RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0071267 Entscheidungsdatum24.04.1991 Geschäftszahl1Ob549/91; 7Ob585/91; 7Ob590/91; 6Ob614/91; 2Ob550/91; 5Ob505/92; 2Ob512/92; 6Ob568/92; 2Ob566/92; 4Ob527/92; 4Ob513/93 (4Ob514/93); 2Ob511/93; 1Ob518/93; 8Ob537/93; 1Ob600/92; 2Ob571/93; 1Ob584/93; 6Ob543/94; 4Ob549/94; 4Ob576/94; 2Ob507/95; 2Ob523/95; 3Ob510/95; 7Ob638/95; 2Ob2100/96d; 2Ob2215/96s; 7Ob2423/96s; 7Ob17/97v; 2Ob347/97m; 6Ob238/99i; 6Ob242/99b; 6Ob198/02i; 2Ob270/04a; 6Ob48/06m; 7Ob186/06p; 1Ob235/06z; 2Ob12/05m; 8Ob167/08d; 4Ob210/09z; 3Ob142/10v; 2Ob177/10h; 7Ob10/11p; 5Ob126/11g; 7Ob237/11w; 7Ob135/14z; 7Ob114/17s; 7Ob76/21h NormABGB §215; HeimAufG §15 Abs4; MRK Art5 Abs1 lite II4g; MRK At5 Abs4 IV4a; PersFrSchG Art2 Abs2 Z5; PersFrSchG Art6 Abs1; UbG allg RechtssatzIn Fällen, in denen mit Gerichtsbeschluss das Grundrecht des Menschen auf persönliche Freiheit (hier Art 5 Abs 1 lit e MRK beziehungsweise Art 2 Abs 2 Z 5 des B-VG vom 29.11.1988, BGBl 648, über den Schutz der persönlichen Freiheit) berührt wird, hat der davon in seinen Rechten Beeinträchtigte auch noch nach Aufhebung der freiheitseinschränkenden Maßnahme weiterhin ein rechtliches Interesse an der Feststellung, ob die Anhaltung zu Recht erfolgte.In Fällen, in denen mit Gerichtsbeschluss das Grundrecht des Menschen auf persönliche Freiheit (hier Artikel 5, Absatz eins, Litera e, MRK beziehungsweise Artikel 2, Absatz 2, Ziffer 5, des B-VG vom 29.11.1988, Bundesgesetzblatt 648, über den Schutz der persönlichen Freiheit) berührt wird, hat der davon in seinen Rechten Beeinträchtigte auch noch nach Aufhebung der freiheitseinschränkenden Maßnahme weiterhin ein rechtliches Interesse an der Feststellung, ob die Anhaltung zu Recht erfolgte. EntscheidungstexteTE OGH 1991-04-24 1 Ob 549/91 Veröff: RZ 1991/85 S 282 = NZ 1992,129 = ÖA 1992,129 TE OGH 1991-09-26 7 Ob 585/91 TE OGH 1991-09-26 7 Ob 590/91 TE OGH 1991-10-10 6 Ob 614/91 TE OGH 1991-09-18 2 Ob 550/91 TE OGH 1992-03-24 5 Ob 505/92 Beisatz: Jedoch kein Rechtsschutzinteresse des Abteilungsleiters an einer Entscheidung darüber, ob die Unterbringung eines bereits entlassenen Patienten hätte für zulässig erklärt werden müssen. (T1) TE OGH 1992-06-17 2 Ob 512/92 Vgl auch; Veröff: SZ 65/92 = EvBl 1993/33 S 167 TE OGH 1992-08-27 6 Ob 568/92 Beis wie T1 TE OGH 1992-09-09 2 Ob 566/92 Beis wie T1 TE OGH 1992-12-15 4 Ob 527/92 Vgl auch TE OGH 1993-03-09 4 Ob 513/93 TE OGH 1993-04-15 2 Ob 511/93 Veröff: EvBl 1994/4 S 27 TE OGH 1993-02-23 1 Ob 518/93 Beis wie T1 TE OGH 1993-06-17 8 Ob 537/93 TE OGH 1993-04-20 1 Ob 600/92 TE OGH 1993-09-16 2 Ob 571/93 TE OGH 1993-08-25 1 Ob 584/93 TE OGH 1994-03-10 6 Ob 543/94 TE OGH 1994-09-19 4 Ob 549/94 Veröff: SZ 67/152 TE OGH 1994-12-19 4 Ob 576/94 Auch; Beisatz: Die Wahrung dieses Interesses ist aber nicht Aufgabe des ärztlichen Abteilungsleiters. (T2) Veröff: SZ 67/230 TE OGH 1995-02-09 2 Ob 507/95 TE OGH 1995-04-06 2 Ob 523/95 TE OGH 1995-05-10 3 Ob 510/95 TE OGH 1996-02-21 7 Ob 638/95 Vgl auch; Beisatz: Auch nach der Einleitung eines Unterbringungsverfahrens ist ein rechtliches Interesse des Kranken an der (gerichtlichen) Feststellung zu bejahen, ob die Unterbringung bereits zu einem früheren Zeitpunkt begonnen hatte und zulässig gewesen ist. (T3) TE OGH 1996-05-30 2 Ob 2100/96d Auch TE OGH 1996-09-05 2 Ob 2215/96s Veröff: SZ 69/202 TE OGH 1997-01-29 7 Ob 2423/96s Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 70/16 TE OGH 1997-01-29 7 Ob 17/97v Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Frage, ob die vorgenommene Behandlung zu Recht erfolgte. (T4) TE OGH 1997-11-20 2 Ob 347/97m Auch; Beisatz: Auch Zwangsmaßnahmen unterliegen noch nach der Beendigung der Beschränkung der gerichtlichen Kontrolle. (T5) TE OGH 2000-01-20 6 Ob 238/99i Vgl auch; Veröff: SZ 73/13 TE OGH 2000-01-20 6 Ob 242/99b Vgl auch TE OGH 2002-09-12 6 Ob 198/02i Beis wie T1; Beisatz: Die Unterbringung und die in deren Zuge erfolgte besondere Heilbehandlung unterliegen auch noch nach Beendigung der Unterbringung und der Behandlung der gerichtlichen Kontrolle. (T6) TE OGH 2004-12-06 2 Ob 270/04a Auch; Beisatz: Die Wahrung dieses Interesses ist aber nicht Aufgabe des Jugendwohlfahrtsträgers. (T7) TE OGH 2006-04-27 6 Ob 48/06m Auch; Beis ähnlich wie T6 TE OGH 2006-09-13 7 Ob 186/06p Vgl auch; Beisatz: Dass eine freiheitsbeschränkende Maßnahme nach Kenntnis durch den Bewohnervertreter iSd § 7 Abs 2 HeimAufG allenfalls zulässig wird, ändert nichts an der Verpflichtung der Gerichte, freiheitsbeschränkende Maßnahmen auch noch nachträglich zu überprüfen. (T8)Vgl auch; Beisatz: Dass eine freiheitsbeschränkende Maßnahme nach Kenntnis durch den Bewohnervertreter iSd Paragraph 7, Absatz 2, HeimAufG allenfalls zulässig wird, ändert nichts an der Verpflichtung der Gerichte, freiheitsbeschränkende Maßnahmen auch noch nachträglich zu überprüfen. (T8) Beisatz: Dass der Gesetzgeber auch schon beendete Freiheitsbeschränkungen für überprüfungswürdig erachtet, ergibt sich etwa aus § 15 Abs 4 HeimAufG. (T9)Beisatz: Dass der Gesetzgeber auch schon beendete Freiheitsbeschränkungen für überprüfungswürdig erachtet, ergibt sich etwa aus Paragraph 15, Absatz 4, HeimAufG. (T9) TE OGH 2007-01-23 1 Ob 235/06z Auch; Beisatz: Eine Frist für das Stellen eines Antrags auf nachträgliche Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Unterbringung oder einer während der Unterbringung erfolgten ärztlichen Behandlung ist im UbG nicht vorgesehen. (T10) TE OGH 2007-03-08 2 Ob 12/05m Beisatz: Hier: Unterbringung nach UbG. (T11) TE OGH 2009-02-23 8 Ob 167/08d Auch; Beisatz: Trotz des Umstands, dass der vom Erstgericht für zulässig erklärte Unterbringungszeitraum bereits endete, ist dem Kranken weiterhin ein rechtliches Interesse an der Feststellung zuzubilligen, ob die Unterbringung zu Recht erfolgte. (T12) TE OGH 2010-02-23 4 Ob 210/09z Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterbringungssache. (T13) TE OGH 2010-09-01 3 Ob 142/10v Vgl; Beisatz: Hier: Kein Rechtsschutzinteresse nach Beendigung des Unterbringungsverfahrens an der Klärung der Frage, ob eine vom Erstgericht genehmigte, tatsächlich aber nicht durchgeführte besondere Heilbehandlung zu genehmigen gewesen wäre. (T14) TE OGH 2010-12-02 2 Ob 177/10h Vgl; Beisatz: Hier: Nach Aufhebung der vom Jugendwohlfahrtsträger getroffenen vorläufigen Maßnahme der vollen Erziehung gemäß § 215 Abs 1 JWG. (T15); Veröff: SZ 2010/152Vgl; Beisatz: Hier: Nach Aufhebung der vom Jugendwohlfahrtsträger getroffenen vorläufigen Maßnahme der vollen Erziehung gemäß Paragraph 215, Absatz eins, JWG. (T15); Veröff: SZ 2010/152 TE OGH 2011-05-18 7 Ob 10/11p Auch; Veröff: SZ 2011/63 TE OGH 2011-12-13 5 Ob 126/11g Vgl auch; Bem: Siehe auch RS0127547. (T16); Veröff: SZ 2011/149 TE OGH 2012-05-30 7 Ob 237/11w TE OGH 2014-10-29 7 Ob 135/14z Auch TE OGH 2017-09-27 7 Ob 114/17s Vgl; Veröff: SZ 2017/106 TE OGH 2021-04-28 7 Ob 76/21h Auch European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1991:RS0071267
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.