RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0086318 Entscheidungsdatum30.11.1988 Geschäftszahl14Os42/88; 12Os102/89; 14Os133/89 (14Os134/89); 15Os57/92 (15Os64/92); 13Os46/92; 15Os153/92; 14Os59/93; 13Os204/94; 13Os24/95 (13Os25/95); 11Os59/97 (11Os60/97); 13Os147/02; 13Os163/02; 11Os9/04; 11Os3/06k; 11Os115/05d; 12Os53/05v; 13Os9/08k; 13Os83/11x; 13Os125/11y; 13Os154/15v; 13Os98/16k NormFinStrG §23 Abs2; StPO §281 Abs1 Z11 RechtssatzHat das Gericht bei der Strafbemessung wegen des Finanzvergehens der Abgabenhinterziehung die Höhe des (strafbestimmenden) Verkürzungsbetrages ausdrücklich als erschwerend gewertet, so bewirkt dieser Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot Nichtigkeit im Sinne des § 281 Abs 1 Z 11 zweiter Anwendungsfall StPO.Hat das Gericht bei der Strafbemessung wegen des Finanzvergehens der Abgabenhinterziehung die Höhe des (strafbestimmenden) Verkürzungsbetrages ausdrücklich als erschwerend gewertet, so bewirkt dieser Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot Nichtigkeit im Sinne des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, zweiter Anwendungsfall StPO. EntscheidungstexteTE OGH 1988-11-30 14 Os 42/88 Veröff: EvBl 1989/63 S 219 = JBl 1989,331 = SSt 59/90 TE OGH 1989-11-09 12 Os 102/89 Beisatz: Zwar verstößt auch die Wertung des (realkonkurrierenden) Zusammentreffens zweier Finanzvergehen gegen das Doppelverwertungsverbot, doch begründet dieser Verstoß keine Nichtigkeit, weil es sich bloß um die irrige Einordnung eines immerhin nach den allgemeinen Grundsätzen für die Strafbemessung (§ 32 Abs 2 und 3 StGB, § 23 Abs 2 FinStrG) für die Gewichtung der Strafzumessungsschuld als aggravierend bedeutsamen Umstand handelt. (T1)Beisatz: Zwar verstößt auch die Wertung des (realkonkurrierenden) Zusammentreffens zweier Finanzvergehen gegen das Doppelverwertungsverbot, doch begründet dieser Verstoß keine Nichtigkeit, weil es sich bloß um die irrige Einordnung eines immerhin nach den allgemeinen Grundsätzen für die Strafbemessung (Paragraph 32, Absatz 2 und 3 StGB, Paragraph 23, Absatz 2, FinStrG) für die Gewichtung der Strafzumessungsschuld als aggravierend bedeutsamen Umstand handelt. (T1) TE OGH 1990-01-17 14 Os 133/89 Vgl auch; nur: Bewirkt dieser Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot Nichtigkeit im Sinne des § 281 Abs 1 Z 11 zweiter Anwendungsfall StPO. (T2)Vgl auch; nur: Bewirkt dieser Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot Nichtigkeit im Sinne des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, zweiter Anwendungsfall StPO. (T2) Beisatz: Mit der Behauptung eines Verstoßes gegen das Doppelverwertungsverbot wird der Sache nach Urteilsnichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 11 StPO geltend gemacht. (T3)Beisatz: Mit der Behauptung eines Verstoßes gegen das Doppelverwertungsverbot wird der Sache nach Urteilsnichtigkeit nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, StPO geltend gemacht. (T3) TE OGH 1992-05-14 15 Os 57/92 Vgl auch; nur T2 TE OGH 1992-06-11 13 Os 46/92 Vgl auch; nur T2 TE OGH 1993-02-11 15 Os 153/92 Vgl auch; nur T2; Beis wie T3 TE OGH 1993-06-22 14 Os 59/93 Vgl; Beis wie T1 TE OGH 1995-01-11 13 Os 204/94 TE OGH 1995-04-19 13 Os 24/95 Vgl auch, nur T2; Beisatz: Im geschworengerichtlichen Verfahren nach § 345 Abs 1 Z 13 zweiter Fall StPO. (T4)Vgl auch, nur T2; Beisatz: Im geschworengerichtlichen Verfahren nach Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 13, zweiter Fall StPO. (T4) TE OGH 1997-08-05 11 Os 59/97 Vgl auch TE OGH 2003-01-15 13 Os 147/02 Vgl auch TE OGH 2003-02-19 13 Os 163/02 Auch TE OGH 2004-03-30 11 Os 9/04 nur: Hat das Gericht bei der Strafbemessung die Höhe des strafbestimmenden Verkürzungsbetrages ausdrücklich als erschwerend gewertet, so bewirkt dieser Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot Nichtigkeit im Sinne des § 281 Abs 1 Z 11 zweiter Anwendungsfall StPO. (T5)nur: Hat das Gericht bei der Strafbemessung die Höhe des strafbestimmenden Verkürzungsbetrages ausdrücklich als erschwerend gewertet, so bewirkt dieser Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot Nichtigkeit im Sinne des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, zweiter Anwendungsfall StPO. (T5) TE OGH 2006-03-14 11 Os 3/06k Auch TE OGH 2006-03-28 11 Os 115/05d Vgl auch TE OGH 2006-04-20 12 Os 53/05v Auch TE OGH 2009-01-22 13 Os 9/08k TE OGH 2011-11-17 13 Os 83/11x Auch TE OGH 2012-01-19 13 Os 125/11y TE OGH 2016-05-18 13 Os 154/15v TE OGH 2016-10-12 13 Os 98/16k Vgl aber; Beisatz: Die aggravierende Wertung der mehrfachen Überschreitung der Qualifikationsgrenze des § 39 Abs 3 lit c FinStrG verstößt nicht gegen das Doppelverwertungsverbot (§ 23 Abs 2 letzter Satz FinStrG iVm § 32 Abs 2 erster Satz StGB), weil der angesprochene Umstand hier nicht die Strafdrohung bestimmt. Anders als der Großteil der Sanktionsnormen des FinStrG enthält § 39 Abs 3 FinStrG nämlich keine wertbetragsabhängigen (§ 21 Abs 2 dritter Satz FinStrG), sondern mittels fixer Höchstgrenzen determenierte Strafdrohungen. (T6)Vgl aber; Beisatz: Die aggravierende Wertung der mehrfachen Überschreitung der Qualifikationsgrenze des Paragraph 39, Absatz 3, Litera c, FinStrG verstößt nicht gegen das Doppelverwertungsverbot (Paragraph 23, Absatz 2, letzter Satz FinStrG in Verbindung mit Paragraph 32, Absatz 2, erster Satz StGB), weil der angesprochene Umstand hier nicht die Strafdrohung bestimmt. Anders als der Großteil der Sanktionsnormen des FinStrG enthält Paragraph 39, Absatz 3, FinStrG nämlich keine wertbetragsabhängigen (Paragraph 21, Absatz 2, dritter Satz FinStrG), sondern mittels fixer Höchstgrenzen determenierte Strafdrohungen. (T6) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1988:RS0086318
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