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{'item': '3Ob651/82; 1Ob587/84; 1Ob643/84 (1Ob644/84); 4Ob521/87; 7Ob533/93; 7Ob512/93; 3Ob11/97g; 7Ob115/97f; 7Ob60/98v; 7Ob189/98i; 1Ob170/01h; 9Ob1

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0023150 Entscheidungsdatum26.06.2025 Geschäftszahl3Ob651/82; 1Ob587/84; 1Ob643/84 (1Ob644/84); 4Ob521/87; 7Ob533/93; 7Ob512/93; 3Ob11/97g; 7Ob115/97f; 7Ob60/98v; 7Ob189/98i; 1Ob170/01h; 9Ob140/03h; 8Ob149/03z; 1Ob78/07p; 4Ob111/07p; 7Ob31/08x; 2Ob78/08x; 8Ob11/11t; 7Ob185/11y; 9ObA10/12d; 9Ob65/12t; 8Ob54/14w; 4Ob209/19t; 3Ob196/21a; 8Ob136/22s; 6Ob65/22k; 5Ob82/23d; 6Ob217/22p; 5Ob233/23k; 1Ob103/24i; 1Ob165/24g; 2Ob74/25h NormABGB §1295 Ia9 ABGB §1295 IIf7g RechtssatzWer eine Vertragspflicht verletzt, haftet seinem Vertragspartner gegenüber nur insoweit für daraus entstehende Schäden, als die geschädigten Interessen in der Richtung der übernommenen Pflichten liegen. Es müssen also gerade jene Interessen verletzt werden, deren Schutz die übernommene Vertragspflicht bezweckte. EntscheidungstexteTE OGH 1983-01-12 3 Ob 651/82 Veröff: JBl 1984,41 TE OGH 1984-11-14 1 Ob 587/84 Veröff: SZ 57/173 = RdW 1985,107 (hiezu Iro S 106) = JBl 1986,98 (hiezu zustimmend Koziol S 105) TE OGH 1984-12-12 1 Ob 643/84 Veröff: SZ 57/196 = RdW 1985,209 = JBl 1986,101 (hiezu zustimmend Koziol S 105) TE OGH 1987-06-16 4 Ob 521/87 Veröff: JBl 1987,720 TE OGH 1993-04-21 7 Ob 533/93 TE OGH 1993-04-21 7 Ob 512/93 TE OGH 1996-12-18 3 Ob 11/97g TE OGH 1997-10-22 7 Ob 115/97f Auch TE OGH 1998-04-22 7 Ob 60/98v TE OGH 1999-04-14 7 Ob 189/98i Auch; Beisatz: Welche die geschützten Interessen sind, ist aus dem Sinn und Zweck des Vertrags im Wege der Auslegung zu ermitteln; anstelle der verallgemeinerten schematisierenden Betrachtung im Sinne der Adäqanztheorie tritt eine am konkreten Vertrags- oder Normzweck ausgerichtete individualisierende Betrachtung. (T1) TE OGH 2001-08-17 1 Ob 170/01h Beis wie T1; Beisatz: Derjenige, der die Verletzung einer Vertragspflicht leugnet und dadurch die Einlassung seines Vertragspartners in einen Rechtsstreit provoziert, haftet für die aus dieser Prozessführung entstehenden Schäden, denn bei richtigem Verständnis des Vertragszwecks liegt in einer solchen Vorgangsweise die Verletzung vertraglicher Interessen des Vertragspartners. (T2) TE OGH 2003-12-17 9 Ob 140/03h Beis wie T1; Beis wie T2 TE OGH 2004-05-27 8 Ob 149/03z Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Mangels Rechtswidrigkeitszusammenhangs gebührt dem Bestandgeber kein Schadenersatz wegen Nichteinhaltung der vertraglichen Verpflichtung der Bestandnehmerin (eines Einzelunternehmens) zur Bekanntgabe der Unternehmensveräußerung vor dem

  1. Jänner 1982 (Inkrafttreten des § 12 Abs 3 MRG). (T3)Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Mangels Rechtswidrigkeitszusammenhangs gebührt dem Bestandgeber kein Schadenersatz wegen Nichteinhaltung der vertraglichen Verpflichtung der Bestandnehmerin (eines Einzelunternehmens) zur Bekanntgabe der Unternehmensveräußerung vor dem
  2. Jänner 1982 (Inkrafttreten des Paragraph 12, Absatz 3, MRG). (T3) TE OGH 2007-08-14 1 Ob 78/07p Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Mangels Rechtswidrigkeitszusammenhangs besteht keine Haftung des mit der Ermittlung des Verkehrswertes einer Liegenschaft beauftragten Sachverständigen für Fehlangaben zur Art der Wasserversorgung, wenn diese ohne nennenswerten Einfluss auf den Verkehrswert der Liegenschaft war. (T4) TE OGH 2007-08-07 4 Ob 111/07p Auch; Beis wie T2 TE OGH 2008-03-12 7 Ob 31/08x TE OGH 2008-04-28 2 Ob 78/08x TE OGH 2011-10-24 8 Ob 11/11t Vgl auch TE OGH 2012-04-19 7 Ob 185/11y Vgl; Vgl auch Beis wie T2 TE OGH 2012-08-22 9 ObA 10/12d Vgl auch; Beisatz: Hier: zeitwidrige Arbeitgeberkündigung. (T5) TE OGH 2013-04-24 9 Ob 65/12t Beisatz: Kein ausreichender Zusammenhang zwischen mangelhafter Vertragserfüllung und Mindestkörperschaftspflicht der Klägerin (GmbH), die nur wegen der Prozessführung nicht gelöscht werden konnte. (T6) TE OGH 2014-07-23 8 Ob 54/14w Beisatz: Wirtschaftliche Belastungen aufgrund einer medizinischen Fehlleistung können nur dann schadenersatzrechtlich ersatzfähig sein, wenn der Schutz vor solchen Belastungen zum Schutzzweck der verletzten vertraglichen Arztpflicht gehörte. Die Schutzpflicht endet jedenfalls an der Grenze objektiver Voraussehbarkeit einer Gefährdung der Interessen des Vertragspartners des Arztes bzw der Klinik. (T7) Beisatz: Wird der Zweck des zugrunde liegenden Behandlungsvertrags nachträglich erreicht, so können vom Vertragspartner behauptete Nachteile, die nach der Erreichung des vertraglichen Schutzzwecks eintreten, schon deshalb nicht mehr geltend gemacht werden; sie liegen also außerhalb des Schutzzwecks des Behandlungsvertrags bzw der sich daraus ergebenden verletzten Vertragspflicht. (T8) Veröff: SZ 2014/68 TE OGH 2020-01-28 4 Ob 209/19t TE OGH 2022-01-26 3 Ob 196/21a Beisatz: Hier: Vermögensinteressen des Tierarztes vom vertraglichen Schutzbereich des Betreuungsvertrags des Tierhalters erfasst; Rechtswidrigkeitszusammenhang durch die Verletzung der Bezugsregelung bejaht. (T9) TE OGH 2022-12-16 8 Ob 136/22s Vgl; Beisatz: Hier: Übergabe eines Steildaches entgegen dem Stand der Technik und der ÖNorm B 3417 ohne Anschlagpunkte, welche die Verwendung einer Absturzsicherung ermöglicht hätten: diese Anschlagpunkte dienen nicht nur dem Schutz von Professionisten, weshalb der Rechtswidrigkeitszusammenhang mit dem Schaden, den der Kläger als Privatperson beim ungesicherten Betreten des Daches zwecks Reparatur erlitt, zu bejahen ist. (T10) TE OGH 2023-02-17 6 Ob 65/22k Vgl TE OGH 2023-08-17 5 Ob 82/23d Beisatz wie T1 TE OGH 2023-08-30 6 Ob 217/22p vgl; Beisatz: Hier: Rechtswidrigkeitszusammenhang zwischen einem als unrichtig bekannten Gutachten, mit dem unberechtigte zoll- und steuerrechtliche Vorteile erlangt werden sollten, und den nachträglich vorgeschriebenen Abgaben sowie den Vertretungskosten im Abgaben- und Finanzstrafverfahren verneint; (T11) TE OGH 2024-07-29 5 Ob 233/23k Beisatz wie T1 TE OGH 2024-11-19 1 Ob 103/24i Beisatz wie T1 Beisatz: Hier: Eignungsbefund eines Rauchfangkehrers (T13) TE OGH 2025-01-21 1 Ob 165/24g Beisatz wie T1 TE OGH 2025-06-26 2 Ob 74/25h Beisatz wie T1: Hier bot der Beherberger dem Gast einen Parkservice an. Die Auslegung des vorliegenden Vertrags ergab, dass ein Einstehen des Gastes nach dem EKHG für einen – dem Beherberger zuzurechnenden – Mitarbeiter jedenfalls konkludent ausgeschlossen wurde. (T14) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1983:RS0023150

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.