RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0083641 Entscheidungsdatum18.03.2025 Geschäftszahl10ObS129/87; 10ObS91/88; 10ObS215/89; 10ObS440/89; 10ObS104/90; 10ObS333/90; 10ObS386/90; 10ObS62/91; 10ObS230/91; 10ObS146/92; 10ObS243/93; 10ObS189/93; 10ObS2026/96f; 10ObS63/94; 10ObS265/97m; 10ObS70/99p; 10ObS27/99i; 10ObS278/99a; 10ObS178/00z; 10ObS156/00i; 10ObS100/01f; 10ObS53/01v; 10ObS161/02b; 10ObS32/02g; 10ObS27/10h; 10ObS149/09y; 10ObS73/11z; 10ObS58/14y; 10ObS68/15w; 10ObS60/18y; 10ObS86/21a; 10ObS131/23x; 10ObS28/24a; 10ObS12/25z; 10ObS24/25i NormASVG §40 ASVG §107 GSVG §20 GSVG §76 RechtssatzDer Rückforderungsanspruch des Sozialversicherungsträgers gemäß § 107 ASVG besteht schon bei leicht fahrlässiger Verletzung der Meldevorschrift des § 40 ASVG. Für den Rückforderungsanspruch gemäß § 107 ASVG muss der Sozialversicherungsträger nur beweisen, dass eine Verletzung der Meldevorschrift des § 40 ASVG vorliegt. Sache des Versicherten ist es, nachzuweisen, dass ihn kein Verschulden an der Verletzung der Meldevorschrift trifft.Der Rückforderungsanspruch des Sozialversicherungsträgers gemäß Paragraph 107, ASVG besteht schon bei leicht fahrlässiger Verletzung der Meldevorschrift des Paragraph 40, ASVG. Für den Rückforderungsanspruch gemäß Paragraph 107, ASVG muss der Sozialversicherungsträger nur beweisen, dass eine Verletzung der Meldevorschrift des Paragraph 40, ASVG vorliegt. Sache des Versicherten ist es, nachzuweisen, dass ihn kein Verschulden an der Verletzung der Meldevorschrift trifft. EntscheidungstexteTE OGH 1987-12-15 10 ObS 129/87 Veröff: SZ 60/276 = SSV-NF 1/69 TE OGH 1989-01-24 10 ObS 91/88 Veröff: SZ 62/12 = SSV-NF 3/9 = ZAS 1990/10 S 95 TE OGH 1989-09-12 10 ObS 215/89 nur: Der Rückforderungsanspruch des Sozialversicherungsträgers besteht schon bei leicht fahrlässiger Verletzung der Meldevorschrift. (T1) Veröff: SSV-NF 3/100 TE OGH 1990-03-13 10 ObS 440/89 nur T1; Beisatz: Ohne besondere Belehrung kann von einem juristischen Laien aber nicht erwartet werden, daß er die Meldepflicht an den Sozialhilfeträger zu erbringender Ersatzleistungen aus dem Titel des Unterhaltes erkennt. (T2) Veröff: SSV-NF 4/37 = ÖA 1990,139 TE OGH 1990-06-26 10 ObS 104/90 nur T1; Beisatz: Hat der Leistungsempfänger die Meldung trotz ausdrücklicher Belehrung unterlassen, so begründet dies regelmäßig ein Verschulden. (T3) Veröff: SZ 63/111 TE OGH 1990-11-06 10 ObS 333/90 nur T1; Veröff: SZ 63/195 = SSV-NF 4/141 TE OGH 1991-01-29 10 ObS 386/90 nur T1; Veröff: SSV-NF 5/4 TE OGH 1991-03-12 10 ObS 62/91 nur T1; Beisatz. Dabei sind die allgemeinen bürgerlich-rechtlichen Verschuldensmaßstäbe der §§ 1294 und 1297 ABGB heranzuziehen. Es ist daher zu fragen, wie sich der maßstabgerechte Durchschnittsmensch oder eine sorgfältige Person in der konkreten Lage verhalten hätte und wie 10 Ob S 104/
- (T4)nur T1; Beisatz. Dabei sind die allgemeinen bürgerlich-rechtlichen Verschuldensmaßstäbe der Paragraphen 1294 und 1297 ABGB heranzuziehen. Es ist daher zu fragen, wie sich der maßstabgerechte Durchschnittsmensch oder eine sorgfältige Person in der konkreten Lage verhalten hätte und wie 10 Ob S 104/
- (T4) TE OGH 1991-10-08 10 ObS 230/91 Beis wie T4; Veröff: SSV-NF 5/102 TE OGH 1992-11-10 10 ObS 146/92 Auch; Beis wie T3; Veröff: SSV-NF 6/125 TE OGH 1993-11-23 10 ObS 243/93 Veröff: EvBl 1994/140 S 698 TE OGH 1993-09-07 10 ObS 189/93 Beis wie T3; Beisatz: Die Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen über die Meldepflicht vermag den Leistungsempfänger regelmäßig nicht zu entschuldigen. (T5) TE OGH 1996-04-09 10 ObS 2026/96f Beis wie T5; Beisatz: Hier: § 72 BSVG. (T6) Veröff: SZ 69/88Beis wie T5; Beisatz: Hier: Paragraph 72, BSVG. (T6) Veröff: SZ 69/88 TE OGH 1997-06-04 10 ObS 63/94 nur T1 TE OGH 1997-10-15 10 ObS 265/97m Auch; Beis wie T5; Beisatz: Einem maßstabsgerechten Durchschnittsmenschen oder einer sorgfältigen Person (SSV-NF 4/91; 10 ObS 440/89), der ein Sachwalter ohne Zweifel ist, muß eine Vermögensvermehrung durch Zinseneinkünfte erkennbar sein. (T7) TE OGH 1999-05-04 10 ObS 70/99p Vgl auch; nur T1; Beis wie T4 nur: Dabei sind die allgemeinen bürgerlich-rechtlichen Verschuldensmaßstäbe der §§ 1294 und 1297 ABGB heranzuziehen. (T8) Beisatz: Bei Gewährung einer laufenden Leistung genügt es in der Regel, wenn der Leistungsempfänger die Möglichkeit ernstlich in Betracht ziehen mußte, dass ihm die Leistung zu Unrecht gewährt wird. (T9)Vgl auch; nur T1; Beis wie T4 nur: Dabei sind die allgemeinen bürgerlich-rechtlichen Verschuldensmaßstäbe der Paragraphen 1294 und 1297 ABGB heranzuziehen. (T8) Beisatz: Bei Gewährung einer laufenden Leistung genügt es in der Regel, wenn der Leistungsempfänger die Möglichkeit ernstlich in Betracht ziehen mußte, dass ihm die Leistung zu Unrecht gewährt wird. (T9) TE OGH 1999-05-04 10 ObS 27/99i Vgl auch; Beisatz: Hier: § 76 Abs 1 GSVG. (T10)Vgl auch; Beisatz: Hier: Paragraph 76, Absatz eins, GSVG. (T10) TE OGH 1999-11-09 10 ObS 278/99a Vgl auch TE OGH 2000-12-05 10 ObS 178/00z Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T10 TE OGH 2001-01-16 10 ObS 156/00i nur: Der Rückforderungsanspruch des Sozialversicherungsträgers gemäß § 107 ASVG besteht schon bei leicht fahrlässiger Verletzung der Meldevorschrift des § 40 ASVG. (T11); Veröff: SZ 74/9nur: Der Rückforderungsanspruch des Sozialversicherungsträgers gemäß Paragraph 107, ASVG besteht schon bei leicht fahrlässiger Verletzung der Meldevorschrift des Paragraph 40, ASVG. (T11); Veröff: SZ 74/9 TE OGH 2001-04-24 10 ObS 100/01f nur: Der Rückforderungsanspruch des Sozialversicherungsträgers gemäß § 107 ASVG besteht schon bei leicht fahrlässiger Verletzung der Meldevorschrift des § 40 ASVG. Für den Rückforderungsanspruch gemäß § 107 ASVG muss der Sozialversicherungsträger nur beweisen, dass eine Verletzung der Meldevorschrift des § 40 ASVG vorliegt. (T12)nur: Der Rückforderungsanspruch des Sozialversicherungsträgers gemäß Paragraph 107, ASVG besteht schon bei leicht fahrlässiger Verletzung der Meldevorschrift des Paragraph 40, ASVG. Für den Rückforderungsanspruch gemäß Paragraph 107, ASVG muss der Sozialversicherungsträger nur beweisen, dass eine Verletzung der Meldevorschrift des Paragraph 40, ASVG vorliegt. (T12) TE OGH 2001-06-12 10 ObS 53/01v Auch; nur: Der Rückforderungsanspruch des Sozialversicherungsträgers gemäß § 107 ASVG besteht schon bei leicht fahrlässiger Verletzung der Meldevorschrift des § 40 ASVG. Für den Rückforderungsanspruch gemäß § 107 ASVG muss der Sozialversicherungsträger nur beweisen, dass eine Verletzung der Meldevorschrift des § 40 ASVG vorliegt. (T13); Beis wie T7Auch; nur: Der Rückforderungsanspruch des Sozialversicherungsträgers gemäß Paragraph 107, ASVG besteht schon bei leicht fahrlässiger Verletzung der Meldevorschrift des Paragraph 40, ASVG. Für den Rückforderungsanspruch gemäß Paragraph 107, ASVG muss der Sozialversicherungsträger nur beweisen, dass eine Verletzung der Meldevorschrift des Paragraph 40, ASVG vorliegt. (T13); Beis wie T7 TE OGH 2002-05-28 10 ObS 161/02b Vgl aber; Beisatz: Während die in § 107 Abs 1 erster Satz ASVG genannten Tatbestände der bewusst unwahren Angaben und der bewussten Verschweigung maßgebender Tatsachen zumindest bedingten Vorsatz (dolus eventualis) voraussetzen, genügt zur Anwendung der beiden weiteren Rückforderungstatbestände bereits Fahrlässigkeit. (T14)Vgl aber; Beisatz: Während die in Paragraph 107, Absatz eins, erster Satz ASVG genannten Tatbestände der bewusst unwahren Angaben und der bewussten Verschweigung maßgebender Tatsachen zumindest bedingten Vorsatz (dolus eventualis) voraussetzen, genügt zur Anwendung der beiden weiteren Rückforderungstatbestände bereits Fahrlässigkeit. (T14) TE OGH 2002-05-28 10 ObS 32/02g Beis wie T3; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Antritt einer Strafhaft. Die auf den Wohnsitz Bezug nehmenden Meldevorschriften des § 40 Abs 1 ASVG sind den auf die für den Fortbestand der Bezugsberechtigung maßgebenden Verhältnisse gleichgestellt und nicht durch teleologische Reduktion auszuscheiden. (T15)Beis wie T3; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Antritt einer Strafhaft. Die auf den Wohnsitz Bezug nehmenden Meldevorschriften des Paragraph 40, Absatz eins, ASVG sind den auf die für den Fortbestand der Bezugsberechtigung maßgebenden Verhältnisse gleichgestellt und nicht durch teleologische Reduktion auszuscheiden. (T15) TE OGH 2010-03-23 10 ObS 27/10h Beis wie T3 TE OGH 2010-06-01 10 ObS 149/09y Vgl; Beis wie T14 TE OGH 2011-11-08 10 ObS 73/11z Auch TE OGH 2014-05-19 10 ObS 58/14y Auch TE OGH 2015-10-01 10 ObS 68/15w TE OGH 2018-07-17 10 ObS 60/18y nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Entscheidend sind die Umstände des Einzelfalls. (T16) TE OGH 2021-07-29 10 ObS 86/21a Vgl; nur T1; Beis wie T4 TE OGH 2024-02-13 10 ObS 131/23x vgl; nur T1 TE OGH 2024-04-16 10 ObS 28/24a Beisatz: Die Prüfung der Frage, ob eine schuldhafte Meldepflichtverletzung vorliegt, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab und entzieht sich grundsätzlich einer Beurteilung als erhebliche Rechtsfrage. (T17) TE OGH 2025-03-18 10 ObS 12/25z vgl; Beisatz nur wie T3 TE OGH 2025-03-18 10 ObS 24/25i Beisatz wie T17 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1987:RS0083641