RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0042151 Entscheidungsdatum21.02.2023 Geschäftszahl1Ob660/84; 7Ob658/85; 7Ob552/86; 6Ob668/86; 5Ob553/86; 6Ob592/88; 2Ob134/88; 6Ob571/91; 2Ob39/91; 8Ob620/91; 7Ob505/93; 2Ob505/93; 6Ob609/93; 2Ob75/94; 1Ob551/94; 8Ob517/95; 9ObA2076/96a; 2Ob2288/96a; 5Ob2027/96s; 3Ob69/97m; 3Ob141/97z; 7Ob4/00i; 2Ob285/01b; 5Ob51/03s; 5Ob248/04p; 2Ob294/05g; 3Ob108/07i; 4Ob151/07w; 10Ob102/08k; 5Ob20/09s; 5Ob155/11x; 3Ob55/12b; 10Ob36/13m; 5Ob233/13w; 3Ob57/15a; 10Ob71/16p; 10Ob57/16d; 3Ob39/17g; 8Ob48/17t; 2Ob241/16d; 7Ob38/18s; 3Ob210/22m; 7Ob5/23w NormZPO §488 ZPO §498 Abs1 ZPO §502 Abs4 Z1 HII ZPO §503 C2b AußStrG 2005 §52 Abs2 RechtssatzVerletzt das Berufungsgericht den Grundsatz, dass es von den erstinstanzlichen Feststellungen in Wahrnehmung der Beweisrüge nur dann abgehen darf, wenn es alle zur Feststellung der rechtserheblichen Tatsachen erforderlichen Beweise, die das Erstgericht unmittelbar aufgenommen hat, selbst wiederholt oder das Protokoll über die Beweisaufnahme in erster Instanz unter der Voraussetzung des § 281a ZPO verlesen hat, so liegt darin eine erhebliche Verletzung einer Rechtsvorschrift des Verfahrensrechtes, die der Wahrung der Rechtssicherheit dient.Verletzt das Berufungsgericht den Grundsatz, dass es von den erstinstanzlichen Feststellungen in Wahrnehmung der Beweisrüge nur dann abgehen darf, wenn es alle zur Feststellung der rechtserheblichen Tatsachen erforderlichen Beweise, die das Erstgericht unmittelbar aufgenommen hat, selbst wiederholt oder das Protokoll über die Beweisaufnahme in erster Instanz unter der Voraussetzung des Paragraph 281 a, ZPO verlesen hat, so liegt darin eine erhebliche Verletzung einer Rechtsvorschrift des Verfahrensrechtes, die der Wahrung der Rechtssicherheit dient. EntscheidungstexteTE OGH 1984-09-19 1 Ob 660/84 Veröff: SZ 57/142 TE OGH 1985-11-28 7 Ob 658/85 Auch; Beisatz: Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes. (T1) TE OGH 1986-03-13 7 Ob 552/86 Veröff: JBl 1987,316 TE OGH 1986-10-23 6 Ob 668/86 Vgl auch TE OGH 1986-11-25 5 Ob 553/86 Beisatz: Hier: Abgehen von der Feststellung des Parteiwillens, die das Erstgericht nicht nur auf Grund von Urkunden, sondern auch auf Grund anderer unmittelbar aufgenommener Beweise getroffen hat, ohne Beweiswiederholung durch das Berufungsgericht. (T2) TE OGH 1988-05-05 6 Ob 592/88 TE OGH 1988-10-25 2 Ob 134/88 TE OGH 1991-06-06 6 Ob 571/91 TE OGH 1991-07-04 2 Ob 39/91 Beis wie T1; Beisatz: Auch ergänzende Feststellungen sind nur nach Beweiswiederholung zulässig. (T3) TE OGH 1991-10-18 8 Ob 620/91 Beis wie T3 TE OGH 1993-01-27 7 Ob 505/93 Beis wie T1 TE OGH 1993-01-21 2 Ob 505/93 Beis wie T3 TE OGH 1993-09-22 6 Ob 609/93 TE OGH 1994-11-10 2 Ob 75/94 Beis wie T3; Veröff: SZ 67/198 TE OGH 1994-08-29 1 Ob 551/94 Auch; Veröff: SZ 67/136 TE OGH 1995-06-29 8 Ob 517/95 Auch TE OGH 1996-09-04 9 ObA 2076/96a Auch TE OGH 1996-10-31 2 Ob 2288/96a Auch; Beis wie T1 TE OGH 1997-09-04 5 Ob 2027/96s Auch; Beis wie T1; Beis wie T2 TE OGH 1998-07-15 3 Ob 69/97m TE OGH 1998-09-16 3 Ob 141/97z TE OGH 2000-03-15 7 Ob 4/00i Auch TE OGH 2001-11-29 2 Ob 285/01b Auch; Beis wie T1 TE OGH 2003-08-26 5 Ob 51/03s Vgl auch TE OGH 2005-05-24 5 Ob 248/04p Auch; Beis wie T1 TE OGH 2006-01-19 2 Ob 294/05g Auch TE OGH 2007-06-28 3 Ob 108/07i Ähnlich; Beisatz: Hier: Verstoß des Rekursgerichts gegen § 52 Abs 2 AußStrG 2005. (T4)Ähnlich; Beisatz: Hier: Verstoß des Rekursgerichts gegen Paragraph 52, Absatz 2, AußStrG 2005. (T4) TE OGH 2007-10-02 4 Ob 151/07w Auch; Beis wie T2 TE OGH 2009-02-24 10 Ob 102/08k Vgl; Beis wie T4 TE OGH 2009-06-09 5 Ob 20/09s Vgl; Beisatz: Betreffen die ergänzten Feststellungen einen für die Entscheidung wesentlichen Umstand, stellt die Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes auch eine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO dar. (T5)Vgl; Beisatz: Betreffen die ergänzten Feststellungen einen für die Entscheidung wesentlichen Umstand, stellt die Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes auch eine erhebliche Rechtsfrage iSd Paragraph 502, Absatz eins, ZPO dar. (T5) TE OGH 2012-04-24 5 Ob 155/11x Vgl TE OGH 2012-05-15 3 Ob 55/12b Vgl; Beis wie T3 TE OGH 2013-09-12 10 Ob 36/13m Beis wie T2 TE OGH 2014-04-23 5 Ob 233/13w Auch; Veröff: SZ 2014/41 TE OGH 2015-06-17 3 Ob 57/15a Auch; Beis wie T2 TE OGH 2017-01-24 10 Ob 71/16p Auch TE OGH 2017-04-25 10 Ob 57/16d Vgl auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: Abgehen bzw Ergänzung von erstgerichtlichen Feststellungen durch Zugrundelegung offenkundiger Tatsachen ohne Erörterung mit den Parteien. (T6) TE OGH 2017-07-04 3 Ob 39/17g Vgl; Beis wie T3 TE OGH 2017-08-24 8 Ob 48/17t Auch; Veröff: SZ 2017/85 TE OGH 2017-10-24 2 Ob 241/16d Auch TE OGH 2018-04-20 7 Ob 38/18s Auch TE OGH 2022-12-15 3 Ob 210/22m Vgl; Beisatz: Hier: Hier: Kein Verstoß des Rekursgerichts gegen den Unmittelbarkeitsgrundsatz, weil das Erstgericht die bekämpften und vom Rekursgericht ohne Beweiswiederholung abgeänderten Feststellungen nicht aufgrund unmittelbarer Beweisaufnahmen, sondern bloß auf Basis von Sachverständigengutachten und Urkunden getroffen hat. (T7) TE OGH 2023-02-21 7 Ob 5/23w vgl; Beisatz: Hier: Ergänzung der Feststellungen durch das Rekursgericht zum Betreuungs- und Pflegebedürfnis eines Bewohners ohne Beweisergänzung (T8) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1984:RS0042151
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.