RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0055886 Entscheidungsdatum05.08.2025 Geschäftszahl2Bkd1/91; Bkd136/89; 5Bkd7/97; 11Bkd6/97; 6Bkd3/98; 16Bkd5/99; 6Bkd3/98; 5Bkd2/02; 16Bkd1/02 (16Bkd7/02); 13Bkd1/03; Bkd1/05; 2Bkd1/05; 10Bkd7/05; 10Bkd6/07; 16Bkd11/10; 15Bkd1/11; 26Os5/14a; 22Os5/15y; 24Os8/15d; 28Os4/16x; 28Ds3/18g; 20Ds1/19f; 23Ds4/19v; 20Ds3/20a; 28Ds1/20s; 27Ds1/21k; 21Ds13/23h; 21Ds3/25s NormDSt 1990 §1 Abs1 C1 DSt 1990 §1 Abs1 D DSt 1990 §1 Abs1 H RL-BA 1977 §2 RechtssatzDer Rechtsanwalt darf sachlich nicht gerechtfertigte Druckmittel weder ankündigen noch anwenden (§ 2 RL-BA 1977).Der Rechtsanwalt darf sachlich nicht gerechtfertigte Druckmittel weder ankündigen noch anwenden (Paragraph 2, RL-BA 1977). EntscheidungstexteTE OGH 1992-05-11 2 Bkd 1/91 TE OGH 1992-12-21 Bkd 136/89 TE OGH 1998-02-02 5 Bkd 7/97 Beisatz: Schon die bloße Ankündigung der Möglichkeit einer solchen Maßnahme ist verpönt. (T1) TE OGH 1998-02-23 11 Bkd 6/97 Vgl auch; Beisatz: Die Information der Öffentlichkeit muss kein unzulässiges Druckmittel sein, wenn sie nicht als Mittel der Anspruchsdurchsetzung angewendet wird. (T2) TE OGH 1999-02-22 6 Bkd 3/98 Auch; Beisatz: Eine sachlich nicht gerechtfertigte Drohung mit einer Strafanzeige stellt die Anwendung eines unzulässigen Druckmittels dar. (T3) TE OGH 2000-06-19 16 Bkd 5/99 Auch TE OGH 2001-03-19 6 Bkd 3/98 Auch; Beis wie T3 TE OGH 2002-06-24 5 Bkd 2/02 Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Durchsetzung einer Honorarforderung. (T4) TE OGH 2002-11-04 16 Bkd 1/02 Auch; Beisatz: Die Androhung inadäquater Maßnahmen zur Durchsetzung von Ansprüchen des Klienten bildet sowohl eine Berufspflichtenverletzung als auch eine Beeinträchtigung von Ehre und Ansehen des Standes. (T5) TE OGH 2003-03-24 13 Bkd 1/03 Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Auch ein allfälliger Mandantenauftrag exculpiert den Rechtsanwalt nicht. (T6) TE OGH 2006-01-23 Bkd 1/05 Vgl; Beisatz: Hier: Androhung eines Konkursantrags unter besonderen Umständen. (T7) TE OGH 2006-03-20 2 Bkd 1/05 Beis wie T3; Beisatz: Dass der Klient des Rechtsanwalts auf die inkriminierte Formulierung bestand, ist für die Schuldfrage nicht entscheidend und nur im Rahmen der Strafzumessung zu berücksichtigen. (T8) TE OGH 2006-05-22 10 Bkd 7/05 TE OGH 2008-06-02 10 Bkd 6/07 Beisatz: Hier: Ankündigung einer Prozessverschleppung „bis zum St. Nimmerleinstag" durch den Beklagtenvertreter. (T9) TE OGH 2011-01-31 16 Bkd 11/10 Beisatz: „Auch bei gerechtfertigter Androhung einer Strafanzeige ist die Ankündigung eines internationalen Haftbefehls jedoch offenkundig inadäquat.“ (T10) TE OGH 2011-06-27 15 Bkd 1/11 Auch; Beisatz: Es ist aber grundsätzlich zulässig, der Gegenseite mit der Einbringung einer Klage zur Durchsetzung des eigenen Standpunktes zu drohen. Auch der Hinweis des Disziplinarbeschuldigten, dass er als Anwalt durch die Klagsführung mit keinen großen Ausgaben konfrontiert werde, ist nicht inadäquat. (T11) TE OGH 2014-12-11 26 Os 5/14a Auch; Beisatz: Schon die Androhung, umso mehr die Einbringung einer Strafanzeige ohne sorgfältige und kritische Prüfung, ob eine tatsächliche Grundlage für die Anschuldigungen besteht, stellt das Disziplinarvergehen der Beeinträchtigung von Ehre und Ansehen des Standes dar. (T12) TE OGH 2015-11-09 22 Os 5/15y TE OGH 2016-10-18 24 Os 8/15d Auch TE OGH 2017-05-18 28 Os 4/16x Vgl auch TE OGH 2018-11-06 28 Ds 3/18g Vgl auch; Beis ähnlich wie T12 TE OGH 2019-06-25 20 Ds 1/19f Beis wie T12 TE OGH 2020-06-08 23 Ds 4/19v Vgl; Beis wie T11 TE OGH 2020-09-03 20 Ds 3/20a Vgl; Beis wie T11 TE OGH 2021-09-23 28 Ds 1/20s Vgl; Beisatz: Hier: Drohung mit der „Einschaltung der Öffentlichkeit“ und Befassung der Rechtsanwaltskammer. (T13) TE OGH 2022-03-17 27 Ds 1/21k Vgl; Beis wie T12 TE OGH 2024-06-17 21 Ds 13/23h vgl TE OGH 2025-08-05 21 Ds 3/25s European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1992:RS0055886
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