RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0028499 Entscheidungsdatum27.04.2023 Geschäftszahl1Ob711/89; 1Ob49/91; 9Ob243/02d; 9Ob91/03b; 5Ob107/06f; 3Ob283/06y; 1Ob127/07v; 10Ob96/08b; 4Ob130/09k; 1Ob208/12p; 9Ob53/12b; 2Ob191/12w; 1Ob43/15b; 6Ob90/16b; 3Ob165/17m; 8Ob63/17y; 5Ob4/18a; 6Ob146/18s; 3Ob177/19d; 17Ob8/23k NormABGB §1313a IABGB §1313a römisch eins RechtssatzDer Geschäftsherr haftet dann nicht nach § 1313a ABGB, wenn das Verhalten des Gehilfen aus dem allgemeinen Umkreis des Aufgabenbereiches, den der Gehilfe im Rahmen der Interessenverfolgung für den Schuldner wahrzunehmen hatte, herausfällt.Der Geschäftsherr haftet dann nicht nach Paragraph 1313 a, ABGB, wenn das Verhalten des Gehilfen aus dem allgemeinen Umkreis des Aufgabenbereiches, den der Gehilfe im Rahmen der Interessenverfolgung für den Schuldner wahrzunehmen hatte, herausfällt. EntscheidungstexteTE OGH 1990-11-14 1 Ob 711/89 Veröff: SZ 63/201 = ecolex 1991,312 TE OGH 1991-12-18 1 Ob 49/91 TE OGH 2002-12-04 9 Ob 243/02d TE OGH 2003-08-27 9 Ob 91/03b TE OGH 2006-06-27 5 Ob 107/06f TE OGH 2007-01-31 3 Ob 283/06y Beisatz: Hier: Der Betrug des Erfüllungsgehilfen steht nur in einem äußeren Zusammenhang (nach Zeit und Ort der Vertragsanbahnung) mit den vorvertraglichen Pflichten des Geschäftsherrn - Verneinung eines inneren sachlichen Zusammenhangs der schädigenden Handlung mit dem vorvertraglichen Pflichtenkreis des Geschäftsherrn stellt zumindest eine vertretbare Rechtsansicht dar. (T1) TE OGH 2007-11-29 1 Ob 127/07v Vgl auch; Beisatz: Der Schuldner haftet nicht für ein Verhalten der Hilfspersonen, das mit dem Schuldverhältnis in keinem inneren Zusammenhang mehr steht, sondern in den Bereich der allgemeinen Lebensführung des Gehilfen gehört, in deren Rahmen er seine eigenen Interessen verfolgt. (T2) TE OGH 2008-12-22 10 Ob 96/08b Vgl auch; Beisatz: Setzt der Gehilfe aus eigenem Antrieb nicht geschuldete Handlungen, die vom sachlichen Zusammenhang mit der vom Schuldner angestrebten Interessenverfolgung nicht zur Gänze gelöst sind, so ist dafür nach § 1313a ABGB zu haften. (T3)Vgl auch; Beisatz: Setzt der Gehilfe aus eigenem Antrieb nicht geschuldete Handlungen, die vom sachlichen Zusammenhang mit der vom Schuldner angestrebten Interessenverfolgung nicht zur Gänze gelöst sind, so ist dafür nach Paragraph 1313 a, ABGB zu haften. (T3) TE OGH 2009-09-29 4 Ob 130/09k Vgl auch; Veröff: SZ 2009/127 TE OGH 2012-12-13 1 Ob 208/12p Vgl; Veröff: SZ 2012/137 TE OGH 2013-02-21 9 Ob 53/12b TE OGH 2013-07-30 2 Ob 191/12w Vgl TE OGH 2015-05-21 1 Ob 43/15b Auch; Beisatz: Hier: Keine Zurechnung des vorsätzlich unerlaubten Handelns des Finanzberaters eines Anlegers gemäß § 1313a ABGB mangels Sachzusammenhangs mit den von der Bank geschuldeten Beratungspflichten. (T4)Auch; Beisatz: Hier: Keine Zurechnung des vorsätzlich unerlaubten Handelns des Finanzberaters eines Anlegers gemäß Paragraph 1313 a, ABGB mangels Sachzusammenhangs mit den von der Bank geschuldeten Beratungspflichten. (T4) TE OGH 2016-05-30 6 Ob 90/16b Beisatz: Der Geschäftsherr haftet somit etwa nicht für Diebstähle (3 Ob 296/98w) oder Betrügereien (3 Ob 283/06y), aber auch dann nicht, wenn der Gehilfe einen Rat in einem Bereich erteilt, der durch den Vertrag zwischen Geschädigtem und Geschäftsherr nicht gedeckt ist. (T5) TE OGH 2017-10-25 3 Ob 165/17m TE OGH 2017-09-28 8 Ob 63/17y TE OGH 2018-02-13 5 Ob 4/18a TE OGH 2018-08-31 6 Ob 146/18s Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2018/67 TE OGH 2019-12-17 3 Ob 177/19d TE OGH 2023-04-27 17 Ob 8/23k vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1990:RS0028499
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.