RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0056585 Entscheidungsdatum08.01.2026 Geschäftszahl10Bkd3/92; 4Bkd6/94; 10Bkd1/94; 4Bkd6/93; 9Bkd7/95; 9Bkd8/95; 1Bkd6/97; 1Bkd2/01; 9Bkd1/03; 6Bkd4/02; 11Bkd8/02; 16Bkd6/03; 4Bkd1/04; 10Bkd1/05; 10Bkd6/05; 15Bkd2/05; 10Bkd7/10; 14Bkd10/11; 16Bkd3/12; 22Os7/14s; 24Os5/14m; 26Os1/14p; 25Os3/16b; 20Ds1/17b; 23Ds5/17p; 25Ds2/19i; 30Ds4/19w; 23Ds6/19p; 27Ds2/20f; 23Ds16/22p; 23Ds19/22d; 22Ds6/23m; 21Ds14/22d; 22Ds2/24z; 22Ds11/23x; 22Ds8/24g; 23Ds8/24i; 23Ds9/24m; 21Ds5/25k; 22Ds3/25y (22Ds4/25w); 23Ds7/25v NormDSt 1990 §3 Rechtssatz§ 3 DSt 1990 ist § 42 StGB nachgebildet. Für die Annahme geringer Schuld im Sinne des § 42 Z 1 StGB genügt nach Lehre und Rechtsprechung nicht, dass den Täter bloß kein schweres Verschulden im Sinne des § 88 Abs 2 StGB trifft; es muss vielmehr ein Sorgfaltsverstoß vorliegen, dessen Gewicht im Vergleich zu den Durchschnittsfällen der Deliktsverwirklichung deutlich abfällt.Paragraph 3, DSt 1990 ist Paragraph 42, StGB nachgebildet. Für die Annahme geringer Schuld im Sinne des Paragraph 42, Ziffer eins, StGB genügt nach Lehre und Rechtsprechung nicht, dass den Täter bloß kein schweres Verschulden im Sinne des Paragraph 88, Absatz 2, StGB trifft; es muss vielmehr ein Sorgfaltsverstoß vorliegen, dessen Gewicht im Vergleich zu den Durchschnittsfällen der Deliktsverwirklichung deutlich abfällt. EntscheidungstexteTE OGH 1992-11-23 10 Bkd 3/92 TE OGH 1995-01-16 4 Bkd 6/94 Vgl auch TE OGH 1994-10-24 10 Bkd 1/94 TE OGH 1995-11-13 4 Bkd 6/93 TE OGH 1996-01-15 9 Bkd 7/95 TE OGH 1996-03-25 9 Bkd 8/95 TE OGH 1998-12-02 1 Bkd 6/97 Vgl auch; Beisatz: Hier: Anwendbarkeit des § 3 DSt 1990 nicht ausgeschlossen, weil diesbezüglich dieselben Grundsätze maßgebend sind, die von der Rechtsprechung der Strafgerichte zu § 42 StGB entwickelt worden sind. (T1)Vgl auch; Beisatz: Hier: Anwendbarkeit des Paragraph 3, DSt 1990 nicht ausgeschlossen, weil diesbezüglich dieselben Grundsätze maßgebend sind, die von der Rechtsprechung der Strafgerichte zu Paragraph 42, StGB entwickelt worden sind. (T1) TE OGH 2002-09-30 1 Bkd 2/01 Auch TE OGH 2003-03-24 9 Bkd 1/03 Vgl auch; Beisatz: Es ist derselbe Maßstab anzulegen, wie bei der Beurteilung der mangelnden Strafwürdigkeit nach § 42 StGB. (T2)Vgl auch; Beisatz: Es ist derselbe Maßstab anzulegen, wie bei der Beurteilung der mangelnden Strafwürdigkeit nach Paragraph 42, StGB. (T2) TE OGH 2003-04-07 6 Bkd 4/02 nur: Es muss ein Sorgfaltsverstoß vorliegen, dessen Gewicht im Vergleich zu den Durchschnittsfällen der Deliktsverwirklichung deutlich abfällt. (T3) TE OGH 2003-06-30 11 Bkd 8/02 Auch; nur T3 TE OGH 2003-10-13 16 Bkd 6/03 nur T3 TE OGH 2004-08-23 4 Bkd 1/04 nur T3 TE OGH 2006-01-23 10 Bkd 1/05 Auch TE OGH 2006-01-23 10 Bkd 6/05 Auch TE OGH 2006-05-08 15 Bkd 2/05 Auch; nur T3 TE OGH 2011-05-02 10 Bkd 7/10 TE OGH 2012-03-19 14 Bkd 10/11 Auch TE OGH 2013-05-06 16 Bkd 3/12 nur: Für die Annahme eines geringfügigen Verschuldens genügt nicht, dass den Täter bloß kein schweres Verschulden trifft, es muss vielmehr ein Sorgfaltsverstoß vorliegen, dessen Gewicht im Vergleich zu den Durchschnittsfällen der Deliktsverwirklichung deutlich abfällt. (T4) TE OGH 2014-11-11 22 Os 7/14s Auch; nur T3 TE OGH 2014-10-08 24 Os 5/14m TE OGH 2014-12-11 26 Os 1/14p TE OGH 2016-12-07 25 Os 3/16b Auch TE OGH 2017-05-30 20 Ds 1/17b Auch TE OGH 2017-08-28 23 Ds 5/17p Auch TE OGH 2020-06-08 25 Ds 2/19i Vgl TE OGH 2020-06-18 30 Ds 4/19w Vgl TE OGH 2020-11-25 23 Ds 6/19p Vgl TE OGH 2022-03-17 27 Ds 2/20f Vgl TE OGH 2023-09-07 23 Ds 16/22p vgl TE OGH 2023-09-20 23 Ds 19/22d vgl TE OGH 2023-11-08 22 Ds 6/23m vgl TE OGH 2024-03-27 21 Ds 14/22d vgl TE OGH 2024-06-12 22 Ds 2/24z vgl TE OGH 2024-06-12 22 Ds 11/23x vgl TE OGH 2025-01-15 22 Ds 8/24g vgl TE OGH 2025-02-03 23 Ds 8/24i vgl TE OGH 2025-02-10 23 Ds 9/24m vgl TE OGH 2025-12-10 21 Ds 5/25k vgl TE OGH 2025-12-03 22 Ds 3/25y vgl TE OGH 2026-01-08 23 Ds 7/25v vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1992:RS0056585
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