RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0098646 Entscheidungsdatum24.03.2026 Geschäftszahl12Os20/81; 12Os65/90; 13Os20/90; 15Os60/92; 13Os53/00; 13Os26/00; 14Os68/01; 13Os80/01; 11Os104/02; 15Os93/03; 13Os43/03; 11Os34/04; 12Os120/04; 15Os135/04; 14Os12/06f; 15Os92/06b; 12Os27/07y; 12Os154/07z; 12Os137/07z; 15Os14/08k; 12Os121/07x; 14Os100/08z; 11Os189/09t; 14Os153/09w; 13Os24/10v; 14Os57/11f (14Os58/11b; 14Os69/11w); 13Os46/11f; 13Os60/11i; 15Os67/11h; 11Os102/11a; 15Os53/12a; 12Os42/12m; 13Os148/11f; 15Os120/13f; 15Os12/14z; 13Os99/13b; 11Os84/14h; 13Os2/14i; 15Os55/15z; 14Os46/15v; 12Os121/14g; 12Os60/15p; 15Os86/15h; 13Os117/15b; 14Os138/15y; 14Os29/16w (14Os42/16g); 14Os66/16m; 14Os74/16p; 14Os103/17d; 15Os141/17z; 15Os111/18i; 12Os149/18f; 11Os132/18y; 14Os65/19v; 14Os93/19m; 13Os4/20t; 11Os160/19t (11Os12/20d); 13Os51/20d; 12Os70/20s; 14Os24/21t; 11Os16/22w; 15Os31/23g; 14Os84/23v; 15Os112/23v; 15Os139/23i; 15Os145/23x; 15Os30/24m; 15Os1/25y; 14Os26/25t; 15Os99/25k; 15Os110/25b; 12Os7/26k NormStPO §270 Abs2 Z5 StPO §281 Abs1 Z5 A RechtssatzUnvollständigkeit liegt nur vor, wenn das Erstgericht bei Feststellung entscheidender Tatsachen entgegen der Anordnung des § 270 Abs 2 Z 5 bestimmte (wesentliche) Verfahrensergebnisse mit Stillschweigen übergangen, vorhandene Widersprüche zwischen den Aussagen vernommener Personen nicht gewürdigt oder seinen Konstatierungen entgegenstehende Beweisergebnisse nicht erörtert hat.Unvollständigkeit liegt nur vor, wenn das Erstgericht bei Feststellung entscheidender Tatsachen entgegen der Anordnung des Paragraph 270, Absatz 2, Ziffer 5, bestimmte (wesentliche) Verfahrensergebnisse mit Stillschweigen übergangen, vorhandene Widersprüche zwischen den Aussagen vernommener Personen nicht gewürdigt oder seinen Konstatierungen entgegenstehende Beweisergebnisse nicht erörtert hat. EntscheidungstexteTE OGH 1981-03-19 12 Os 20/81 TE OGH 1990-05-31 12 Os 65/90 Vgl auch TE OGH 1990-06-13 13 Os 20/90 Vgl auch TE OGH 1992-07-02 15 Os 60/92 Vgl auch TE OGH 2000-06-07 13 Os 53/00 Auch; Beisatz: Hier wurden zur Feststellung entscheidender Tatsachen in der Hauptverhandlung vorgeführte Verfahrensergebnisse mit Stillschweigen übergangen, nämlich zu der zwar nicht ausdrücklich, jedoch im Kontext der Gründe - keine andere Deutung zulassend - konstatierten Diskretionsfähigkeit und Dispositionsfähigkeit des Angeklagten zur Tatzeit. (T1) TE OGH 2000-06-28 13 Os 26/00 TE OGH 2001-09-04 14 Os 68/01 Auch TE OGH 2001-09-12 13 Os 80/01 Auch TE OGH 2003-03-18 11 Os 104/02 Vgl auch TE OGH 2003-08-21 15 Os 93/03 Auch; Beisatz: Stimmen mit Bezug auf eine entscheidende Tatsache die Beweisergebnisse nicht überein, ist bei sonstiger Unvollständigkeit (Z 5 zweiter Fall) der Grund anzugeben, warum die der getroffenen Feststellung widerstreitenden Beweisergebnisse das Gericht nicht überzeugen konnten (Vgl WK-StPO § 281 Rz 425). (T2)Auch; Beisatz: Stimmen mit Bezug auf eine entscheidende Tatsache die Beweisergebnisse nicht überein, ist bei sonstiger Unvollständigkeit (Ziffer 5, zweiter Fall) der Grund anzugeben, warum die der getroffenen Feststellung widerstreitenden Beweisergebnisse das Gericht nicht überzeugen konnten (Vgl WK-StPO Paragraph 281, Rz 425). (T2) TE OGH 2003-09-03 13 Os 43/03 Vgl auch; Beisatz: Z 5 zweiter Fall liegt nur dann vor, wenn das Gericht bei der für die Feststellung entscheidender Tatsachen angestellten Beweiswürdigung erhebliche, in der Hauptverhandlung vorgekommene (§ 258 Abs 1 StPO) Verfahrensergebnisse unberücksichtigt ließ. Dabei wird nicht in die Bewertung der vom Erstgericht berücksichtigten Verfahrensergebnisse, maW in die Würdigung des herangezogenen Beweismaterials (des Bezugspunktes der Beweiswürdigung), eingegriffen, sondern in die Auswahl des für diese Bewertung heranzuziehenden Beweismaterials. Dem Obersten Gerichtshof obliegt also nur die Kontrolle, ob alles aus seiner Sicht Erwägenswerte erwogen wurde, nicht aber des Inhaltes dieser Erwägungen. (T3)Vgl auch; Beisatz: Ziffer 5, zweiter Fall liegt nur dann vor, wenn das Gericht bei der für die Feststellung entscheidender Tatsachen angestellten Beweiswürdigung erhebliche, in der Hauptverhandlung vorgekommene (Paragraph 258, Absatz eins, StPO) Verfahrensergebnisse unberücksichtigt ließ. Dabei wird nicht in die Bewertung der vom Erstgericht berücksichtigten Verfahrensergebnisse, maW in die Würdigung des herangezogenen Beweismaterials (des Bezugspunktes der Beweiswürdigung), eingegriffen, sondern in die Auswahl des für diese Bewertung heranzuziehenden Beweismaterials. Dem Obersten Gerichtshof obliegt also nur die Kontrolle, ob alles aus seiner Sicht Erwägenswerte erwogen wurde, nicht aber des Inhaltes dieser Erwägungen. (T3) TE OGH 2004-04-27 11 Os 34/04 Auch; Beis wie T3 TE OGH 2004-12-16 12 Os 120/04 Auch; Beis wie T3 nur: Z 5 zweiter Fall liegt nur dann vor, wenn das Gericht bei der für die Feststellung entscheidender Tatsachen angestellten Beweiswürdigung erhebliche, in der Hauptverhandlung vorgekommene (§ 258 Abs 1 StPO) Verfahrensergebnisse unberücksichtigt ließ. (T4)Auch; Beis wie T3 nur: Ziffer 5, zweiter Fall liegt nur dann vor, wenn das Gericht bei der für die Feststellung entscheidender Tatsachen angestellten Beweiswürdigung erhebliche, in der Hauptverhandlung vorgekommene (Paragraph 258, Absatz eins, StPO) Verfahrensergebnisse unberücksichtigt ließ. (T4) TE OGH 2004-12-10 15 Os 135/04 Auch TE OGH 2006-05-09 14 Os 12/06f Auch TE OGH 2007-01-22 15 Os 92/06b Auch; Beis wie T4 TE OGH 2007-12-13 12 Os 27/07y Auch; Beis wie T3 TE OGH 2008-02-21 12 Os 154/07z Auch; Beis wie T4 TE OGH 2008-03-13 12 Os 137/07z Auch TE OGH 2008-04-03 15 Os 14/08k Auch TE OGH 2008-04-10 12 Os 121/07x Auch TE OGH 2008-11-04 14 Os 100/08z Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Zutreffend reklamiert die Mängelrüge unvollständige Begründung (Z 5 zweiter Fall) der Urteilsannahmen zu einem auf Verringerung des Gesellschaftsvermögens und auf Gläubigerschädigung gerichteten Vorsatz des Beschwerdeführers. Die Beweiswürdigung erschöpfte sich in der Formulierung „die Feststellungen zur subjektiven Tatseite ... sind darüber hinaus aus dem objektiven Tatgeschehen zwanglos abzuleiten". (T5)Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Zutreffend reklamiert die Mängelrüge unvollständige Begründung (Ziffer 5, zweiter Fall) der Urteilsannahmen zu einem auf Verringerung des Gesellschaftsvermögens und auf Gläubigerschädigung gerichteten Vorsatz des Beschwerdeführers. Die Beweiswürdigung erschöpfte sich in der Formulierung „die Feststellungen zur subjektiven Tatseite ... sind darüber hinaus aus dem objektiven Tatgeschehen zwanglos abzuleiten". (T5) TE OGH 2009-12-22 11 Os 189/09t Auch; Beis wie T4; Beisatz: Die fehlende Erörterung solcher Verfahrensergebnisse macht die in Hinsicht auf entscheidende Tatsachen getroffenen Feststellungen aus formalen Gründen mangelhaft. Es wird allerdings nicht in die Bewertung der vom Erstgericht berücksichtigten Verfahrensergebnisse, also des herangezogenen Beweismaterials als Bezugspunkt von Beweiswürdigung, eingegriffen, sondern in die Auswahl des für diese Bewertung heranzuziehenden Prozessstoffs (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 421 mit Judikaturnachweisen). (T6)Auch; Beis wie T4; Beisatz: Die fehlende Erörterung solcher Verfahrensergebnisse macht die in Hinsicht auf entscheidende Tatsachen getroffenen Feststellungen aus formalen Gründen mangelhaft. Es wird allerdings nicht in die Bewertung der vom Erstgericht berücksichtigten Verfahrensergebnisse, also des herangezogenen Beweismaterials als Bezugspunkt von Beweiswürdigung, eingegriffen, sondern in die Auswahl des für diese Bewertung heranzuziehenden Prozessstoffs (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 421 mit Judikaturnachweisen). (T6) TE OGH 2010-01-26 14 Os 153/09w Vgl TE OGH 2010-04-08 13 Os 24/10v Auch; Beis wie T4 TE OGH 2011-06-28 14 Os 57/11f Vgl TE OGH 2011-07-14 13 Os 46/11f Auch TE OGH 2011-07-14 13 Os 60/11i Auch TE OGH 2011-06-29 15 Os 67/11h Vgl auch TE OGH 2011-12-12 11 Os 102/11a Vgl auch TE OGH 2012-05-30 15 Os 53/12a TE OGH 2012-06-26 12 Os 42/12m Vgl auch; Auch Beis wie T4 TE OGH 2012-05-10 13 Os 148/11f Vgl auch TE OGH 2014-01-22 15 Os 120/13f Beis wie T6 TE OGH 2014-04-23 15 Os 12/14z Auch; Beis wie T1 TE OGH 2013-12-12 13 Os 99/13b Vgl auch; Beisatz: Hier: Fehlende Auseinandersetzung im Ersturteil mit einem Alibizeugen. (T7) TE OGH 2015-01-13 11 Os 84/14h Auch; Beisatz: Stehen die als übergangen gerügten Beweisergebnisse den festgestellten, entscheidenden Tatsachen nicht entgegen, sind sie nicht gesondert erörterungsbedürftig. (T8) TE OGH 2015-04-15 13 Os 2/14i Auch TE OGH 2015-06-10 15 Os 55/15z Vgl TE OGH 2015-06-16 14 Os 46/15v Auch; Beis wie T8 TE OGH 2015-06-11 12 Os 121/14g Auch TE OGH 2015-07-09 12 Os 60/15p Vgl TE OGH 2015-07-22 15 Os 86/15h Vgl TE OGH 2015-12-18 13 Os 117/15b Auch TE OGH 2016-01-26 14 Os 138/15y Auch TE OGH 2016-06-28 14 Os 29/16w TE OGH 2016-08-02 14 Os 66/16m Auch; Beis wie T8 TE OGH 2016-11-29 14 Os 74/16p Auch TE OGH 2017-12-12 14 Os 103/17d Auch TE OGH 2017-12-13 15 Os 141/17z Auch; Beis wie T8 TE OGH 2018-11-21 15 Os 111/18i Auch TE OGH 2019-01-24 12 Os 149/18f Auch TE OGH 2019-01-29 11 Os 132/18y Auch; Beis wie T8 TE OGH 2019-06-25 14 Os 65/19v Auch; Beis wie T8 TE OGH 2019-10-07 14 Os 93/19m Vgl; Beis wie T8 TE OGH 2020-04-07 13 Os 4/20t Vgl; Beis wie T8 TE OGH 2020-02-25 11 Os 160/19t Vgl TE OGH 2020-09-23 13 Os 51/20d Vgl; Beis wie T8 TE OGH 2020-07-28 12 Os 70/20s Vgl TE OGH 2021-04-27 14 Os 24/21t Vgl TE OGH 2022-04-13 11 Os 16/22w Vgl; Beis wie T8 TE OGH 2023-06-29 15 Os 31/23g vgl; Beisatz wie T4 TE OGH 2023-09-06 14 Os 84/23v vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T4; Beisatz wie T8 TE OGH 2024-01-31 15 Os 112/23v vgl; Beisatz wie T8 TE OGH 2024-01-31 15 Os 139/23i vgl TE OGH 2024-01-31 15 Os 145/23x vgl TE OGH 2024-05-15 15 Os 30/24m vgl; Beisatz wie T8 TE OGH 2025-02-26 15 Os 1/25y vgl TE OGH 2025-05-13 14 Os 26/25t vgl; Beisatz wie T8 TE OGH 2025-10-15 15 Os 99/25k vgl TE OGH 2026-02-25 15 Os 110/25b vgl TE OGH 2026-03-24 12 Os 7/26k vgl; Beisatz wie T8 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1981:RS0098646
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.