RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0055853 Entscheidungsdatum10.03.2026 GeschäftszahlBkd70/77; Bkd31/80; Bkd73/79; Bkd21/81; Bkd11/82; Bkd26/83; Bkd10/84; Bkd61/82; Bkd75/83; Bkd61/84; Bkd99/84; Bkd87/85; Bkd60/85; Bkd91/85; Bkd63/86; Bkd40/87; Bkd77/87; Bkd44/88; Bkd79/88; Bkd65/88; Bkd115/88; Bkd92/88; Bkd12/89; Bkd94/89; Bkd26/89; Bkd21/90; Bkd28/90; 4Bkd7/97; 3Bkd2/05; 16Bkd2/06; 16Bkd5/06; 16Bkd5/07; 15Bkd1/13; 24Os5/15p; 21Os4/16w; 20Ds13/17t; 26Ds4/17p; 23Ds5/25z NormDSt 1872 §2 C1 DSt 1872 §47 Abs1 Z3 DSt 1872 §53 Z3 RechtssatzDer Rechtsanwalt handelt bei Geltendmachung seiner Honoraransprüche (Kostenprozess und anschließendes Exekutionsverfahren) in "eigener Sache". Daher kein Beschwerderecht der Anzeigerin gegen den Ablassungsbeschluss, da keine "Berufspflichtenverletzung" Gegenstand des Verfahrens war. EntscheidungstexteTE OGH 1978-07-10 Bkd 70/77 Veröff: AnwBl 1979,359 TE OGH 1980-07-07 Bkd 31/80 Beisatz: So schon AnwBl 1970,163. (T1) TE OGH 1980-01-14 Bkd 73/79 Veröff: AnwBl 1980,398 TE OGH 1981-11-30 Bkd 21/81 TE OGH 1982-06-21 Bkd 11/82 nur: Der Rechtsanwalt handelt bei Geltendmachung seiner Honoraransprüche (Kostenprozess und anschließendes Exekutionsverfahren) in "eigener Sache". (T2); Beisatz: Ein Rechtsanwalt kann sich in eigener Sache nie einer Berufspflichtenverletzung schuldig machen (so schon SSt 13/9, Bkd 26/57, Bkd 77/59, Bkd 3/74 ua). (T3) Veröff: AnwBl 1983,137 TE OGH 1983-10-17 Bkd 26/83 nur T2 TE OGH 1984-03-05 Bkd 10/84 Vgl; Beis wie T3 TE OGH 1983-01-17 Bkd 61/82 Beis wie T3; Veröff: AnwBl 1984,492 TE OGH 1984-07-02 Bkd 75/83 Vgl auch; Beis wie T3 TE OGH 1983-07-09 Bkd 61/84 Vgl auch; Beis wie T3 TE OGH 1985-02-18 Bkd 99/84 Beis wie T3 TE OGH 1985-10-14 Bkd 87/85 Beis wie T3 TE OGH 1985-12-16 Bkd 60/85 TE OGH 1986-04-07 Bkd 91/85 Beisatz: Kein Berufungsrecht des Oberstaatsanwalts. (T4) TE OGH 1986-11-10 Bkd 63/86 Beis wie T3 TE OGH 1987-11-30 Bkd 40/87 TE OGH 1988-02-15 Bkd 77/87 Beisatz: Hier: Anmeldung der Honorarforderung im Konkursverfahren bei gleichzeitiger Vertretung der Gemeinschuldner: keine Beschwerdelegitimation der übrigen Konkursgläubiger. (T5) TE OGH 1988-09-19 Bkd 44/88 Beisatz: Der Rechtsanwalt hat aber eine Belehrungspflicht gegenüber dem meist rechtsunkundigen Mandanten (Bkd 88/86). Ein Verstoß gegen diese sich aus der im § 9 RAO verankerten Treuepflicht ergebende Belehrungspflicht bildet jedoch eine Berufspflichtverletzung (siehe Bkd 57/78 und Bkd 59/79). (T6)Beisatz: Der Rechtsanwalt hat aber eine Belehrungspflicht gegenüber dem meist rechtsunkundigen Mandanten (Bkd 88/86). Ein Verstoß gegen diese sich aus der im Paragraph 9, RAO verankerten Treuepflicht ergebende Belehrungspflicht bildet jedoch eine Berufspflichtverletzung (siehe Bkd 57/78 und Bkd 59/79). (T6) TE OGH 1988-11-14 Bkd 79/88 TE OGH 1988-12-05 Bkd 65/88 TE OGH 1989-02-13 Bkd 115/88 nur T2; Beis wie T3 TE OGH 1989-01-16 Bkd 92/88 TE OGH 1989-10-16 Bkd 12/89 Beisatz: In Kostenfragen kann das Verhalten des Anwalts der eigenen Partei gegenüber keine Berufspflichtenverletzung bilden. (T7) TE OGH 1989-11-13 Bkd 94/89 TE OGH 1989-11-27 Bkd 26/89 Vgl auch TE OGH 1990-05-28 Bkd 21/90 Vgl auch; nur T2; Beisatz: Ein unkorrektes Kostenverhalten in eigener Sache ist nicht als Berufspflichtenverletzung zu qualifizieren. (T8) TE OGH 1990-12-17 Bkd 28/90 TE OGH 1998-06-08 4 Bkd 7/97 Auch TE OGH 2006-04-03 3 Bkd 2/05 Ähnlich; Beis wie T3 TE OGH 2006-06-12 16 Bkd 2/06 Auch; nur T2 TE OGH 2006-10-16 16 Bkd 5/06 Auch; nur T2 TE OGH 2008-05-19 16 Bkd 5/07 nur T2; Beis wie T3 TE OGH 2013-11-15 15 Bkd 1/13 Auch; Beis wie T3; Beis wie T6 TE OGH 2015-11-25 24 Os 5/15p Auch TE OGH 2017-06-27 21 Os 4/16w Vgl auch; Beisatz: Eine gegenüber dem Gegner der eigenen Mandantschaft gelegte, nicht dem Gesetz entsprechende Abrechung stellt hingegen sehr wohl eine Berufspflichtenverletzung iSd § 1 Abs 1 erster Fall DSt dar, weil der Rechtsanwalt hier nicht „in eigener Sache“, sondern rechtlich namens seines Klienten vorgeht. (T9)Vgl auch; Beisatz: Eine gegenüber dem Gegner der eigenen Mandantschaft gelegte, nicht dem Gesetz entsprechende Abrechung stellt hingegen sehr wohl eine Berufspflichtenverletzung iSd Paragraph eins, Absatz eins, erster Fall DSt dar, weil der Rechtsanwalt hier nicht „in eigener Sache“, sondern rechtlich namens seines Klienten vorgeht. (T9) TE OGH 2017-11-14 20 Ds 13/17t Vgl auch TE OGH 2018-05-29 26 Ds 4/17p Auch TE OGH 2026-03-10 23 Ds 5/25z vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1978:RS0055853
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.