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{'item': '5Ob530/84; 7Ob625/85; 3Ob554/86; 6Ob508/86 (6Ob509/86); 7Ob735/87; 3Ob559/86; 3Ob506/88; 8Ob3/91; 6Ob590/91; 8Ob11/92; 8Ob1016/93; 4Ob1687/9

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0026805 Entscheidungsdatum25.03.2025 Geschäftszahl5Ob530/84; 7Ob625/85; 3Ob554/86; 6Ob508/86 (6Ob509/86); 7Ob735/87; 3Ob559/86; 3Ob506/88; 8Ob3/91; 6Ob590/91; 8Ob11/92; 8Ob1016/93; 4Ob1687/95; 3Ob80/97d; 8Ob119/97a; 8Ob165/97s; 10Ob19/99p; 4Ob1/99x; 8Ob50/00m; 8Ob253/99k; 6Ob145/00t; 8Ob4/01y; 1Ob93/02m; 7Ob260/06w; 1Ob83/08z; 4Ob14/09a; 8Ob5/11k; 6Ob249/10a; 9Ob34/12h; 1Ob29/15v; 4Ob254/14b; 7Ob176/16g; 4Ob164/18y; 10Ob19/23a; 9Ob37/24t; 1Ob200/24d NormABGB §1299 E ABGB §1346 G ABGB §1368 KWG 1979 §23 RechtssatzIn besonderen Ausnahmefällen hat die Verschwiegenheitspflicht der Bank gegenüber dem Hauptschuldner hinter die Warnpflicht und Aufklärungspflicht der Bank gegenüber dem Bürgen zurückzutreten, etwa wenn die Bank bereits vor Abschluss des Bürgschaftsvertrages Kenntnis von der Zahlungsunfähigkeit oder dem unmittelbar bevorstehenden wirtschaftlichen Zusammenbruch des Schuldners hat. Ein derartiger Ausnahmefall wird auch schon dann anzunehmen sein, wenn die Bank auf Grund ihrer Kenntnis der wirtschaftlichen Situation des Hauptschuldners von vornherein weiß, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Hauptschuldner zur seinerzeitigen Kreditrückzahlung nicht in der Lage sein wird und sie daher den Bürgen allein - abweichend von der (banküblichen) üblichen Funktion einer Bürgschaft - wird in Anspruch nehmen müssen. EntscheidungstexteTE OGH 1984-04-03 5 Ob 530/84 Veröff: SZ 57/70 = EvBl 1984/160 S 663 TE OGH 1985-11-07 7 Ob 625/85 Auch TE OGH 1987-02-18 3 Ob 554/86 Auch; Veröff: WBl 1987,211 = ÖBA 1987,576 TE OGH 1988-02-09 6 Ob 508/86 Vgl auch; Beisatz: Hier: Hausbank und Konzernmutter bei Wechseldiskontgeschäft (T1) Veröff: RdW 1988,130 = WBl 1988,129 (Wilhelm) = ÖBA 1988,828 (mit Anmerkung von Apathy) TE OGH 1988-02-25 7 Ob 735/87 Veröff: ÖBA 1988,1037 TE OGH 1988-03-08 3 Ob 559/86 nur: In besonderen Ausnahmefällen hat die Verschwiegenheitspflicht der Bank gegenüber dem Hauptschuldner hinter die Warnpflicht und Aufklärungspflicht der Bank gegenüber dem Bürgen zurückzutreten. (T2) Veröff: SZ 61/55 = EvBl 1989/1 S 13 = RZ 1988/51 S 221 = WBl 1988,240 = ÖBA 1988,1022 (Jabornegg) TE OGH 1988-06-29 3 Ob 506/88 TE OGH 1991-06-20 8 Ob 3/91 nur T2; Beisatz: Aufklärungspflicht der Bank nicht nur bei Eingehen einer Bürgschaft, sondern auch während des bestehenden Vertragsverhältnisses, sodass der Bürge über wichtige Veränderungen in den Beziehungen der Bank zum Hauptschuldner verständigt werden muss. (T3) Veröff: ÖBA 1992,78 (Mader) = JBl 1992,40 TE OGH 1991-11-07 6 Ob 590/91 Auch; Beisatz: Hier: Auskunftspflicht und Rechnungslegungspflicht der Bank gegenüber Pfandgläubiger und begünstigtem Dritten aus einem Sperrkonto. (T4) Veröff: ÖBA 1992,654 (Jabornegg) = RdW 1992,171 TE OGH 1992-06-25 8 Ob 11/92 Auch; Beisatz: Und die Bank damit rechnen muss, dass dem als Bürgen fungierenden nahen Angehörigen diese Umstände nicht ebenfalls bewusst sind. (T5) Veröff: ÖBA 1993,61 = RdW 1992,399 TE OGH 1993-07-08 8 Ob 1016/93 Vgl auch; Beis wie T5 TE OGH 1996-01-16 4 Ob 1687/95 Auch; Beis wie T5 TE OGH 1997-05-21 3 Ob 80/97d Beis wie T5 TE OGH 1997-09-18 8 Ob 119/97a Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 70/182 TE OGH 1997-10-30 8 Ob 165/97s Auch; Beis wie T5; Beisatz: Im Übrigen dürfen Aufklärungspflichten von Banken gegenüber Bürgen aber nicht überspannt werden. (T6) TE OGH 1999-02-09 10 Ob 19/99p Vgl auch; Beis wie T3 TE OGH 1999-02-04 4 Ob 1/99x Vgl auch; Beis wie T5 TE OGH 2000-02-24 8 Ob 50/00m Vgl TE OGH 2000-05-11 8 Ob 253/99k Vgl auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 73/79 TE OGH 2000-06-28 6 Ob 145/00t Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Die Anforderungen an die Bank dürfen nicht überspannt werden, im Besonderen dann nicht, wenn zwischen Hauptschuldner und Bürgen oder Pfandbesteller - wie hier - eine besondere Nahebeziehung besteht. (T7) TE OGH 2001-08-30 8 Ob 4/01y TE OGH 2002-06-11 1 Ob 93/02m Auch; Beisatz: Hier: Pfandbestellungsvertrag. (T8) TE OGH 2007-03-28 7 Ob 260/06w Auch; Beis wie T8; Beisatz: Legte eine Bank bei der Prüfung der Ausfinanzierung des Projektes alle Förderungen zugrunde, obwohl noch keine verbindlichen Förderzusagen vorlagen, also nicht einmal die Ausfinanzierung des Projektes und damit der künftige Bestand des Unternehmens vor Aufnahme des Betriebs gesichert war, hätte eine Aufklärungs- und Warnpflicht der Bank bestanden, dass die Förderungen zwar mündlich zugesagt, aber noch nicht bewilligt wurden und daher zurzeit nicht einmal die Ausfinanzierung des Projektes gesichert ist, bevor sie mit den wirtschaftlich an dem Projekt nicht Beteiligten Hypothekarverträge abschloss. (T9) TE OGH 2008-05-06 1 Ob 83/08z Vgl auch; Beisatz: Eine bloße Voraussehbarkeit der Zahlungsunfähigkeit oder des unmittelbar bevorstehenden wirtschaftlichen Zusammenbruchs löst die Aufklärungspflicht des Kreditgebers (noch) nicht aus. (T10) TE OGH 2009-02-24 4 Ob 14/09a Auch; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Auch außerhalb des Anwendungsbereichs von § 25c KSchG. (T11)Auch; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Auch außerhalb des Anwendungsbereichs von Paragraph 25 c, KSchG. (T11) TE OGH 2011-02-22 8 Ob 5/11k Auch; Beis wie T5 TE OGH 2011-01-28 6 Ob 249/10a Vgl; Beis wie T5 TE OGH 2012-11-26 9 Ob 34/12h Vgl; Bem: Mit Ausführungen zum Bankgeheimnis nach § 38 BWG. (T12)Vgl; Bem: Mit Ausführungen zum Bankgeheimnis nach Paragraph 38, BWG. (T12) Veröff: SZ 2012/127 TE OGH 2015-04-23 1 Ob 29/15v Vgl auch; Beis wie T5 TE OGH 2015-08-11 4 Ob 254/14b Auch; Beis wie T5; Beis wie T10 TE OGH 2016-10-13 7 Ob 176/16g Auch; Beis wie T5 TE OGH 2019-01-29 4 Ob 164/18y TE OGH 2023-10-31 10 Ob 19/23a Beisatz wie T5 Beisatz: Hier: nicht unbeträchtliches wirtschaftliches Eigeninteresse des Beklagten am Projekt des Kreditnehmers und damit auch an der Kreditgewährung. (T13) TE OGH 2024-06-26 9 Ob 37/24t Beisatz wie T5; Beisatz wie T10 TE OGH 2025-03-25 1 Ob 200/24d vgl; Beisatz wie T10 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1984:RS0026805

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.