RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0020790 Entscheidungsdatum28.10.2025 Geschäftszahl4Ob513/79; 1Ob508/82; 6Ob541/85; 3Ob532/87; 2Ob516/87; 1Ob698/89; 7Ob563/90; 3Ob571/91; 3Ob523/92; 1Ob42/92; 3Ob116/92; 2Ob527/94; 4Ob601/95; 4Ob2194/96t; 7Ob149/98g; 5Ob97/99x; 4Ob110/99a; 5Ob56/04b; 9Ob16/05a; 5Ob13/07h; 6Ob198/08y; 1Ob223/08p; 2Ob108/10m; 2Ob196/11d; 6Ob31/15z; 7Ob104/18x; 4Ob190/20z; 3Ob150/25t NormABGB §1114 ZPO §569 MRG §29 RechtssatzDie in den § 1114 ABGB, § 569 ZPO aufgestellte Vermutung ist insbesondere dann als widerlegt anzusehen, wenn der betreffende Vertragspartner seinen Willen, eine stillschweigende Erneuerung des Vertrages zu verhindern, durch unverzügliche, nach außen erkennbare Erklärungen und Handlungen so deutlich zum Ausdruck gebracht hat, dass bei objektiver Würdigung kein Zweifel an seiner ernstlichen Ablehnung einer solchen Vertragserneuerung aufkommen kann.Die in den Paragraph 1114, ABGB, Paragraph 569, ZPO aufgestellte Vermutung ist insbesondere dann als widerlegt anzusehen, wenn der betreffende Vertragspartner seinen Willen, eine stillschweigende Erneuerung des Vertrages zu verhindern, durch unverzügliche, nach außen erkennbare Erklärungen und Handlungen so deutlich zum Ausdruck gebracht hat, dass bei objektiver Würdigung kein Zweifel an seiner ernstlichen Ablehnung einer solchen Vertragserneuerung aufkommen kann. EntscheidungstexteTE OGH 1979-11-12 4 Ob 513/79 TE OGH 1982-02-17 1 Ob 508/82 TE OGH 1986-10-09 6 Ob 541/85 Auch; Veröff: RdW 1987,258 = JBl 1987,659 (Böhm) = MietSlg XXXVIII/39 TE OGH 1987-09-23 3 Ob 532/87 Veröff: SZ 60/182 = JBl 1988,450 = MietSlg XXXIX/40 TE OGH 1988-01-28 2 Ob 516/87 Vgl auch TE OGH 1989-11-15 1 Ob 698/89 TE OGH 1990-05-17 7 Ob 563/90 Veröff: WoBl 1992,55 (Hanel) TE OGH 1991-11-13 3 Ob 571/91 Auch; Veröff: WoBl 1992,77 (Hanel) TE OGH 1992-03-25 3 Ob 523/92 Veröff: WoBl 1992,117 (Hanel) TE OGH 1992-12-15 1 Ob 42/92 Auch; Veröff: JBl 1993,587 (Watzl) TE OGH 1993-11-10 3 Ob 116/92 TE OGH 1994-03-03 2 Ob 527/94 TE OGH 1995-12-18 4 Ob 601/95 Auch TE OGH 1996-10-01 4 Ob 2194/96t Auch TE OGH 1999-03-30 7 Ob 149/98g TE OGH 1999-04-27 5 Ob 97/99x Vgl auch TE OGH 1999-11-09 4 Ob 110/99a Auch TE OGH 2004-03-23 5 Ob 56/04b Beisatz: Bei der Beurteilung des Verhaltens eines Bestandgebers ist dem Gericht ein Beurteilungsspielraum eingeräumt, in dem alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind. Nur wenn dieser Beurteilungsspielraum verlassen wird, stellt das eine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 528 Abs 1 ZPO dar. (T1)Beisatz: Bei der Beurteilung des Verhaltens eines Bestandgebers ist dem Gericht ein Beurteilungsspielraum eingeräumt, in dem alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind. Nur wenn dieser Beurteilungsspielraum verlassen wird, stellt das eine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des Paragraph 528, Absatz eins, ZPO dar. (T1) TE OGH 2005-04-06 9 Ob 16/05a Auch TE OGH 2007-01-30 5 Ob 13/07h Beis wie T1 TE OGH 2008-11-06 6 Ob 198/08y TE OGH 2009-05-26 1 Ob 223/08p Vgl auch; Beisatz: Zur Widerlegung der Rechtsvermutung des § 569 ZPO bzw § 1114 Satz 3 ABGB genügt jede im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Endtermin stehende eindeutige Ablehnung der Vertragsverlängerung. (T2)Vgl auch; Beisatz: Zur Widerlegung der Rechtsvermutung des Paragraph 569, ZPO bzw Paragraph 1114, Satz 3 ABGB genügt jede im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Endtermin stehende eindeutige Ablehnung der Vertragsverlängerung. (T2) TE OGH 2010-09-15 2 Ob 108/10m Auch; Beis wie T2 TE OGH 2011-12-22 2 Ob 196/11d Beisatz: Fährt der Bestandnehmer länger als 14 Tage nach Ablauf der Bestandzeit mit dem Gebrauch der Bestandsache fort und lässt es der Bestandgeber dabei bewenden, ohne bis dahin seiner Ablehnung einer Vertragsfortsetzung Ausdruck verliehen zu haben, ist die Erneuerung des Vertrags bereits eingetreten. Sie kann durch ein nachfolgendes Verhalten des Bestandgebers nicht mehr beseitigt werden. (T3) TE OGH 2015-03-19 6 Ob 31/15z Vgl auch; Beis wie T1 TE OGH 2018-11-21 7 Ob 104/18x TE OGH 2021-01-26 4 Ob 190/20z TE OGH 2025-10-28 3 Ob 150/25t Beisatz: Hier: Die Vermieterin verlängerte die Räumungsfrist der Mieterin, wobei sie auf den prekaristischen Charakter des Nutzungsverhältnisses hinwies. (T4) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1979:RS0020790
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