RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0095185 Entscheidungsdatum19.11.2025 Geschäftszahl13Os161/82; 16Os66/91; 12Os188/94; 11Os39/04; 14Os116/04; 11Os29/05g; 11Os54/06k; 13Os87/06b; 14Os109/16k; 12Os145/18t; 11Os52/20m; 12Os58/20a; 12Os35/20v; 12Os86/21w; 11Os49/22y; 11Os77/22s; 15Os123/22k; 12Os11/23v; 15Os115/24m; 13Os113/25d NormStGB §202 StGB §212 StPO §281 Abs1 Z9 lita RechtssatzDie Ausnützung des Autoritätsverhältnis setzt ein gezieltes, für den Erfolg kausales Täterverhalten im Sinne eines Einsatzes dieser Autorität voraus; bloße Ausnützung einer sich lediglich im Zusammenhang mit der Stellung des Täters bietenden Gelegenheit reicht nicht, wohl aber ein dem Täter wie dem Opfer bewusster schlüssiger Einsatz des Abhängigkeitsverhältnisses. EntscheidungstexteTE OGH 1983-02-17 13 Os 161/82 Veröff: SSt 54/10 = EvBl 1984/7 S 20 TE OGH 1992-01-31 16 Os 66/91 Vgl auch TE OGH 1995-03-09 12 Os 188/94 Vgl auch; Beisatz: Ausnützung der Stellung gegenüber dem Opfer bedeutet, daß der Täter seine Autorität zur Erreichung der Unzuchtshandlung einsetzt. (T1) TE OGH 2004-08-24 11 Os 39/04 Auch; Beisatz: Das zur Tatbestandsverwirklichung essentielle Ausnützen einer Autoritätsstellung kann im Einzelfall und mit Bedacht auf die konkrete Tatsituation auch in einer bloßen Aufforderung zur Unzucht gelegen sein. (T2) TE OGH 2004-12-21 14 Os 116/04 Auch TE OGH 2005-05-03 11 Os 29/05g Auch TE OGH 2006-09-19 11 Os 54/06k Vgl auch; Beisatz: Es sind Feststellungen darüber zu treffen, ob der Angeklagte bei Verwirklichung des vom Schuldspruch wegen geschlechtlicher Nötigung gemäß § 202 Abs 1 StGB umfassten Sachverhaltes seine Autorität als zusätzliches Mittel zur Gewaltgegenüber den Tatopfern eingesetzt hat, damit diese die Missbrauchshandlungen geschehen lassen, und nicht bloß das sich ihm gebotene Gelegenheitsverhältnis ausgenützt hat. (T3); Beisatz: Hier: § 212 Abs 1 Z 2 StGB (T4)Vgl auch; Beisatz: Es sind Feststellungen darüber zu treffen, ob der Angeklagte bei Verwirklichung des vom Schuldspruch wegen geschlechtlicher Nötigung gemäß Paragraph 202, Absatz eins, StGB umfassten Sachverhaltes seine Autorität als zusätzliches Mittel zur Gewaltgegenüber den Tatopfern eingesetzt hat, damit diese die Missbrauchshandlungen geschehen lassen, und nicht bloß das sich ihm gebotene Gelegenheitsverhältnis ausgenützt hat. (T3); Beisatz: Hier: Paragraph 212, Absatz eins, Ziffer 2, StGB (T4) TE OGH 2006-11-08 13 Os 87/06b Vgl auch; Beisatz: Beim Vergehen nach § 212 Abs 1 Z 1 StGB sind (aufgrund des Gesetzeswortlautes) zusätzliche Feststellungen zur Ausnützung des Autoritätsverhältnisses nicht erforderlich. (T5)Vgl auch; Beisatz: Beim Vergehen nach Paragraph 212, Absatz eins, Ziffer eins, StGB sind (aufgrund des Gesetzeswortlautes) zusätzliche Feststellungen zur Ausnützung des Autoritätsverhältnisses nicht erforderlich. (T5) TE OGH 2016-12-20 14 Os 109/16k TE OGH 2019-01-24 12 Os 145/18t Auch; Beis wie T2 TE OGH 2020-06-15 11 Os 52/20m Vgl; Beis wie T2 TE OGH 2020-07-22 12 Os 58/20a Vgl TE OGH 2020-09-10 12 Os 35/20v Vgl TE OGH 2021-09-16 12 Os 86/21w Vgl TE OGH 2022-07-28 11 Os 49/22y Vgl TE OGH 2022-09-27 11 Os 77/22s Vgl TE OGH 2023-01-18 15 Os 123/22k Vgl TE OGH 2023-05-22 12 Os 11/23v vgl TE OGH 2024-12-09 15 Os 115/24m vgl TE OGH 2025-11-19 13 Os 113/25d vgl; Beisatz wie T3 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1983:RS0095185
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