RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0045045 Entscheidungsdatum26.11.2025 Geschäftszahl1Ob545/86; 6Ob658/87; 1Ob711/89; 4Ob533/95; 7Ob502/96; 6Ob186/97i; 3Ob2372/96m; 1Ob31/00s; 1Ob126/00m; 7Ob67/01f; 6Ob67/02z; 1Ob22/03x; 3Ob281/06d; 4Ob80/08f; 6Ob194/08k; 7Ob266/08f; 3Ob191/11a; 6Ob47/13z; 1Ob225/13i; 6Ob5/14z; 18OCg1/15v; 3Ob90/16f; 6Ob178/17w; 5Ob188/17h; 5Ob63/18b; 18OCg6/18h; 18ONc1/22z; 8Ob74/24a; 4Ob55/25d; 6Ob225/24t NormABGB §914 IIIhABGB §914 römisch drei h ZPO §577 ZPO §581 Abs1 RechtssatzSchiedsvereinbarungen sind als Prozesshandlungen (Prozessverträge) zu beurteilen. Zur Auslegung des Schiedsvertrages sind daher grundsätzlich die Vorschriften des Prozessrechts heranzuziehen, was aber nicht ausschließt, den von den Parteien mit der Schiedsgerichtsvereinbarung gemeinsam verfolgten Zweck, also die Parteiabsicht und die Grundsätze des redlichen Verkehrs, als Auslegungsmittel heranzuziehen. EntscheidungstexteTE OGH 1986-09-03 1 Ob 545/86 Veröff: RdW 1987,54 TE OGH 1987-10-15 6 Ob 658/87 Auch TE OGH 1990-11-14 1 Ob 711/89 nur: Schiedsvereinbarungen sind als Prozesshandlungen (Prozessverträge) zu beurteilen. (T1) Veröff: SZ 63/201 = EvBl 1991/44 S 204 TE OGH 1995-06-13 4 Ob 533/95 Veröff: SZ 68/112 TE OGH 1996-02-21 7 Ob 502/96 Auch; Beisatz: Es bestimmt sich daher auch die subjektive und objektive Schiedsfähigkeit nach Prozessrecht und legt die ZPO Form und Wirkungen des Schiedsvertrages fest. (T2) TE OGH 1997-07-24 6 Ob 186/97i Veröff SZ 70/156 TE OGH 1998-05-05 3 Ob 2372/96m Veröff: SZ 71/82 TE OGH 2000-06-21 1 Ob 31/00s Beisatz: Soweit die Vorschriften des Prozessrechts nicht ausreichen, sind die Auslegungsregeln des ABGB analog heranzuziehen. (T3) TE OGH 2000-11-28 1 Ob 126/00m Auch; Beis wie T3; Beisatz: Lässt der Wortlaut der Erklärung zwei gleichwertige Auslegungsergebnisse zu, so gebührt, jener Auslegung der Vorzug, die die Gültigkeit des Schiedsvertrags favorisiert. (T4) TE OGH 2001-05-17 7 Ob 67/01f Auch; Beis wie T3 TE OGH 2002-11-07 6 Ob 67/02z Auch TE OGH 2003-04-29 1 Ob 22/03x Auch; Beisatz: Für die Auslegung von Schiedsvereinbarungen ist der Parteiwille maßgeblich. Entscheidend für die Zuständigkeit des Schiedsgerichts ist der Text der Schiedsvereinbarung unter Berücksichtigung vernünftiger und den Zweck der Vereinbarung begünstigender Auslegung. (T5) TE OGH 2007-02-22 3 Ob 281/06d Auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4 TE OGH 2008-08-26 4 Ob 80/08f Beis wie T3; Veröff: SZ 2008/112 TE OGH 2008-11-06 6 Ob 194/08k Beisatz: Zur Rechtslage vor dem SchiedsRÄG 2006 (BGBl I 2006/7). (T6)Beisatz: Zur Rechtslage vor dem SchiedsRÄG 2006 (BGBl römisch eins 2006/7). (T6) Beisatz: Das Ergebnis der Auslegung einer Schiedsgerichtsvereinbarung ist grundsätzlich einzelfallbezogen (9 Ob 39/04g; 2 Ob 29/07i). (T7) TE OGH 2009-03-30 7 Ob 266/08f Auch TE OGH 2011-11-08 3 Ob 191/11a Auch; Beis wie T3; Beis wie T4 TE OGH 2013-05-08 6 Ob 47/13z TE OGH 2013-12-19 1 Ob 225/13i Auch; Beis wie T7 TE OGH 2014-05-15 6 Ob 5/14z Beis wie T4 TE OGH 2015-06-23 18 OCg 1/15v Auch; Veröff: SZ 2015/61 TE OGH 2016-06-14 3 Ob 90/16f Auch; Beis wie T7 TE OGH 2017-12-21 6 Ob 178/17w Auch; Beis wie T3; Beis wie T7 TE OGH 2018-02-13 5 Ob 188/17h Auch; Beis wie T7 TE OGH 2019-01-17 5 Ob 63/18b Auch; Beis wie T7 TE OGH 2019-05-15 18 OCg 6/18h Vgl; Beisatz: Dabei ist eine in einem Vertrag enthaltene Schiedsklausel als Nebenabrede zu beurteilen, die grundsätzlich (aber nicht immer) das Schicksal des Hauptvertrags teilt. (T8) Beisatz: Entscheidend ist der Wille der Vertragsparteien, der im Einzelfall durch Auslegung ermittelt werden muss. (T9) Veröff: SZ 2019/39 TE OGH 2022-09-28 18 ONc 1/22z Vgl; Beisatz: Hier: Ob und für welche Fälle eine Schiedsvereinbarung geschlossen wurde. (T10) TE OGH 2025-02-27 8 Ob 74/24a nur: Schiedsvereinbarungen sind als Prozesshandlungen (Prozessverträge) zu beurteilen. (T11) TE OGH 2025-05-22 4 Ob 55/25d vgl; Beisatz wie T4; Beisatz wie T7 TE OGH 2025-11-26 6 Ob 225/24t Beisatz wie T7 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1986:RS0045045
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