← Österreich

{'item': '3Ob522/78; 6Ob596/83; 8Ob515/85; 1Ob586/85; 7Ob569/85; 1Ob585/86; 7Ob626/86; 4Ob166/90 (4Ob167/90); 4Ob538/91 (4Ob539/91); 4Ob146/93; 1Ob524

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0030805 Entscheidungsdatum19.11.2025 Geschäftszahl3Ob522/78; 6Ob596/83; 8Ob515/85; 1Ob586/85; 7Ob569/85; 1Ob585/86; 7Ob626/86; 4Ob166/90 (4Ob167/90); 4Ob538/91 (4Ob539/91); 4Ob146/93; 1Ob524/94; 6Ob48/01d; 6Ob191/05i; 7Ob287/05i; 1Ob143/10a; 9Ob3/11y; 1Ob175/11h; 16Ok1/12; 1Ob166/12m; 6Ob182/13b; 7Ob159/17h; 5Ob34/24x; 8Ob12/24h; 8Ob7/24y; 7Ob165/25b NormABGB §879 BIIo ABGB idF BGBl 1979/140 §879 Abs3 EABGB in der Fassung BGBl 1979/140 §879 Abs3 E RechtssatzFür eine Gebietskörperschaft mit Monopolstellung in ihrem Versorgungsgebiet besteht Kontrahierungszwang zu angemessenen Bedingungen (hier Gemeinde auf dem Gebiet der Stromversorgung vor Nov - § 879 Abs 3 ABGB idF BGBl 1979/140).Für eine Gebietskörperschaft mit Monopolstellung in ihrem Versorgungsgebiet besteht Kontrahierungszwang zu angemessenen Bedingungen (hier Gemeinde auf dem Gebiet der Stromversorgung vor Nov - Paragraph 879, Absatz 3, ABGB in der Fassung BGBl 1979/140). EntscheidungstexteTE OGH 1979-03-28 3 Ob 522/78 Veröff: SZ 52/52 = ÖZW 1979,109 (ablehnende Glosse von Plöchl) = JBl 1981,260 (zustimmend Wilhelm) TE OGH 1983-06-16 6 Ob 596/83 Veröff: RdW 1983,72 TE OGH 1985-02-21 8 Ob 515/85 nur: Für eine Gebietskörperschaft mit Monopolstellung in ihrem Versorgungsgebiet besteht Kontrahierungszwang zu angemessenen Bedingungen. (T1) Beisatz: Hier: Stromversorgung durch Kärntner Elektrizitäts - AG. (T2) Veröff: EvBl 1985/169 S 754 TE OGH 1985-05-08 1 Ob 586/85 Auch; Beis wie T2 Veröff: SZ 58/72 TE OGH 1986-03-13 7 Ob 569/85 Ähnlich; Beisatz: § 13 Ktn ElektrizitätswirtschaftsG (Pkt 6 der Anlage III/5 der allgemeinen Versorgungsbedingungen der Kelag. (T3) Veröff: SZ 59/49 = ÖZW 1987,24 (P Bydlinski) = JBl 1987,107Ähnlich; Beisatz: Paragraph 13, Ktn ElektrizitätswirtschaftsG (Pkt 6 der Anlage III/5 der allgemeinen Versorgungsbedingungen der Kelag. (T3) Veröff: SZ 59/49 = ÖZW 1987,24 (P Bydlinski) = JBl 1987,107 TE OGH 1986-09-03 1 Ob 585/86 nur T1; Beis wie T2 TE OGH 1986-09-18 7 Ob 626/86 Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Sittenwidrigkeit liegt vor, wenn die Interessenabwägung eine grobe Verletzung rechtlich geschützter Interessen oder bei einer Interessenkollision ein grobes Mißverhältnis zwischen den verletzten und geförderten Interessen ergibt. (T4) Veröff: ÖZW 1987,60 (P Bydlinski) TE OGH 1990-11-20 4 Ob 166/90 Auch; Veröff: MR 1991,121 TE OGH 1991-09-10 4 Ob 538/91 Vgl auch; Beisatz: Die öffentliche Hand kann auch wegen der sie treffenden Pflicht zur Gleichbehandlung gezwungen sein, Rechtsgeschäfte abzuschließen. (T5) Veröff: WBl 1992,21 (St Müller) = RdW 1992,108 = ecolex 1992,18 TE OGH 1993-11-30 4 Ob 146/93 Auch TE OGH 1994-05-30 1 Ob 524/94 Auch; nur T1; Beis wie T5 TE OGH 2002-01-31 6 Ob 48/01d Auch; Beis wie T5 Veröff: SZ 2002/15 TE OGH 2005-10-06 6 Ob 191/05i Vgl auch; Beisatz: Der Monopolist muss, wenn ihm ein Vertragsabschluss zumutbar ist, einen guten (sachlichen) Grund für die Verweigerung eines Vertragsabschlusses haben. (T6) Beisatz: Hier: Kontrahierungszwang besteht auch für einen Gestattungsvertrag über die Aufstellung eines Warenständers auf öffentlichem Gut. (T7) TE OGH 2005-12-14 7 Ob 287/05i Beis wie T7 TE OGH 2010-09-14 1 Ob 143/10a nur T1; Beisatz: Hier: Wasserversorgungsverträge. (T8) TE OGH 2011-03-30 9 Ob 3/11y Vgl; Beis wie T7 TE OGH 2011-10-13 1 Ob 175/11h Vgl auch; nur T1; Beis ähnlich wie T7 TE OGH 2012-10-11 16 Ok 1/12 Vgl; Beisatz: Nicht monopolistische Unternehmen der öffentlichen Hand sind soweit zum Vertragsabschluss verhalten, als dessen Verweigerung ihrer Pflicht zur Gleichbehandlung widerspräche. (T9) TE OGH 2012-10-11 1 Ob 166/12m Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T7 TE OGH 2013-11-28 6 Ob 182/13b Vgl; Beisatz: Der Monopolist kann Wasserbezugsverträge grundsätzlich aus wichtigem Grund mittels außerordentlicher Änderungskündigung beenden. Dies schließt ein, dass der Monopolist im Zuge einer solchen berechtigten Änderungskündigung bereit sein muss, mit den betroffenen Kunden neue Verträge mit angemessenen Bedingungen abzuschließen, die dem Monopolisten einen kostendeckenden Betrieb ermöglichen. (T10) TE OGH 2018-02-21 7 Ob 159/17h Vgl TE OGH 2024-04-22 5 Ob 34/24x Beisatz wie T1 TE OGH 2024-05-22 8 Ob 12/24h nur T1 TE OGH 2024-05-22 8 Ob 7/24y Beisatz wie T10 TE OGH 2025-11-19 7 Ob 165/25b vgl; nur T1 Beisatz: Allerdings darf selbst ein Unternehmen aus dem Bereich der Daseinsvorsorge ein Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund mittels außerordentlicher Änderungskündigung beenden, um mit den betroffenen Kunden neue Verträge mit angemessenen Bedingungen abzuschließen, die dem Monopolisten einen kostendeckenden Betrieb ermöglichen. (T11) Beisatz: Hier: Stromliefervertrag. (T12) Beisatz: Für die hier vorliegende Konstellation der Stromversorgung steht es dem Verbraucher bereits infolge der bestehenden Liberalisierung des Strommarkts – unabhängig von möglicherweise in wettbewerbsrechtlicher Hinsicht bestehendem Verbesserungsbedarf – ohnehin frei, aus verschiedenen Stromanbietern zu wählen. (T13) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1979:RS0030805

🔗 Zur amtlichen Quelle

KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.