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{'item': '12Os19/90; 11Os66/03; 13Os120/07g; 11Os14/08f (11Os15/08b); 12Os83/08k (12Os107/08i); 12Os8/09g (12Os9/09d); 14Os145/09v (14Os146/09s); 11Os

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0101310 Entscheidungsdatum26.03.2025 Geschäftszahl12Os19/90; 11Os66/03; 13Os120/07g; 11Os14/08f (11Os15/08b); 12Os83/08k (12Os107/08i); 12Os8/09g (12Os9/09d); 14Os145/09v (14Os146/09s); 11Os13/10m (11Os14/10h); 14Os62/10i (14Os66/10b); 12Os46/10x (12Os64/10v); 13Os121/10h (13Os122/10f); 14Os57/11f (14Os58/11b; 14Os69/11w); 11Os36/12x (11Os49/12h); 13Os15/13z (13Os16/13x); 12Os117/12s (12Os118/12p); 14Os19/14x (14Os29/14t); 12Os49/14v; 14Os111/14a (14Os112/14y); 17Os42/14a (17Os55/114p); 13Os37/15p; 13Os87/17v (113Os98/17m); 13Os142/17g (13Os33/18d); 14Os73/19w (14Os74/19t); 11Os61/20k (11Os62/20g; 11Os64/20a); 11Os106/22f; 12Os91/23h (12Os92/23f); 13Os73/23v (13Os76/23k); 15Os91/24g; 13Os49/24s (13Os50/24p; 13Os51/24k); 15Os21/25i NormStPO §364 Abs1 RechtssatzAls ein unabwendbarer, weder dem Wiedereinsetzungswerber noch dessen Verteidiger als Verschulden zurechenbarer Umstand wird nach ständiger Rechtsprechung das einmalige Versehen einer sonst verlässlichen Kanzleiangestellten angesehen, soferne der Anwalt der Pflicht zur Überprüfung seines Personals nicht nachkommen konnte oder sich nach den Umständen darauf verlassen durfte, dass seine Hilfskräfte den ihnen zur Vermeidung von Fristversäumnissen erteilten allgemeinen und besonderen Anweisungen nachkommen würden. EntscheidungstexteTE OGH 1990-02-22 12 Os 19/90 Veröff: AnwBl 1990,396 TE OGH 2003-05-27 11 Os 66/03 auch; nur: Als ein unabwendbarer, weder dem Wiedereinsetzungswerber noch dessen Verteidiger als Verschulden zurechenbarer Umstand wird nach ständiger Rechtsprechung das einmalige Versehen einer sonst verlässlichen Kanzleiangestellten angesehen. (T1) TE OGH 2007-11-07 13 Os 120/07g Auch; Beisatz: Das Verschulden eines Kanzleiangestellten steht der Bewilligung der Wiedereinsetzung dann nicht entgegen, wenn es sich um ein einmaliges Versehen handelt, das angesichts der Verlässlichkeit und Bewährung der Kanzleikraft nicht zu erwarten war und dem Verteidiger nicht die Verletzung der von ihm zu erwartenden Sorgfalts-, Organisations- und Kontrollpflichten vorgeworfen werden muss. (T2) TE OGH 2008-04-01 11 Os 14/08f Auch; Beis ähnlich wie T2 TE OGH 2008-08-22 12 Os 83/08k TE OGH 2009-04-23 12 Os 8/09g Vgl; Beisatz: Organisationsverschulden, für dessen Beurteilung der Standard einer gut organisierten Rechtsanwaltskanzlei gilt, schließt die Wiedereinsetzung in aller Regel aus. (T3); Beisatz: Organisationsverschulden, für dessen Beurteilung der Standard einer gut organisierten Rechtsanwaltskanzlei gilt, das die Wiedereinsetzung in aller Regel ausschließt, liegt vor, wenn der Verteidiger in einer mit Strafsachen nur selten befassten Kanzlei die mündliche Rechtsmittelanmeldung nicht im Handakt ersichtlich machte, seine Sekretärin, die über die gesetzlich vorgesehene Möglichkeit einer solchen Prozesshandlung gar nicht informiert war, über diese und deren Folgen nicht in Kenntnis setzte und ihr für diesen im ordentlichen Kanzleibetrieb nicht geregelten Fall keine konkreten Anweisungen erteilte. (T4) TE OGH 2009-12-15 14 Os 145/09v Vgl; Beis wie T2 TE OGH 2010-03-02 11 Os 13/10m Auch; Beisatz: Das irrtümlich falsche Setzen der Eingangsstampiglie (

  1. statt
  2. Oktober) auf der dem Verteidiger zugestellten Urteilsausfertigung durch eine ansonsten jahrelang zuverlässige Bedienstete der Rechtsanwaltskanzlei des Verteidigers ist ein unvorhersehbares und fallbezogen unabwendbares Versehen minderen Grades und begründet mangels Verletzung rechtsanwaltlicher Sorgfalts-, Organisations- und Kontrollpflichten den berechtigten Anspruch auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. (T5) TE OGH 2010-05-18 14 Os 62/10i Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Fehler des Rechtsanwalts selbst in der Handhabung des Fristenwesens begründen aber kein Versehen bloß minderen Grades. (T6) TE OGH 2010-05-06 12 Os 46/10x Vgl; Beis wie T2 TE OGH 2010-11-18 13 Os 121/10h Auch TE OGH 2011-06-28 14 Os 57/11f Auch TE OGH 2012-05-24 11 Os 36/12x Vgl auch; Vgl auch Beis wie T2; Vgl auch Beis wie T3 TE OGH 2013-07-02 13 Os 15/13z Auch TE OGH 2014-01-30 12 Os 117/12s Auch; Beisatz: Hier: Wegen eines erstmaligen Versehens einer Kanzleikraft wurde eine falsche, nämlich das Rechtsmittel nicht enthaltende pdf-Datei im Wege des WEB-ERV übermittelt - Wiedereinsetzungsantrag bewilligt. (T7) TE OGH 2014-04-01 14 Os 19/14x Vgl TE OGH 2014-06-11 12 Os 49/14v Auch; Beisatz: Hier: Verlässliche, erfahrene Anwaltssekretärin vergaß erstmalig, einen vom Verteidiger zum Absenden freigegebenen Schriftsatz (Rechtsmittelanmeldung) im WebERV abzusenden ‑ Wiedereinsetzung bewilligt. (T8) TE OGH 2014-12-16 14 Os 111/14a Auch; Beis ähnlich wie T2 TE OGH 2015-01-21 17 Os 42/14a Auch TE OGH 2015-04-27 13 Os 37/15p Auch TE OGH 2018-01-31 13 Os 87/17v Auch TE OGH 2018-03-14 13 Os 142/17g Auch; Beis wie T6 TE OGH 2019-10-07 14 Os 73/19w Beis wie T7 TE OGH 2020-09-08 11 Os 61/20k Beis nur wie T6; Beisatz: Hier: Fristenlauf im Zusammenhang mit COVID-19-Maßnahmen. (T9) TE OGH 2022-11-04 11 Os 106/22f Vgl TE OGH 2023-08-25 12 Os 91/23h vgl; Beisatz wie T8 TE OGH 2023-10-18 13 Os 73/23v vgl TE OGH 2024-09-10 15 Os 91/24g vgl; Beisatz: Hier: Bewilligung der Wiedereinsetzung, nachdem die Rechtsmittelanmeldung im elektronischen Rechtsverkehr an sich rechtzeitig, aber versehentlich in einem "Parallelverfahren" desselben Gerichts gegen eine andere Person mit gleichem Nachnamen abgesendet worden war. (T10) TE OGH 2024-09-11 13 Os 49/24s vgl; Beisatz wie T7 TE OGH 2025-03-26 15 Os 21/25i vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1990:RS0101310

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.