RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0030324 Entscheidungsdatum24.10.2023 Geschäftszahl7Ob34/88; 7Ob5/90; 9Ob358/97f; 7Ob8/99y; 7Ob289/98w; 9ObA128/00i; 7Ob37/01v; 7Ob59/01d; 7Ob35/01z; 7Ob165/02v; 7Ob14/03i; 7Ob170/03f; 7Ob12/04x; 7Ob11/06b; 7Ob130/06b; 7Ob301/06z; 7Ob22/07x; 7Ob215/07d; 7Ob34/10s; 7Ob129/10m; 7Ob114/11g; 7Ob126/15b; 7Ob93/16a; 7Ob60/18a; 7Ob120/18z; 7Ob149/18i; 7Ob122/19w; 2Ob170/20v; 7Ob106/23y NormABGB §1324 VersVG §61 RechtssatzDie grobe Fahrlässigkeit setzt ein Verhalten voraus, von dem der Versicherungsnehmer wusste, oder wissen musste, dass es geeignet sei die Gefahr des Eintrittes eines Versicherungsfalles herbeizuführen oder zu vergrößern. EntscheidungstexteTE OGH 1988-09-22 7 Ob 34/88 Veröff: SZ 61/280 = VersR 1989,830 = VersRdSch 1989,352 TE OGH 1990-03-08 7 Ob 5/90 Vgl auch; Beisatz: Fahrlässigkeit fällt auch demjenigen zur Last, der sich mangels gehöriger Aufmerksamkeit oder gehörigen Fleißes der Rechtswidrigkeit seines Verhaltens nicht bewusst war oder trotz dieses Bewusstseins nicht vorhersah, dass sein Verhalten geeignet sei, einen schädigenden Erfolg herbeizuführen. (T1): Veröff: SZ 63/38 = VersR 1990,1415 = VersRdSch 1990,348 TE OGH 1998-01-14 9 Ob 358/97f Beisatz: Die Schadenswahrscheinlichkeit muss offenkundig so groß sein, dass es naheliegt, zur Vermeidung eines Schadens ein anderes Verhalten als das tatsächlich geübte in Betracht zu ziehen. (T2) TE OGH 1999-01-27 7 Ob 8/99y Beis wie T2 TE OGH 1999-05-28 7 Ob 289/98w Beis wie T2 TE OGH 2000-05-31 9 ObA 128/00i Vgl auch; Beis wie T2 TE OGH 2001-02-28 7 Ob 37/01v Auch; Beis wie T2 TE OGH 2001-03-30 7 Ob 59/01d Auch; Beis wie T2 TE OGH 2001-04-27 7 Ob 35/01z Vgl auch; Beis wie T2 TE OGH 2002-08-07 7 Ob 165/02v Beis wie T2 TE OGH 2003-04-28 7 Ob 14/03i Auch; Beis wie T2 TE OGH 2003-08-05 7 Ob 170/03f Beis wie T2 TE OGH 2004-02-13 7 Ob 12/04x Beis wie T2 TE OGH 2006-02-15 7 Ob 11/06b Beis wie T2 TE OGH 2006-06-21 7 Ob 130/06b Beisatz: Keine grobe Fahrlässigkeit bei Entsorgung von noch zündfähiger Asche in einem Plastikeimer in einem Schuppen, weil Versicherungsnehmer nach ordentlicher Prüfung irrtümlich von der Ungefährlichkeit der Asche ausging. (T3) TE OGH 2007-01-17 7 Ob 301/06z Auch; Beisatz: Das (regelmäßige!) Entsorgen von Aschenbecherinhalten samt sonstigen Abfällen im Gastronomiebetrieb in einen im Schankbereich stehenden und mit einem Plastikmüllsack ausgekleideten Plastikmistkübel ohne Deckel ist grob fahrlässig. (T4); Beisatz: Hier: § 61 VersVG in Verbindung mit Art 12 Abs 1 ABS
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.