RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0012087 Entscheidungsdatum26.06.2025 Geschäftszahl5Ob754/78 (5Ob755/78); 4Ob307/79; 4Ob322/79; 4Ob377/80; 5Ob774/80; 4Ob315/81; 4Ob342/80 (4Ob343/80); 4Ob374/81; 4Ob383/81; 4Ob426/81; 7Ob519/82; 7Ob593/81; 4Ob341/82; 4Ob387/83; 7Ob719/83; 4Ob362/84; 4Ob331/86; 4Ob383/86; 4Ob310/87; 4Ob397/87 (4Ob398/87); 4Ob395/87; 4Ob155/90; 4Ob92/92; 4Ob3/94; 4Ob13/94; 4Ob2109/96t; 4Ob2260/96y; 1Ob296/98f; 4Ob192/99k; 6Ob51/01w; 1Ob278/01s; 4Ob38/02w; 6Ob62/02i; 4Ob106/03x; 4Ob57/03s; 4Ob126/03p; 1Ob28/06h; 7Ob78/06f; 4Ob154/06k; 4Ob6/07x; 17Ob18/07g; 10Ob85/07h; 17Ob1/08h; 4Ob27/08m; 17Ob12/08a; 4Ob171/08p; 4Ob5/09b; 9Ob9/08a; 9Ob66/08h; 6Ob27/09b; 4Ob36/09m; 4Ob156/09h; 2Ob1/09z; 4Ob164/10m; 4Ob74/11b; 4Ob139/11m; 4Ob104/11i; 2Ob215/10x; 10Ob33/13w; 7Ob118/13y; 4Ob113/13s; 10Ob28/14m; 5Ob149/14v; 1Ob150/14m; 4Ob139/16v; 1Ob196/16d; 4Ob36/17y; 6Ob228/16x; 4Ob175/17i; 1Ob211/17m; 4Ob234/17s; 4Ob96/18y; 5Ob33/18s; 4Ob179/18d; 9Ob29/19h; 4Ob13/20w; 8Ob121/21h; 2Ob116/23g; 1Ob126/23w; 6Ob191/23s; 6Ob184/24p; 2Ob118/25d NormABGB §523 A ABGB §523 Cc KSchG §28 Abs2 MSchG §10 Abs1 UWG §14 A2 ZPO §226 IIB12 RechtssatzBei Beurteilung des Bestehens der Wiederholungsgefahr ist stets maßgebend, ob dem Verhalten des Beklagten in seiner Gesamtheit gewichtige Anhaltspunkte dafür entnommen werden können, dass er ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen. EntscheidungstexteTE OGH 1979-01-09 5 Ob 754/78 TE OGH 1979-03-13 4 Ob 307/79 TE OGH 1979-04-10 4 Ob 322/79 TE OGH 1980-11-04 4 Ob 377/80 TE OGH 1981-02-24 5 Ob 774/80 Beisatz: Für die Ernstlichkeit der Unterlassungserklärung spricht, wenn der in Anspruch genommene die Prozessführung unter vorbehaltsloser Anerkennung des Rechtsstandpunktes des Gegners auf die Frage beschränkt, ob die Wiederholungsgefahr vorliege. (T1) Veröff: MietSlg 33630 TE OGH 1981-03-24 4 Ob 315/81 TE OGH 1981-05-05 4 Ob 342/80 Veröff: ÖBl 1981,122 TE OGH 1981-09-15 4 Ob 374/81 TE OGH 1981-11-04 4 Ob 383/81 TE OGH 1982-01-19 4 Ob 426/81 TE OGH 1982-04-02 7 Ob 519/82 Auch TE OGH 1982-04-29 7 Ob 593/81 Veröff: SZ 55/61 TE OGH 1982-06-15 4 Ob 341/82 TE OGH 1983-11-08 4 Ob 387/83 Beisatz: "Flüssiggasflaschenabfüllung" (T2) TE OGH 1983-11-29 7 Ob 719/83 Auch TE OGH 1984-09-25 4 Ob 362/84 Veröff: ÖBl 1985,43 TE OGH 1986-05-13 4 Ob 331/86 TE OGH 1986-12-02 4 Ob 383/86 Veröff: ÖBl 1988,79 (s.F. Prunbauer, S 63) TE OGH 1987-06-30 4 Ob 310/87 Beisatz: Die bloße Behauptung des Beklagten, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen, reicht hiezu nicht aus. (T3) TE OGH 1987-11-17 4 Ob 397/87 Beisatz: Die Auffassung, dass der Verletzer den Sinneswandel nur durch das Angebot eines umfassenden vollstreckbaren Unterlassungsvergleiches oder durch Einhalten eines mit einem Dritten geschlossenen Unterlassungsvergleiches dokumentieren könne, trifft daher nicht zu. (T4) Veröff: MR 1987,220 TE OGH 1987-11-30 4 Ob 395/87 Veröff: MR 1988,59 = ÖBl 1989,52 TE OGH 1990-11-06 4 Ob 155/90 Veröff: ÖBl 1991,138 = MR 1991,70 (M. Walter) = ÖBl 1991,134 TE OGH 1992-10-20 4 Ob 92/92 Vgl auch; Beisatz: Die Beurteilung, ob dem Verhalten des Störers gewichtige Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass er ernstlich gewillt ist, von künftigen gesetzwidrigen Handlungen Abstand zu nehmen, hängt immer von den Besonderheiten des einzelnen Falles ab. (T5) TE OGH 1994-01-25 4 Ob 3/94 Beis wie T3; Beisatz: Ob das Verhalten dem Kläger oder einem Dritten gegenüber gesetzt wurde, ist ohne Bedeutung. (T6) TE OGH 1994-03-08 4 Ob 13/94 Auch TE OGH 1996-05-29 4 Ob 2109/96t TE OGH 1996-10-01 4 Ob 2260/96y TE OGH 1999-03-23 1 Ob 296/98f Auch; Beisatz: Wenn das Verhalten des Beklagten auch nur unklar und zwiespältig ist, ist die Gewähr für das Unterbleiben künftiger Verstöße nicht gegeben. (T7) Veröff: SZ 72/49 TE OGH 1999-09-14 4 Ob 192/99k Auch; Beis wie T5 TE OGH 2001-03-15 6 Ob 51/01w Auch; Beis wie T4 nur: Die Auffassung, dass der Verletzer den Sinneswandel nur durch das Angebot eines umfassenden Unterlassungsvergleiches dokumentieren könne, trifft nicht zu. (T8) TE OGH 2001-11-27 1 Ob 278/01s Beis wie T5; Beis wie T7 TE OGH 2002-03-13 4 Ob 38/02w Beisatz: Das ist (unter anderem) dann der Fall, wenn der Verletzer einen den ganzen Unterlassungsanspruch umfassenden, an keinerlei Bedingungen geknüpften Vergleich anbietet und nach den Umständen keine Bedenken gegen die Ernstlichkeit seines Willens bestehen, von gleichartigen Handlungen künftig Abstand zu nehmen. (T9) TE OGH 2002-12-12 6 Ob 62/02i TE OGH 2003-05-20 4 Ob 106/03x TE OGH 2003-04-29 4 Ob 57/03s Auch TE OGH 2003-09-23 4 Ob 126/03p Beisatz: Dabei kommt es immer auf die Art des Eingriffs und die Willensrichtung des Störers an, für welche insbesondere sein Verhalten nach der Beanstandung und während des Rechtsstreits wichtige Anhaltspunkte bieten kann. (T10) TE OGH 2006-05-16 1 Ob 28/06h Auch; Beis wie T5 TE OGH 2006-10-11 7 Ob 78/06f Auch; Beisatz: Wenn die Beklagte im Verfahren darauf beharrt, dass ein Teil der Klauseln gesetzmäßig Verwendung finde, ist mangels Anbots eines umfassenden vollstreckbaren Unterlassungsvergleichs weiter die Wiederholungsgefahr gegeben. (T11); Beisatz: Hier: Verbandsklage gemäß § 28 KSchG hinsichtlich Zulässigkeit von Mietvertragsklauseln. (T12)Auch; Beisatz: Wenn die Beklagte im Verfahren darauf beharrt, dass ein Teil der Klauseln gesetzmäßig Verwendung finde, ist mangels Anbots eines umfassenden vollstreckbaren Unterlassungsvergleichs weiter die Wiederholungsgefahr gegeben. (T11); Beisatz: Hier: Verbandsklage gemäß Paragraph 28, KSchG hinsichtlich Zulässigkeit von Mietvertragsklauseln. (T12) TE OGH 2006-11-21 4 Ob 154/06k Beis wie T7; Beisatz: Die bloße Zusage, von künftigen Störungen Abstand nehmen zu wollen, reicht nach der Rechtsprechung insbesondere dann nicht aus, wenn die Erklärung unter dem Druck eines drohenden Prozesses abgegeben wurde. (T13) Beisatz: Hier: Markenrechtsverletzung. (T14) TE OGH 2007-03-20 4 Ob 6/07x Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T10; Beisatz: Das Angebot einer exekutionsfähigen Verpflichtung ist in Fällen, in denen der Störer seinen Wettbewerbsverstoß nicht bestreitet, keineswegs das einzige Verhalten, aus dem auf den Wegfall der Wiederholungsgefahr geschlossen werden kann. (T15) Beisatz: Auch die Beseitigung des durch die Störung herbeigeführten rechtswidrigen Zustands wird von der Rechtsprechung nicht als in allen Fällen notwendige Voraussetzung angesehen, um den Wegfall der Wiederholungsgefahr annehmen zu können. (T16) TE OGH 2007-07-10 17 Ob 18/07g TE OGH 2007-12-18 10 Ob 85/07h Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T9 TE OGH 2008-04-08 17 Ob 1/08h Beis wie T13 TE OGH 2008-04-08 4 Ob 27/08m TE OGH 2008-09-23 17 Ob 12/08a Auch; Beis wie T11 TE OGH 2008-11-18 4 Ob 171/08p Beisatz: Auch eine gegenüber Dritten übernommene Unterlassungsverpflichtung kann unter Umständen die Vermutung der Wiederholungsgefahr ganz allgemein entfallen lassen. Allerdings ist auch in diesem Fall zu prüfen, ob die Unterlassungserklärung tatsächlich ein Indiz für eine echte Sinnesänderung des Beklagten ist und dem Kläger eine entsprechende Sicherheit für das Unterbleiben weiterer Störungen bietet. (T17) TE OGH 2009-02-24 4 Ob 5/09b TE OGH 2009-04-01 9 Ob 9/08a Beisatz: Bei der Beurteilung der Wiederholungsgefahr ist auf den Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung in erster Instanz abzustellen. (T18) TE OGH 2009-04-01 9 Ob 66/08h TE OGH 2009-03-26 6 Ob 27/09b Beis wie T5; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch nach § 364 Abs 2 ABGB. (T19)Beis wie T5; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch nach Paragraph 364, Absatz 2, ABGB. (T19) TE OGH 2009-05-12 4 Ob 36/09m Beisatz: Hier: Anfertigung von Fotos durch den Beklagten ausschließlich über Anweisung des Dienstgebers und in dessen alleinigem Interesse; der Beklagte ist bereits seit mehreren Jahren nicht mehr beim gleichen Dienstgeber beschäftigt: Wegfall der Wiederholungsgefahr. (T20) TE OGH 2009-09-29 4 Ob 156/09h Vgl TE OGH 2010-04-22 2 Ob 1/09z Veröff: SZ 2010/41 TE OGH 2010-12-15 4 Ob 164/10m Beis wie T7 TE OGH 2011-08-09 4 Ob 74/11b Beis ähnlich wie T9 TE OGH 2011-10-19 4 Ob 139/11m Beis wie T13 TE OGH 2012-01-17 4 Ob 104/11i TE OGH 2012-02-27 2 Ob 215/10x Auch Veröff: SZ 2012/20 TE OGH 2013-06-25 10 Ob 33/13w TE OGH 2013-09-04 7 Ob 118/13y Vgl auch; Vgl auch Beis wie T9; Vgl auch Beis wie T11; Veröff: SZ 2013/81 TE OGH 2013-11-19 4 Ob 113/13s Auch TE OGH 2014-07-15 10 Ob 28/14m TE OGH 2014-09-26 5 Ob 149/14v Auch TE OGH 2014-09-18 1 Ob 150/14m Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T21) TE OGH 2016-07-12 4 Ob 139/16v TE OGH 2016-11-23 1 Ob 196/16d Beis wie T9; Beisatz: Hier: Akzessorität der vorprozessualen Anwaltskosten, da der zugrundeliegende Unterlassungsanspruch des Klägers infolge weiter bestehender Wiederholungsgefahr als aufrecht zu beurteilen ist. (T22) TE OGH 2017-03-28 4 Ob 36/17y Auch; Beis wie T10 TE OGH 2017-08-29 6 Ob 228/16x TE OGH 2017-10-24 4 Ob 175/17i Auch; Beis wie T5; Beis wie T10 TE OGH 2017-11-29 1 Ob 211/17m TE OGH 2018-03-22 4 Ob 234/17s Auch TE OGH 2018-05-29 4 Ob 96/18y Beis wie T5 TE OGH 2018-08-28 5 Ob 33/18s Beis wie T9 TE OGH 2018-10-23 4 Ob 179/18d Beis wie T10; Beisatz: Das Vorliegen eines Unterlassungstitels aus einem anderen Verbandsverfahren nach §§ 28, 29 KSchG beseitigt die Wiederholungsgefahr nicht. (T23)Beis wie T10; Beisatz: Das Vorliegen eines Unterlassungstitels aus einem anderen Verbandsverfahren nach Paragraphen 28, 29, KSchG beseitigt die Wiederholungsgefahr nicht. (T23) TE OGH 2019-07-23 9 Ob 29/19h TE OGH 2020-02-21 4 Ob 13/20w TE OGH 2021-11-29 8 Ob 121/21h Vgl TE OGH 2023-06-27 2 Ob 116/23g Beisatz: Hier: Besitzstörung. Zwiespältiges Verhalten. (T24) TE OGH 2023-09-20 1 Ob 126/23w Beisatz wie T9: Hier: Dadurch, dass sich der Beklagte mit vollstreckbarem Vergleich verpflichtete, die „Wartung“ des Wegs künftig nur durch Dritte (familienfremde Personen) durchführen zu lassen, entfiel die Gefahr, dass er solche Arbeiten künftig (selbst) vornehmen werde. (T25) TE OGH 2023-10-23 6 Ob 191/23s vgl; Beisatz wie T5 TE OGH 2024-11-06 6 Ob 184/24p TE OGH 2025-06-26 2 Ob 118/25d Beisatz wie T9 Beisatz: Hier: Keine aufzugreifende Fehlbeurteilung des Berufungsgerichts, wenn dieses ungeachtet des Umstands, dass die Beklagte den Abschluss eines vollstreckbaren Unterlassungsvergleichs im Umfang des Klagebegehrens anbot, aufgrund des sonstigen Verhaltens der Beklagten die Wiederholungsgefahr bejahte. (T26) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1979:RS0012087
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