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{'item': '3Ob693/82; 2Ob153/83; 2Ob180/83; 8Ob41/85; 4Ob536/87; 8Ob66/87; 2Ob93/89; 2Ob94/89; 8Ob610/89; 2Ob17/90; 2Ob509/92; 6Ob570/92; 1Ob42/95; 5Ob

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0030171 Entscheidungsdatum24.09.2025 Geschäftszahl3Ob693/82; 2Ob153/83; 2Ob180/83; 8Ob41/85; 4Ob536/87; 8Ob66/87; 2Ob93/89; 2Ob94/89; 8Ob610/89; 2Ob17/90; 2Ob509/92; 6Ob570/92; 1Ob42/95; 5Ob2023/96b; 4Ob104/97s; 2Ob191/97w; 2Ob314/99m; 2Ob298/00p; 8ObA125/03w; 2Ob299/04s; 2Ob59/05y; 6Ob70/06x; 2Ob19/06t; 2Ob26/06x; 2Ob120/07x; 2Ob218/07h; 2Ob115/08p; 2Ob256/09z; 4Ob211/11z; 4Ob200/12h; 1Ob214/12w; 1Ob177/13f; 2Ob61/14f; 8ObA81/14s; 2Ob155/14d; 2Ob62/15d; 2Ob235/15w; 2Ob37/17f; 6Ob39/17d; 8Ob137/18g; 2Ob77/19s; 6Ob117/20d; 2Ob180/20i; 2Ob16/21y; 8Ob102/20p; 2Ob218/20b; 2Ob177/21z; 9Ob28/22s; 8Ob122/22g; 3Ob100/24p; 3Ob140/25x NormABGB §1319a RechtssatzUnter grober Fahrlässigkeit im Sinne des § 1319a ABGB ist eine auffallende Sorglosigkeit zu verstehen, bei der die gebotene Sorgfalt nach den Umständen des Falles in ungewöhnlicher Weise verletzt wird und der Eintritt des Schadens nicht nur als möglich, sondern geradezu als wahrscheinlich vorauszusehen ist.Unter grober Fahrlässigkeit im Sinne des Paragraph 1319 a, ABGB ist eine auffallende Sorglosigkeit zu verstehen, bei der die gebotene Sorgfalt nach den Umständen des Falles in ungewöhnlicher Weise verletzt wird und der Eintritt des Schadens nicht nur als möglich, sondern geradezu als wahrscheinlich vorauszusehen ist. EntscheidungstexteTE OGH 1983-03-23 3 Ob 693/82 Veröff: EvBl 1983/90 S 353 = ZVR 1984/176 S 184 TE OGH 1983-09-13 2 Ob 153/83 TE OGH 1984-01-17 2 Ob 180/83 TE OGH 1985-07-11 8 Ob 41/85 Veröff: ZVR 1986/11 S 62 TE OGH 1987-09-29 4 Ob 536/87 Veröff: SZ 60/189 TE OGH 1987-10-21 8 Ob 66/87 Veröff: ZVR 1988/127 S 278 TE OGH 1989-10-17 2 Ob 93/89 Beisatz: Grobes Verschulden, wenn eine zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit unzureichende Splittstreuung vorgenommen wurde, um durch die schneebedeckte Fahrbahn im Interesse des Fremdenverkehrs ein einheitlich weißes Landschaftsbild zu erzielen. (T1) Veröff: ZVR 1990/15 S 55 TE OGH 1989-10-31 2 Ob 94/89 TE OGH 1989-10-19 8 Ob 610/89 Veröff: ZVR 1990/120 S 311 TE OGH 1990-04-25 2 Ob 17/90 Veröff: ZVR 1991/48 S 147 TE OGH 1992-01-15 2 Ob 509/92 TE OGH 1992-08-27 6 Ob 570/92 Veröff: ZVR 1993/49 S 121 TE OGH 1995-12-19 1 Ob 42/95 Auch TE OGH 1996-03-26 5 Ob 2023/96b Vgl auch; Beisatz: Grobe Fahrlässigkeit im Sinne des § 1319a ABGB fordert neben dem objektiv schweren Verstoß auch noch, dass dieser Verstoß subjektiv schwer anzulasten ist. (T2)Vgl auch; Beisatz: Grobe Fahrlässigkeit im Sinne des Paragraph 1319 a, ABGB fordert neben dem objektiv schweren Verstoß auch noch, dass dieser Verstoß subjektiv schwer anzulasten ist. (T2) TE OGH 1997-04-22 4 Ob 104/97s Auch; Beisatz: Wird einer sich aus dem Wegezustand - also auch aus dem Zustand eines Straßengeländers als einer zum Weg gehörenden Anlage - ergebenden Gefahr durch lange Zeit nicht begegnet, dann ist dem Wegehalter grobes Verschulden vorzuwerfen. (T3) Veröff: SZ 70/71 TE OGH 1997-10-09 2 Ob 191/97w Beis wie T2 TE OGH 1999-11-18 2 Ob 314/99m Beis wie T2; Beisatz: Ist einem der Leute des Halters die Gefährlichkeit auf Grund der mangelhaften Betreuung einer vereisten Straßenstelle bekannt, dann ist grobe Fahrlässigkeit nur auszuschließen, wenn die Betreuung aus zwingenden Gründen undurchführbar war. (T4) TE OGH 2000-11-23 2 Ob 298/00p TE OGH 2004-01-23 8 ObA 125/03w Beisatz: Hier: Die Unterlassung der Streuung auch von Neuschnee bedeckten Eisflächen eines Parkplatzes ist grob fahrlässig. (T5) TE OGH 2005-02-03 2 Ob 299/04s Auch; Beisatz: Unterlässt ein Wegehalter zumutbare Erhebungen, um sich (etwa durch Einsicht in ihm zur Verfügung stehende „Mappenpläne") über das Ausmaß der zu betreuenden Wegfläche Klarheit zu verschaffen und unterbleibt deshalb in Ansehung eines Wegstückes ein Auftrag zur Besorgung des Winterdienstes, ist der Eintritt eines Schadens nicht nur als möglich sondern geradezu wahrscheinlich vorauszusehen. (T6) TE OGH 2005-06-14 2 Ob 59/05y Beis wie T2 TE OGH 2006-04-06 6 Ob 70/06x Beisatz: Die Beurteilung des Verschuldensgrades stellt jedoch in der Regel keine erhebliche Rechtsfrage dar. (T7) TE OGH 2006-06-29 2 Ob 19/06t Beisatz: Entscheidendes Kriterium für die Beurteilung des Fahrlässigkeitsgrades ist die Schwere des Sorgfaltsverstoßes und die Wahrscheinlichkeit des Schadenseintrittes, wobei diese Beurteilung stets nur nach den Umständen des Einzelfalles vorgenommen werden kann. (T8) Beisatz: Hier: Keine grobe Fahrlässigkeit, wenn der für jedermann erkennbare Niveauunterschied zwischen Fahrbahn und Bankett nicht behoben wird. (T9) TE OGH 2006-08-31 2 Ob 26/06x Beis wie T2; Beisatz: Aus der Tatsache allein, dass die Unfallstelle zur Unfallszeit noch nicht gestreut war, ist noch kein grobes Verschulden ableitbar. (T10) Veröff: SZ 2006/122 TE OGH 2008-01-24 2 Ob 120/07x Vgl auch; Beis wie T4 TE OGH 2008-02-14 2 Ob 218/07h Beis wie T7 TE OGH 2008-12-17 2 Ob 115/08p TE OGH 2010-05-27 2 Ob 256/09z Beis wie T2 TE OGH 2012-02-28 4 Ob 211/11z TE OGH 2012-11-28 4 Ob 200/12h TE OGH 2012-11-15 1 Ob 214/12w TE OGH 2013-10-17 1 Ob 177/13f Auch TE OGH 2014-10-23 2 Ob 61/14f TE OGH 2014-12-19 8 ObA 81/14s Beisatz: Die Beurteilung eines konkreten Verhaltens als grob fahrlässig hängt regelmäßig von den Umständen des Einzelfalls ab. (T11) TE OGH 2015-05-13 2 Ob 155/14d Beis wie T2, Beisatz: Hier: Einfahrt mit PKW in erkennbar überschwemmte Unterführung. (T12) TE OGH 2015-05-13 2 Ob 62/15d Beis wie T2; Beisatz: Hier war die Gefahrenquelle leicht erkennbar; mit einem Verhalten, wie es zum konkreten Unfall führte, musste die Wegehalterin keinesfalls rechnen. (T13) TE OGH 2016-08-31 2 Ob 235/15w Beis wie T2; Veröff: SZ 2016/86 TE OGH 2017-03-28 2 Ob 37/17f TE OGH 2017-04-19 6 Ob 39/17d Beis ähnlich wie T3; Beis wie T10 TE OGH 2019-02-26 8 Ob 137/18g TE OGH 2019-10-22 2 Ob 77/19s Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Alle vier bis sechs Wochen stattfindende Kontrollen eines Straßennetzes; letzte Überprüfung vor etwa drei Wochen; Verneinung eines Organisationsverschuldens vertretbar. (T14) TE OGH 2020-12-17 6 Ob 117/20d Beisatz: Hier: Bewusste Belassen der Wege eines Friedhofs in einem vereisten und verschneiten Zustand, ohne jeden regelmäßigen Winterdienst. (T15) TE OGH 2021-02-25 2 Ob 180/20i Beis wie T2 TE OGH 2021-02-25 2 Ob 16/21y Beis wie T4; Beisatz: Hier: Wanderweg mit Seilsicherungen; die Seilsicherungsanlage wies im Unfallbereich schwere Mängel auf und war in einem äußerst schlechten Zustand; der Erstbeklagten war die Mangelhaftigkeit des Weges seit mehreren Jahren bekannt, die Zweitbeklagte wiederum kümmerte sich seit vielen Jahren gar nicht um den Weg; grobe Fahrlässigkeit vom Berufungsgericht jeweils vertretbar bejaht. (T16) TE OGH 2021-03-25 8 Ob 102/20p Vgl TE OGH 2021-05-26 2 Ob 218/20b Beis wie T2 TE OGH 2021-11-25 2 Ob 177/21z Beis wie T2; Beis wie T7; Beis wie T11; Beis wie T14 TE OGH 2022-06-30 9 Ob 28/22s Vgl; Beis wie T2 TE OGH 2022-12-16 8 Ob 122/22g Vgl; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Die Beklagte als Mithalterin eines Weges (§§ 1319a, 483 Satz 2 ABGB) konnte sich – ua mangels entsprechender Vereinbarung – nicht auf ein begründetes Vertrauen berufen, dass die Anrainer den Winterdienst in ausreichendem Maß besorgen würden. Die Unterlassung jeglicher Erkundigungen und Vorkehrungen zur Erfüllung der (winterlichen) Wegehalterpflichten stellt daher eine auffallende Sorglosigkeit dar. (T17)Vgl; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Die Beklagte als Mithalterin eines Weges (Paragraphen 1319 a, 483, Satz 2 ABGB) konnte sich – ua mangels entsprechender Vereinbarung – nicht auf ein begründetes Vertrauen berufen, dass die Anrainer den Winterdienst in ausreichendem Maß besorgen würden. Die Unterlassung jeglicher Erkundigungen und Vorkehrungen zur Erfüllung der (winterlichen) Wegehalterpflichten stellt daher eine auffallende Sorglosigkeit dar. (T17) TE OGH 2024-10-28 3 Ob 100/24p Beisatz wie T7; Beisatz wie T11 TE OGH 2025-09-24 3 Ob 140/25x Beisatz wie T3 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1983:RS0030171

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.