RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0030157 Entscheidungsdatum20.01.2026 Geschäftszahl8Ob201/79 (8Ob202/79); 5Ob510/81; 6Ob658/81; 8Ob266/81; 2Ob206/81; 6Ob501/82; 1Ob670/82; 1Ob683/82; 7Ob592/82; 7Ob796/82; 6Ob562/83; 7Ob649/83; 2Ob624/84; 3Ob626/89; 8Ob592/92; 2Ob18/93; 1Ob646/94 (1Ob647/94); 1Ob2351/96h; 6Ob264/98m; 7Ob61/99t; 6Ob47/01g; 2Ob13/01b; 8Ob91/02v; 1Ob25/02m; 1Ob221/03m; 8Ob125/03w; 9Ob132/04h; 2Ob128/07y; 5Ob224/11v; 2Ob85/11f; 5Ob5/13s; 1Ob35/13y; 2Ob196/12f; 2Ob167/12s; 2Ob66/14s; 8Ob6/15p; 2Ob25/15p; 8Ob110/15g; 4Ob20/18x; 6Ob64/18g; 7Ob19/19y; 5Ob168/19w; 2Ob172/20p; 6Ob26/23a; 4Ob83/24w; 2Ob119/24z; 7Ob70/25g; 2Ob214/25x; 4Ob163/25m NormABGB §1320 A RechtssatzWelche Verwahrung und Beaufsichtigung durch den Tierhalter im Einzelfall erforderlich ist, hängt von den Umständen des Falles ab. Die Vorkehrungen müssen dem Tierhalter zumutbar sein. (hier: Viehweide im Alpgebiet) EntscheidungstexteTE OGH 1979-11-08 8 Ob 201/79 TE OGH 1981-10-20 5 Ob 510/81 nur: Welche Verwahrung und Beaufsichtigung durch den Tierhalter im Einzelfall erforderlich ist, hängt von den Umständen des Falles ab. (T1) TE OGH 1982-01-20 6 Ob 658/81 Veröff: JBl 1982,494 TE OGH 1982-01-14 8 Ob 266/81 Beisatz: Kalb auf Weide. (T2) TE OGH 1982-01-26 2 Ob 206/81 nur T1; Veröff: ZVR 1982/327 S 277 TE OGH 1982-01-27 6 Ob 501/82 Veröff: RZ 1981/27 S 100 TE OGH 1982-07-07 1 Ob 670/82 nur T1 TE OGH 1982-09-15 1 Ob 683/82 nur T1 TE OGH 1982-10-21 7 Ob 592/82 Veröff: SZ 65/106 TE OGH 1983-02-17 7 Ob 796/82 nur T1 TE OGH 1983-06-09 6 Ob 562/83 TE OGH 1983-01-23 7 Ob 649/83 nur T1 TE OGH 1984-10-09 2 Ob 624/84 nur: Welche Verwahrung und Beaufsichtigung durch den Tierhalter im Einzelfall erforderlich ist, hängt von den Umständen des Falles ab. Die Vorkehrungen müssen dem Tierhalter zumutbar sein. (T3) Veröff: RZ 1985/28 S 89 TE OGH 1990-06-27 3 Ob 626/89 Auch TE OGH 1992-07-09 8 Ob 592/92 TE OGH 1994-06-30 2 Ob 18/93 TE OGH 1995-03-27 1 Ob 646/94 Auch; Beisatz: Bedeutsam ist, welche Verwahrungsmaßnahmen noch zumutbar sind, da bei übertriebenen Sorgfaltsanforderungen unter Umständen ein Tier nicht entsprechend verwendet werden kann. (T4) TE OGH 1996-11-26 1 Ob 2351/96h Auch; nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Das Maß der erforderlichen Aufsicht und Verwahrung ist in elastischer und den Umständen des Einzelfalls Rechnung tragender Weise zu bestimmen. (T5) TE OGH 1998-12-18 6 Ob 264/98m Auch; nur T1; Beisatz: Kein genereller Linienzwang (T6) TE OGH 1999-04-14 7 Ob 61/99t nur T1 TE OGH 2001-03-29 6 Ob 47/01g nur T1; Beisatz: Es muss dem Halter möglich sein, das Verhalten seines Tiers im Bedarfsfall wirkungsvoll zu beeinflussen. (T7) TE OGH 2001-09-06 2 Ob 13/01b Auch; nur T1 TE OGH 2002-06-13 8 Ob 91/02v Auch; Beisatz: Eine Abzäunung eines Weges auf einer Almweide ist weder üblich noch zumutbar. Sollten auf der Weide aggressive Tiere gehalten werden, sind sie allerdings gesondert zu verwahren, sodass sie sich dem Weg nicht nähern können. Es besteht infolgedessen auch keine besondere Pflicht der Agrargemeinde oder des einzelnen Tierhalters, Wanderer vor dem Betreten eines Weges zu warnen, der über eine Weide führt, auf der Tiere gehalten werden, die als nicht aggressiv bekannt sind. (T8) TE OGH 2002-12-13 1 Ob 25/02m nur T1 TE OGH 2003-10-17 1 Ob 221/03m Auch; nur T1 TE OGH 2003-11-25 8 Ob 125/03w nur T1 TE OGH 2005-06-06 9 Ob 132/04h nur T1; Beis wie T5 TE OGH 2007-06-28 2 Ob 128/07y Beisatz: Kälber. (T9) Beisatz: Ob dem Halter des Tieres nach den jeweiligen Gegebenheiten der Nachweis gelungen ist, die objektiv gebotene und zumutbare Sorgfalt eingehalten zu haben, ist eine im Beurteilungsspielraum des Berufungsgerichtes gelegene Einzelfallbeurteilung, der keine erhebliche Bedeutung iS des § 502 Abs 1 ZPO zukommt. (T10)Beisatz: Ob dem Halter des Tieres nach den jeweiligen Gegebenheiten der Nachweis gelungen ist, die objektiv gebotene und zumutbare Sorgfalt eingehalten zu haben, ist eine im Beurteilungsspielraum des Berufungsgerichtes gelegene Einzelfallbeurteilung, der keine erhebliche Bedeutung iS des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO zukommt. (T10) TE OGH 2011-12-13 5 Ob 224/11v Auch; nur T1 TE OGH 2012-06-28 2 Ob 85/11f TE OGH 2013-02-14 5 Ob 5/13s Auch; nur T1 TE OGH 2013-03-14 1 Ob 35/13y Auch; nur T1 TE OGH 2013-02-21 2 Ob 196/12f nur T3 TE OGH 2013-05-29 2 Ob 167/12s Auch TE OGH 2014-06-12 2 Ob 66/14s nur T3; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: „Hyperaktiver“ etwa 23 kg schwerer Hund (Malinois), der bekanntermaßen bereits einen Skateboardfahrer „gezwickt“ hatte. (T11) TE OGH 2015-01-23 8 Ob 6/15p Auch; nur T1 TE OGH 2015-02-18 2 Ob 25/15p Auch; Beis wie T10 TE OGH 2015-11-25 8 Ob 110/15g Auch; nur T1 TE OGH 2018-02-20 4 Ob 20/18x Beis wie T10 TE OGH 2018-05-24 6 Ob 64/18g Auch; Beis wie T10 TE OGH 2019-02-27 7 Ob 19/19y Auch; Beis wie T10 TE OGH 2020-04-30 5 Ob 168/19w Beis wie T10; Beisatz: Wenn im Einzelfall eine besondere Gefahrensituation besteht und diese – wie hier – in örtlicher Hinsicht eingegrenzt werden kann, so sind auch im Almgebiet erhöhte Anforderungen an die erforderliche Verwahrung und Beaufsichtigung zu stellen und zumutbare zusätzliche Sicherungsmaßnahmen zu fordern. (T12) TE OGH 2020-12-18 2 Ob 172/20p Vgl; Beisatz: Hier: Pferdekoppel. (T12) TE OGH 2023-04-18 6 Ob 26/23a vgl; Beisatz wie T10 Beisatz: Hier: Für die Beklagte wäre die Gefährdung anderer Personen durch ihren 27 kg schweren, im schnellen Lauf befindlichen Hund erkennbar gewesen. (T14) TE OGH 2024-05-23 4 Ob 83/24w vgl; Beisatz nur wie T10 TE OGH 2024-07-25 2 Ob 119/24z Beisatz: Objektive Sorgfaltspflicht beim Spazieren mit einem folgsamen Hund auf einem Geh- und Radweg erfüllt, wenn dieser wie in der einschlägigen Verordnung vorgesehen, an der "virtuellen Leine" geführt wird. (T15) TE OGH 2025-04-22 7 Ob 70/25g nur T1 Beisatz: Hier: freie Weidehaltung von Mutterkühen mit Kälbern (T16) TE OGH 2026-01-20 2 Ob 214/25x Beisatz wie T10: Hier: Verstoß gegen die objektiven Sorgfaltspflichten vertretbar verneint, wenn der Kunststoffverschluss einer Leine, die für die Größe des Hundes angemessen ist, unvorhersehbar bricht, der Hund dadurch auf einen anderen Hund zuläuft und dessen Halterin dadurch stürzt. (T17) TE OGH 2025-12-16 4 Ob 163/25m Beisatz wie T10 Beisatz: Hier: Verstoß gegen die objektiven Sorgfaltspflichten vertretbar bejaht, da Beklagte – wenn auch nur für wenige Sekunden – keine Sicht mehr auf den nicht angeleinten Hund hatte, zumal sie dadurch die Möglichkeit verlor, auf dessen (unerwünschtes) Verhalten Einfluss zu nehmen. (T18) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1979:RS0030157
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.