RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0086997 Entscheidungsdatum15.10.2025 Geschäftszahl10Os76/82; 10Os159/82; 10Os192/82; 10Os19/83; 11Os130/84; 10Os138/84; 9Os30/85; 9Os98/85; 13Os78/86; 13Os67/87; 14Os82/88; 15Os88/88; 12Os131/94; 14Os57/05x; 13Os105/08b; 13Os45/25d NormFinStrG §53 RechtssatzDer strafbestimmende Wertbetrag ist eine außerhalb des jeweiligen Tatbestands gelegene, ausschließlich objektive (zusätzliche) Strafbarkeitsvoraussetzung, welche strafbarkeitseinschränkend wirkt und darum zum Schuldprinzip (§ 4 StGB, § 6 FinStrG) nicht im Widerspruch steht.Der strafbestimmende Wertbetrag ist eine außerhalb des jeweiligen Tatbestands gelegene, ausschließlich objektive (zusätzliche) Strafbarkeitsvoraussetzung, welche strafbarkeitseinschränkend wirkt und darum zum Schuldprinzip (Paragraph 4, StGB, Paragraph 6, FinStrG) nicht im Widerspruch steht. EntscheidungstexteTE OGH 1982-09-07 10 Os 76/82 Veröff: EvBl 1983/75 S 277 TE OGH 1983-03-11 10 Os 159/82 Vgl auch; Veröff: EvBl 1983/156 S 576 = SSt 54/2 TE OGH 1983-03-01 10 Os 192/82 Vgl auch; Veröff: EvBl 1983/177 S 667 = SSt 54/17 TE OGH 1983-03-29 10 Os 19/83 Vgl auch TE OGH 1984-11-21 11 Os 130/84 Vgl auch; Beisatz: Der strafbestimmende Wertbetrag muss daher nicht vom Vorsatz umfasst sein, er ist vielmehr unabhängig von den subjektiven Tätervorstellungen über Beschaffenheit und Wert (hier: des Schmuggelgutes) ausschließlich aus objektiven Gegebenheiten abzuleiten. (T1) TE OGH 1985-01-15 10 Os 138/84 Beisatz: Rein objektive Determinierung der gerichtlichen Zuständigkeit durch den strafbestimmenden Wertbetrag. (T2) Veröff: SSt 56/4 TE OGH 1985-09-04 9 Os 30/85 Vgl auch; Beis wie T2 TE OGH 1985-10-23 9 Os 98/85 Vgl auch; Veröff: SSt 56/82 TE OGH 1986-07-31 13 Os 78/86 Vgl; Beisatz: Wenngleich die Höhe des strafbestimmenden Wertbetrags (§ 53 Abs 1 lit b FinStrG) von Vorsatz nicht umfasst sein braucht, so muss doch im Fall der Hinterziehung von Eingangsabgaben nach § 35 Abs 2 FinStrG der "Verkürzungsbetrag" (§ 35 Abs 4 FinStrG) als hier maßgebender "strafbestimmender Wertbetrag" durch eine vorsätzliche Handlung des Täters zustandekommen bzw bei der Anstiftung die Verkürzung vom Anstifter gewollt sein. In die Berechnung des solcherart vorsatzabhängigen strafbestimmenden Wertbetrags dürfen daher nur jene Eingangsabgaben einbezogen werden, auf die der Verkürzungsvorsatz gerichtet war. (T3) Veröff: EvBl 1987/128 S 454Vgl; Beisatz: Wenngleich die Höhe des strafbestimmenden Wertbetrags (Paragraph 53, Absatz eins, Litera b, FinStrG) von Vorsatz nicht umfasst sein braucht, so muss doch im Fall der Hinterziehung von Eingangsabgaben nach Paragraph 35, Absatz 2, FinStrG der "Verkürzungsbetrag" (Paragraph 35, Absatz 4, FinStrG) als hier maßgebender "strafbestimmender Wertbetrag" durch eine vorsätzliche Handlung des Täters zustandekommen bzw bei der Anstiftung die Verkürzung vom Anstifter gewollt sein. In die Berechnung des solcherart vorsatzabhängigen strafbestimmenden Wertbetrags dürfen daher nur jene Eingangsabgaben einbezogen werden, auf die der Verkürzungsvorsatz gerichtet war. (T3) Veröff: EvBl 1987/128 S 454 TE OGH 1987-12-10 13 Os 67/87 Vgl auch; Beis wie T1 TE OGH 1988-09-21 14 Os 82/88 Vgl auch TE OGH 1988-10-04 15 Os 88/88 Veröff: RZ 1989/10 S 46 TE OGH 1994-12-15 12 Os 131/94 Vgl auch TE OGH 2005-08-09 14 Os 57/05x Vgl auch TE OGH 2009-03-19 13 Os 105/08b Auch TE OGH 2025-10-15 13 Os 45/25d vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1982:RS0086997
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