RIS Dokument GerichtOGH Entscheidungsdatum29.05.1990 Geschäftszahl15Os46/90; 14Os125/90; 14Os14/91; 12Os123/91; 13Os62/91; 13Os100/91; 13Os35/92; 12Os65/95; 15Os176/96; 15Os214/96; 11Os149/98 (11Os150/98); 14Os184/98; 14Os106/06d (14Os107/06a); 11Os4/07h NormStGB §55 Abs3; StPO idF StGNov 1989 §494a Abs7;StPO in der Fassung StGNov 1989 §494a Abs7; RechtssatzDurch die Änderung des § 494 a Abs 7 StPO mit der StGNov 1989, BGBl 1989/242, wurde keineswegs eine dem § 55 Abs 3 StGB derogierende materiellrechtliche Neuregelung normiert, sondern vielmehr - wie sich aus den Materialien (JAB 927 BlgNR XVII.GP,5
- f)in Verbindung mit der Zitierung des § 53 Abs 2 StGB in der geänderten Verfahrensbestimmung ergibt - bloß eine kompetenzrechtliche Neugestaltung des Verfahrens dahin, daß die (materiellrechtlich weiterhin nur in den Fällen des § 53 StGB mögliche) Verlängerung der Probezeit durch Richterspruch und die damit im Zusammenhang stehende Maßnahmen in Hinkunft (anders als nach der Rechtslage gemäß dem StRÄG 1987) gleichfalls in die Zuständigkeit des im neuen Verfahren erkennenden Gerichtes fallen.Durch die Änderung des Paragraph 494, a Absatz 7, StPO mit der StGNov 1989, BGBl 1989/242, wurde keineswegs eine dem Paragraph 55, Absatz 3, StGB derogierende materiellrechtliche Neuregelung normiert, sondern vielmehr - wie sich aus den Materialien (JAB 927 BlgNR römisch siebzehn.GP,5
- f)in Verbindung mit der Zitierung des Paragraph 53, Absatz 2, StGB in der geänderten Verfahrensbestimmung ergibt - bloß eine kompetenzrechtliche Neugestaltung des Verfahrens dahin, daß die (materiellrechtlich weiterhin nur in den Fällen des Paragraph 53, StGB mögliche) Verlängerung der Probezeit durch Richterspruch und die damit im Zusammenhang stehende Maßnahmen in Hinkunft (anders als nach der Rechtslage gemäß dem StRÄG 1987) gleichfalls in die Zuständigkeit des im neuen Verfahren erkennenden Gerichtes fallen. EntscheidungstexteTE OGH 1990/05/29 15 Os 46/90 Veröff: EvBl 1990/166 S 789 = AnwBl 1991,125 (Graff) TE OGH 1990/12/04 14 Os 125/90 TE OGH 1991/02/26 14 Os 14/91 Vgl auch; Beisatz: § 494 a Abs 7 StPO ist (bloß) eine Zuständigkeitsnorm, ohne daß der Anwendungsbereich der darin bezogenen materiellrechtlichen Vorschriften (§ 53 Abs 2 StGB, § 15 Abs 2 JGG) erweitert würde. (T1) Vgl auch; Beisatz: Paragraph 494, a Absatz 7, StPO ist (bloß) eine Zuständigkeitsnorm, ohne daß der Anwendungsbereich der darin bezogenen materiellrechtlichen Vorschriften (Paragraph 53, Absatz 2, StGB, Paragraph 15, Absatz 2, JGG) erweitert würde. (T1) TE OGH 1991/10/17 12 Os 123/91 Vgl auch; Beis wie T1 TE OGH 1991/09/04 13 Os 62/91 Vgl auch TE OGH 1991/10/16 13 Os 100/91 Vgl auch; Beis wie T1 TE OGH 1992/04/08 13 Os 35/92 Vgl auch; Beis wie T1 TE OGH 1995/06/22 12 Os 65/95 Vgl auch TE OGH 1996/12/05 15 Os 176/96 Vgl auch; Beis wie T1 TE OGH 1997/01/30 15 Os 214/96 Vgl auch; Beis wie T1 TE OGH 1998/11/17 11 Os 149/98 Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Nunmehr: § 494a Abs 6 StPO. (T2) Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Nunmehr: Paragraph 494 a, Absatz 6, StPO. (T2) TE OGH 1999/01/26 14 Os 184/98 Vgl aber; Beisatz: Die Zuständigkeit zur Entscheidung über den Widerruf bei nachträglicher Verurteilung (§ 55 StGB) richtet sich nach § 495 Abs 2 StPO und nicht nach § 494a StPO (entgegen EvBl 1990/166). (T3) Vgl aber; Beisatz: Die Zuständigkeit zur Entscheidung über den Widerruf bei nachträglicher Verurteilung (Paragraph 55, StGB) richtet sich nach Paragraph 495, Absatz 2, StPO und nicht nach Paragraph 494 a, StPO (entgegen EvBl 1990/166). (T3) TE OGH 2006/10/10 14 Os 106/06d Vgl aber; Beis wie T3 TE OGH 2007/06/19 11 Os 4/07h Gegenteilig RechtssatznummerRS0091697