18s TE OGH 2019-08-29 8 ObA 44/19g TE OGH 2020-09-15 6 Ob 40/20f Beis wie T3 TE OGH 2022-05-24 4 Ob 3/22b Vgl; Beisatz: Hier: planwidrig unvollständiger Fremdwährungskreditvertrag. (T21) TE OGH 2022-11-18 6 Ob 168/22g Vgl; Beisatz: Hier: Im Hinblick auf die Elektrizitätsabgabe unvollständige Stromliefervereinbarung. (T22) TE OGH 2024-10-22 4 Ob 44/24k vgl TE OGH 2025-01-30 5 Ob 36/24s Beisatz wie T3; Beisatz wie T9 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1978:RS0017758

🔗 Zur amtlichen Quelle

KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.