RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0084855 Entscheidungsdatum28.09.2023 Geschäftszahl10ObS101/89; 10ObS157/89; 10ObS153/89; 10ObS128/89; 10ObS295/89; 10ObS284/89; 10ObS385/89; 10ObS330/89; 10ObS419/89; 10ObS329/89; 10ObS88/90; 10ObS24/90; 10ObS20/90; 10ObS305/90; 10ObS132/91; 10ObS371/91; 10ObS119/92; 10ObS111/92; 10ObS92/92; 10ObS219/92; 10ObS264/92; 10ObS286/92; 10ObS99/93; 10ObS31/96; 10ObS47/96; 10ObS2329/96i; 10ObS279/97w; 10ObS198/98k; 10ObS299/98p; 10ObS234/98d; 10ObS369/98g; 10ObS421/98d; 10ObS7/99y; 10ObS124/99d; 10ObS3/00i; 10ObS207/01s; 10ObS30/05t; 10ObS126/05k; 10ObS52/06d; 10ObS126/07p; 10ObS24/09s; 10ObS66/09t; 10ObS112/10h; 10ObS6/12y; 10ObS43/13s; 10ObS70/13m; 10ObS106/14g; 10ObS14/15d; 10ObS7/17b; 10ObS194/21h; 10ObS112/23b NormASVG §255 Abs3 Ca ASVG §273 Abs3 RechtssatzIst beim Versicherten zweimal bis dreimal jährlich mit zwei bis drei Wochen dauernden Krankenständen zu rechnen, so ist dies nicht so ungewöhnlich, daß seine Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr bewertet würde und er daher von diesem ausgeschlossen wäre. EntscheidungstexteTE OGH 1989-04-18 10 ObS 101/89 Veröff: SSV-NF 3/45 TE OGH 1989-05-09 10 ObS 157/89 TE OGH 1989-05-09 10 ObS 153/89 TE OGH 1989-04-18 10 ObS 128/89 TE OGH 1989-09-26 10 ObS 295/89 TE OGH 1989-09-26 10 ObS 284/89 Auch; Beisatz: § 48 ASGG. (T1)Auch; Beisatz: Paragraph 48, ASGG. (T1) TE OGH 1989-12-05 10 ObS 385/89 Vgl auch; Beisatz: Hier: § 133 GSVG. (T2) Veröff: SZ 62/196 = SSV-NF 3/152Vgl auch; Beisatz: Hier: Paragraph 133, GSVG. (T2) Veröff: SZ 62/196 = SSV-NF 3/152 TE OGH 1989-12-05 10 ObS 330/89 Auch TE OGH 1989-12-19 10 ObS 419/89 Vgl auch TE OGH 1989-12-19 10 ObS 329/89 Auch; Beisatz: Anders, wenn Krankenstände in der Dauer von drei Monaten zu erwarten wären. (T3) TE OGH 1990-03-13 10 ObS 88/90 Vgl auch; Beisatz: Hier: Invaliditätspension bei übers Jahr verteilten Krankenständen in der Dauer von zwei Monaten. (T4) TE OGH 1990-03-13 10 ObS 24/90 TE OGH 1990-03-13 10 ObS 20/90 Auch; Beisatz: Der OGH hat in seiner Entscheidung SSV-NF 3/45 hervorgehoben, dass es sich bei den Werten, von denen er ausgegangen ist, um Durchschnittswerte aller Altersgruppen handelt. Dies bedeutet, dass bei älteren Arbeitnehmer im allgemeinen auch im Durchschnitt mit längeren Krankenständen zu rechnen sein wird. Für den Fall, dass die infolge des vorhandenen Leidens zu erwartenden Krankenstände acht Wochen erreichen, hat der OGH in 10 Ob S 385/89 den Ausschluss vom Arbeitsmarkt bejaht. (T5) Veröff: SSV-NF 4/40 TE OGH 1990-11-20 10 ObS 305/90 Vgl auch TE OGH 1991-05-07 10 ObS 132/91 Auch; Beis wie T1 TE OGH 1992-01-28 10 ObS 371/91 Auch; Beisatz: Jährliche Krankenstände von höchstens dreißig Tagen bedeuten jedenfalls keinen Ausschluss vom allgemeinen Arbeitsmarkt. (T6) TE OGH 1992-06-16 10 ObS 119/92 Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Zu erwartende Krankenstände von sieben Wochen jährlich schließen vom Arbeitsmarkt aus. (T7) TE OGH 1992-05-26 10 ObS 111/92 Auch; Beisatz: Jeweils zehn bis vierzehn Tage dauernde Krankenstände im jährlichen Höchstausmaß von acht Wochen führen noch nicht zu einem Ausschluss vom allgemeinen Arbeitsmarkt. (T8) Veröff: SSV-NF 6/70 TE OGH 1992-06-16 10 ObS 92/92 Vgl aber; Beis wie T6; Beisatz: Zu erwartende Krankenstände von sechs Wochen jährlich schließen vom allgemeinen Arbeitsmarkt nicht aus, solche von sieben Wochen und mehr hingegen schon. (T9) TE OGH 1992-09-29 10 ObS 219/92 Vgl aber; Beis wie T9 TE OGH 1992-11-10 10 ObS 264/92 Vgl aber; Beis wie T9 TE OGH 1992-12-15 10 ObS 286/92 Vgl aber; Beis wie T7 TE OGH 1993-05-25 10 ObS 99/93 Vgl aber; Beis wie T6; Beis wie T9 TE OGH 1996-02-06 10 ObS 31/96 Vgl; Beis wie T9; Beisatz: Hiebei sind auch in Zukunft zu erwartende Kurbehandlungen, die zur Hintanhaltung einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes erforderlich sind, bei der Prüfung, ob der (die) Versicherte vom allgemeinen Arbeitsmarkt ausgeschlossen ist, zu berücksichtigen. Bei einer Gesamtkrankenstandsdauer von sechs Wochen jährlich ist unter Einrechnung der in Abständen von drei bis vier Jahren indizierten Kuraufenthalte von je rund drei Wochen mit Krankenständen in der Dauer von sieben Wochen jährlich zu rechnen, was den Versicherten vom allgemeinen Arbeitsmarkt ausschließt und daher invalid im Sinne des § 255 Abs 3 ASVG macht. (T10)Vgl; Beis wie T9; Beisatz: Hiebei sind auch in Zukunft zu erwartende Kurbehandlungen, die zur Hintanhaltung einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes erforderlich sind, bei der Prüfung, ob der (die) Versicherte vom allgemeinen Arbeitsmarkt ausgeschlossen ist, zu berücksichtigen. Bei einer Gesamtkrankenstandsdauer von sechs Wochen jährlich ist unter Einrechnung der in Abständen von drei bis vier Jahren indizierten Kuraufenthalte von je rund drei Wochen mit Krankenständen in der Dauer von sieben Wochen jährlich zu rechnen, was den Versicherten vom allgemeinen Arbeitsmarkt ausschließt und daher invalid im Sinne des Paragraph 255, Absatz 3, ASVG macht. (T10) TE OGH 1996-03-26 10 ObS 47/96 Vgl; Beisatz: Häufige oder lang andauernde Krankenstände können bewirken, dass der einem Versicherten verbliebene Rest an Arbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt unverwertbar wird. (T11) TE OGH 1996-09-12 10 ObS 2329/96i Vgl auch; Beisatz: Eine Krankenstandserwartung von bloß drei Wochen jährlich bewirkt keinen Ausschluss vom allgemeinen Arbeitsmarkt. (T12) TE OGH 1997-09-30 10 ObS 279/97w Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 1998-08-18 10 ObS 198/98k Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 1998-09-15 10 ObS 299/98p Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 1998-09-15 10 ObS 234/98d Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 1998-11-24 10 ObS 369/98g Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 1999-01-12 10 ObS 421/98d Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 1999-01-26 10 ObS 7/99y Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 1999-11-09 10 ObS 124/99d Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Zwischen Arbeitern und Angestellten besteht hinsichtlich der Dauer der voraussichtlichen Krankenstände, welche zum Ausschluss vom Arbeitsmarkt führen, kein Unterschied. (T13) TE OGH 2000-03-21 10 ObS 3/00i Auch; Beisatz: Leidensbedingte Krankenstände in der Dauer von maximal fünf bis sechs Wochen im Jahr bewirken keinen Ausschluss vom Arbeitsmarkt. (T14) TE OGH 2001-07-30 10 ObS 207/01s Vgl auch; Beis ähnlich wie T9 TE OGH 2005-04-12 10 ObS 30/05t Auch TE OGH 2006-02-17 10 ObS 126/05k Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 2006-05-22 10 ObS 52/06d Auch; Beis wie T7 TE OGH 2007-10-09 10 ObS 126/07p Auch; Beisatz: Für einen Ausschluss eines Versicherten vom allgemeinen Arbeitsmarkt ist erforderlich, dass in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit und trotz zumutbarer Krankenbehandlung leidensbedingte Krankenstände in einer Dauer von sieben Wochen und darüber im Jahr zu erwarten sind. (T15) TE OGH 2009-02-24 10 ObS 24/09s Auch; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Zeiten „einmaliger", wenn auch länger dauernder Krankenstände sind im Regelfall nicht in die zu erwartende Krankenstandsdauer einzubeziehen. (T16) TE OGH 2009-06-16 10 ObS 66/09t Auch; Beis wie T15; Beis wie T16 TE OGH 2010-07-27 10 ObS 112/10h Auch; Beis wie T7 TE OGH 2012-02-14 10 ObS 6/12y Auch; Beis wie T15 TE OGH 2013-04-16 10 ObS 43/13s Vgl; Beis wie T7; Beis wie T16 TE OGH 2013-05-28 10 ObS 70/13m Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T10; Beisatz: Anteilige Berücksichtigung von regelmäßigen Kur- oder Reha-Aufenthalten (T17) Beis wie T16 TE OGH 2014-09-30 10 ObS 106/14g Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T10; Beisatz: Mit präzisierenden Ausführungen zu 10 ObS 31/96 = T10. (T18) Beisatz: Eine Reduktion der durchschnittlichen Krankenstandsdauer für männliche Angestellte auf 12,5 Tage im Jahr 2012 zieht die bisherige Rechtsprechung nicht in Zweifel. (T19) TE OGH 2015-02-24 10 ObS 14/15d Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 2017-01-24 10 ObS 7/17b Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T16 TE OGH 2022-02-22 10 ObS 194/21h Beis wie T7 TE OGH 2023-09-28 10 ObS 112/23b vgl; Beisatz nur wie T14 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1989:RS0084855
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