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{'item': '11Os46/86; 9Os10/86; 13Os142/07t; 13Os134/10w; 11Os94/14d; 14Os78/14y; 13Os4/15k; 15Os85/16p; 13Os115/16k; 13Os49/18g; 11Os126/19t; 14Os28/2

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0091146 Entscheidungsdatum02.07.2025 Geschäftszahl11Os46/86; 9Os10/86; 13Os142/07t; 13Os134/10w; 11Os94/14d; 14Os78/14y; 13Os4/15k; 15Os85/16p; 13Os115/16k; 13Os49/18g; 11Os126/19t; 14Os28/22g; 14Os98/23b; 14Os9/24s; 13Os52/25h NormStGB §28 Bb StGB §104a StGB §106 Abs1 Z3 StGB §202 Abs1 StGB §211 Abs3 RechtssatzSpezialität setzt voraus, dass zwei Deliktstypen zueinander im Verhältnis von Gattung und Art stehen, dass also ein Deliktstypus sämtliche Merkmale des anderen, darüber hinaus aber noch zusätzliche (Merkmale) enthält. Davon, dass der Tatbestand der Blutschande nach dem § 211 Abs 3 StGB solcherart den der Nötigung zum Beischlaf nach dem § 202 Abs 1 StGB in sich schließe, kann schon deshalb keine Rede sein, weil Nötigung mit Gewalt oder durch gefährliche Drohung nicht zu den Tatbestandsmerkmalen der Blutschande zählt.Spezialität setzt voraus, dass zwei Deliktstypen zueinander im Verhältnis von Gattung und Art stehen, dass also ein Deliktstypus sämtliche Merkmale des anderen, darüber hinaus aber noch zusätzliche (Merkmale) enthält. Davon, dass der Tatbestand der Blutschande nach dem Paragraph 211, Absatz 3, StGB solcherart den der Nötigung zum Beischlaf nach dem Paragraph 202, Absatz eins, StGB in sich schließe, kann schon deshalb keine Rede sein, weil Nötigung mit Gewalt oder durch gefährliche Drohung nicht zu den Tatbestandsmerkmalen der Blutschande zählt. EntscheidungstexteTE OGH 1986-05-13 11 Os 46/86 Veröff: SSt 57/31 TE OGH 1986-05-28 9 Os 10/86 nur: Spezialität setzt voraus, dass zwei Deliktstypen zueinander im Verhältnis von Gattung und Art stehen, dass also ein Deliktstypus sämtliche Merkmale des anderen, darüber hinaus aber noch zusätzliche (Merkmale) enthält. (T1) Beisatz: Keine Spezialität von Vermögensdelikten, insbesondere Erpressung gegenüber der Hehlerei. (T2) Veröff: EvBl 1987/63 S 253 = SSt 57/35 = JBl 1986,799 (kritisch Kienapfel) = RZ 1987/11 S 48 TE OGH 2008-04-23 13 Os 142/07t Auch; Beisatz: Spezialität liegt vor, wenn zwei Deliktstypen im Verhältnis von Gattung und Art stehen, dh ein Deliktstypus sämtliche Merkmale des anderen enthält und dazu noch mindestens ein weiteres - spezielles - Merkmal. (T3) TE OGH 2011-05-12 13 Os 134/10w Auch; Beis ähnlich wie T3 TE OGH 2014-11-25 11 Os 94/14d Auch; Beis wie T3; Beisatz: Bloße Parallelen der Begehungsweisen bewirken keine Spezialität. (T4) Beisatz: § 104a Abs 1 StGB und § 106 Abs 1 Z 3 StGB stehen zueinander nicht im Verhältnis der Spezialität. (T5)Beisatz: Paragraph 104 a, Absatz eins, StGB und Paragraph 106, Absatz eins, Ziffer 3, StGB stehen zueinander nicht im Verhältnis der Spezialität. (T5) TE OGH 2014-12-16 14 Os 78/14y Auch; Beis wie T3; Beisatz: Keine Spezialität zwischen § 104a Abs 1 StGB und § 106 Abs 1 Z 3 StGB. (T6)Auch; Beis wie T3; Beisatz: Keine Spezialität zwischen Paragraph 104 a, Absatz eins, StGB und Paragraph 106, Absatz eins, Ziffer 3, StGB. (T6) TE OGH 2015-06-10 13 Os 4/15k nur T1; Beisatz: Keine Spezialität zwischen § 164 StGB und § 165 StGB. (T7)nur T1; Beisatz: Keine Spezialität zwischen Paragraph 164, StGB und Paragraph 165, StGB. (T7) TE OGH 2016-10-12 15 Os 85/16p Auch TE OGH 2017-05-17 13 Os 115/16k Auch TE OGH 2018-10-10 13 Os 49/18g Vgl TE OGH 2019-12-10 11 Os 126/19t Vgl TE OGH 2022-04-26 14 Os 28/22g Vgl TE OGH 2023-10-24 14 Os 98/23b vgl; Beisatz: Spezialität kommt ausschließlich als Form scheinbarer Idealkonkurrenz vor. (T8) TE OGH 2024-05-14 14 Os 9/24s vgl; Beisatz: Die Begehungsweisen des § 88 Abs 3 StGB enthalten gegenüber jener des § 177 Abs 1 StGB zusätzliche Elemente, weil letztere Bestimmung gerade nicht auf einen gesteigerten Gefährlichkeitsgrad der Handlung (grobe Fahrlässigkeit oder fahrlässiges Versetzen in einen Minderrausch) abstellt, sodass Spezialität von § 177 StGB im Verhältnis zu § 88 Abs 3 StGB ausscheidet (gegenteilig zur Rechtslage vor BGBl I 2015/112 RIS-Justiz RS0106575). (T9)vgl; Beisatz: Die Begehungsweisen des Paragraph 88, Absatz 3, StGB enthalten gegenüber jener des Paragraph 177, Absatz eins, StGB zusätzliche Elemente, weil letztere Bestimmung gerade nicht auf einen gesteigerten Gefährlichkeitsgrad der Handlung (grobe Fahrlässigkeit oder fahrlässiges Versetzen in einen Minderrausch) abstellt, sodass Spezialität von Paragraph 177, StGB im Verhältnis zu Paragraph 88, Absatz 3, StGB ausscheidet (gegenteilig zur Rechtslage vor BGBl römisch eins 2015/112 RIS-Justiz RS0106575). (T9) TE OGH 2025-07-02 13 Os 52/25h vgl; nur T1 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1986:RS0091146

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.