RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0085962 Entscheidungsdatum19.01.1988 Geschäftszahl10Os39/87; 12Os102/89; 13Os122/90; 14Os136/92; 14Os59/93; 13Os27/95; 13Os187/95; 15Os61/96; 14Os90/97; 13Os108/03; 11Os36/04; 15Os31/04; 13Os140/10b; 13Os41/11w; 13Os1/13s; 13Os96/14p; 13Os67/14y; 13Os12/17i; 13Os114/18s NormFinStrG §21 Abs2; FinStrG §23 Abs2 RechtssatzDoppelverwertungsverbot: Das Zusammentreffen zweier Finanzvergehen ist nicht erschwerend, wenn dieser Umstand bereits die (größere) Höhe der Geldstrafdrohung bestimmt. EntscheidungstexteTE OGH 1988-01-19 10 Os 39/87 TE OGH 1989-11-09 12 Os 102/89 Beisatz: Allerdings hier keine Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 11, zweiter Fall, StPO, weil es sich beim (realkonkurrierenden) Zusammentreffen zweier Finanzvergehen angesichts der darin manifesten repetitiven Kriminalität immerhin um einen nach den allgemeinen Grundsätzen der Strafbemessung (§ 32 Abs 2 und 3 StGB, § 23 Abs 2 FinStrG) für die Gewichtung der Strafzumessungsschuld als aggravierend bedeutsamen Umstand handelt, der bloß irrig als besonderer Strafzumessungsgrund angeführt wurde. (T1)Beisatz: Allerdings hier keine Nichtigkeit nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11,, zweiter Fall, StPO, weil es sich beim (realkonkurrierenden) Zusammentreffen zweier Finanzvergehen angesichts der darin manifesten repetitiven Kriminalität immerhin um einen nach den allgemeinen Grundsätzen der Strafbemessung (Paragraph 32, Absatz 2 und 3 StGB, Paragraph 23, Absatz 2, FinStrG) für die Gewichtung der Strafzumessungsschuld als aggravierend bedeutsamen Umstand handelt, der bloß irrig als besonderer Strafzumessungsgrund angeführt wurde. (T1) TE OGH 1991-01-30 13 Os 122/90 TE OGH 1992-11-24 14 Os 136/92 TE OGH 1993-06-22 14 Os 59/93 Beis wie T1 TE OGH 1995-04-26 13 Os 27/95 Beis wie T1 TE OGH 1996-01-31 13 Os 187/95 Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Erschwerende Berücksichtigung der Deliktswiederholung durch den OGH anläßlich der Strafneubemessung. (T2) TE OGH 1996-05-09 15 Os 61/96 vgl; Beis wie T1 TE OGH 1997-09-09 14 Os 90/97 Vgl auch TE OGH 2003-09-24 13 Os 108/03 Vgl; Beis wie T1 TE OGH 2004-05-25 11 Os 36/04 Vgl; Beis ähnlich wie T1 TE OGH 2005-04-07 15 Os 31/04 Vgl auch; Beisatz: Hier: Erschwerende Wertung des „hohen Schadens" und des „Zusammentreffens mehrerer (Finanz)vergehen". (T3) TE OGH 2011-02-17 13 Os 140/10b Vgl; Beis ähnlich wie T2 TE OGH 2011-07-14 13 Os 41/11w Vgl aber; Beisatz: Die aggravierende Wertung des Zusammentreffens mehrerer Finanzvergehen verstößt nicht gegen das ‑ gemäß § 23 Abs 2 letzter Satz FinStrG auch im Finanzstrafverfahren zu beachtende ‑ Doppelverwertungsverbot des § 32 Abs 2 erster Satz StGB, weil hier zwar die Summe der Verkürzungsbeträge (§ 21 Abs 2 dritter Satz FinStrG), nicht jedoch der Umstand des Zusammentreffens die Strafdrohung bestimmt. (T4)Vgl aber; Beisatz: Die aggravierende Wertung des Zusammentreffens mehrerer Finanzvergehen verstößt nicht gegen das ‑ gemäß Paragraph 23, Absatz 2, letzter Satz FinStrG auch im Finanzstrafverfahren zu beachtende ‑ Doppelverwertungsverbot des Paragraph 32, Absatz 2, erster Satz StGB, weil hier zwar die Summe der Verkürzungsbeträge (Paragraph 21, Absatz 2, dritter Satz FinStrG), nicht jedoch der Umstand des Zusammentreffens die Strafdrohung bestimmt. (T4) TE OGH 2013-02-14 13 Os 1/13s Vgl aber; Auch Beis wie T4 TE OGH 2015-04-15 13 Os 96/14p Auch; Beis wie T4 TE OGH 2015-06-10 13 Os 67/14y Auch; Beis wie T4 TE OGH 2017-06-28 13 Os 12/17i Auch; Beis wie T4 TE OGH 2018-12-19 13 Os 114/18s Auch; Beis wie T4 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1988:RS0085962
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