RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0040040 Entscheidungsdatum30.04.2025 Geschäftszahl5Ob1063/94; 3Ob2122/96x; 5Ob324/97a; 3Ob224/97f; 9ObA326/98a; 5Ob339/99k; 5Ob183/00y; 5Ob235/01x; 5Ob185/01v; 3Ob258/01i; 5Ob192/01y (5Ob73/02z); 3Ob219/03g; 5Ob204/03s; 5Ob94/06v; 3Ob121/07a; 5Ob139/08i; 5Ob181/08s; 5Ob102/08y; 5Ob216/09i; 5Ob178/09a; 5Ob203/10d; 5Ob128/11a; 5Ob219/12k; 5Ob142/13p; 5Ob49/15i; 5Ob50/15m; 5Ob150/15t; 5Ob16/17i; 5Ob229/16m; 5Ob48/17w; 5Ob53/17f; 5Ob180/17g; 5Ob2/18g; 5Ob38/18a; 5Ob155/21m; 5Ob109/22y; 5Nc13/23s; 5Nc12/23v; 5Ob98/24h; 5Ob224/24p; 5Ob30/25k; 5Ob59/25z NormGBG §94 Abs1 Z2 C GBG §136 Abs1 ZPO §269 RechtssatzDer in § 269 ZPO niedergelegte Grundsatz, bei Gericht offenkundige Tatsachen bedürften keines Beweises, ist im Grundbuchsverfahren nicht oder nur in sehr eingeschränktem Umfang anzuwenden. Der Grundbuchsrichter hat nämlich bei seiner Entscheidung grundsätzlich nur die vorgelegten Urkunden, das Grundbuch und die sonstigen Grundbuchsbehelfe, nicht aber andere Amtsakten oder sein Amtswissen heranzuziehen. Generell zu berücksichtigen sind offenkundige Tatsachen nur, soweit sie zu Bedenken im Sinne des § 94 Abs 1 Z 2 GBG Anlass geben oder zu einer Berichtigung des Grundbuches führen können; als offenkundig kann nur gelten, was sich unmittelbar aus dem Gesetz oder aus dem Nachweis gewisser Tatsachen in Verbindung mit dem Gesetz ergibt.Der in Paragraph 269, ZPO niedergelegte Grundsatz, bei Gericht offenkundige Tatsachen bedürften keines Beweises, ist im Grundbuchsverfahren nicht oder nur in sehr eingeschränktem Umfang anzuwenden. Der Grundbuchsrichter hat nämlich bei seiner Entscheidung grundsätzlich nur die vorgelegten Urkunden, das Grundbuch und die sonstigen Grundbuchsbehelfe, nicht aber andere Amtsakten oder sein Amtswissen heranzuziehen. Generell zu berücksichtigen sind offenkundige Tatsachen nur, soweit sie zu Bedenken im Sinne des Paragraph 94, Absatz eins, Ziffer 2, GBG Anlass geben oder zu einer Berichtigung des Grundbuches führen können; als offenkundig kann nur gelten, was sich unmittelbar aus dem Gesetz oder aus dem Nachweis gewisser Tatsachen in Verbindung mit dem Gesetz ergibt. EntscheidungstexteTE OGH 1994-07-05 5 Ob 1063/94 TE OGH 1996-04-24 3 Ob 2122/96x Auch; nur: Der Grundbuchsrichter hat nämlich bei seiner Entscheidung grundsätzlich nur die vorgelegten Urkunden, das Grundbuch und die sonstigen Grundbuchsbehelfe, nicht aber andere Amtsakten oder sein Amtswissen heranzuziehen. (T1) TE OGH 1997-09-16 5 Ob 324/97a Auch; nur: Der in § 269 ZPO niedergelegte Grundsatz, bei Gericht offenkundige Tatsachen bedürften keines Beweises, ist im Grundbuchsverfahren nicht oder nur in sehr eingeschränktem Umfang anzuwenden. Der Grundbuchsrichter hat nämlich bei seiner Entscheidung grundsätzlich nur die vorgelegten Urkunden, das Grundbuch und die sonstigen Grundbuchsbehelfe, nicht aber andere Amtsakten oder sein Amtswissen heranzuziehen. (T2)Auch; nur: Der in Paragraph 269, ZPO niedergelegte Grundsatz, bei Gericht offenkundige Tatsachen bedürften keines Beweises, ist im Grundbuchsverfahren nicht oder nur in sehr eingeschränktem Umfang anzuwenden. Der Grundbuchsrichter hat nämlich bei seiner Entscheidung grundsätzlich nur die vorgelegten Urkunden, das Grundbuch und die sonstigen Grundbuchsbehelfe, nicht aber andere Amtsakten oder sein Amtswissen heranzuziehen. (T2) TE OGH 1998-11-11 3 Ob 224/97f Vgl auch; Beisatz: Der Umstand, dass ein Register (Firmenbuch, Grundbuch) öffentlich ist, bedeutet nicht, dass die dem Register zu entnehmenden Tatsachen allgemein bekannt oder auch nur gerichtskundig sind. Die Gerichtskundigkeit erfordert, dass der Richter die Tatsache kennt, ohne erst in bestimmte Unterlagen Einsicht nehmen zu müssen; andernfalls kann er nämlich nicht als "kundig" angesehen werden. Es reicht auch nicht aus, wenn Tatsachen ohne weiteres aus den Akten desselben Gerichtes zu ersehen sind (so schon 3 Ob 2122/96x). (T3) TE OGH 1998-12-23 9 ObA 326/98a Vgl auch; Beis wie T3 TE OGH 2000-01-11 5 Ob 339/99k Auch; Beisatz: Gerichtsbekannt ist aber eine Tatsache nicht schon deswegen, weil sie in einer dem Grundbuchsgericht zugänglichen Urkundensammlung dokumentiert ist. (T4) TE OGH 2000-07-13 5 Ob 183/00y Auch; Beis wie T4 TE OGH 2001-10-09 5 Ob 235/01x Auch; Beis wie T1; Beis wie T3 TE OGH 2001-11-13 5 Ob 185/01v Vgl auch; Beisatz: Die beschränkte Prüfungsmöglichkeit und -befugnis des Grundbuchsrichters lässt es nicht zu, Umstände wahrzunehmen, mit denen der Eintragungsgegner die Rechtsbeständigkeit einer formell rechtskräftigen Zuschlagserteilung in Frage stellt. (T5) TE OGH 2002-01-30 3 Ob 258/01i Vgl; Beisatz: Dies gilt nicht auch für das Zwangsversteigerungsverfahren, für welches (vor und nach der EO-Novelle 2000) kein § 88 Abs 2 EO (für die zwangsweise Pfandrechtsbegründung) entsprechender Verweis auf die Bestimmungen des GBG angeordnet ist. (T6)Vgl; Beisatz: Dies gilt nicht auch für das Zwangsversteigerungsverfahren, für welches (vor und nach der EO-Novelle 2000) kein Paragraph 88, Absatz 2, EO (für die zwangsweise Pfandrechtsbegründung) entsprechender Verweis auf die Bestimmungen des GBG angeordnet ist. (T6) TE OGH 2002-03-12 5 Ob 192/01y nur: Als offenkundig kann nur gelten, was sich unmittelbar aus dem Gesetz oder aus dem Nachweis gewisser Tatsachen in Verbindung mit dem Gesetz ergibt. (T7) TE OGH 2003-11-26 3 Ob 219/03g Vgl aber; Beisatz: Gerichtsbekannte Tatsachen können auch im Grundbuchsverfahren grundsätzlich berücksichtigt werden. (T8) TE OGH 2003-10-21 5 Ob 204/03s Auch; nur T1; Beisatz: Die Entscheidung strittiger Tat- und Rechtsfragen zu Lasten eines Buchberechtigten kann nur in einem kontradiktorischen Verfahren erfolgen. (T9) TE OGH 2006-06-27 5 Ob 94/06v nur T2; Beis wie T9 TE OGH 2007-06-28 3 Ob 121/07a Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T9 TE OGH 2008-07-14 5 Ob 139/08i Auch; Beis wie T4; Beisatz: Das Grundbuchsgericht kann bei seiner Entscheidung neben dem Buchstand, dem Gesuchsantrag und den ihm vorgelegten Urkunden nur gerichtsbekannte Tatsachen berücksichtigen. (T10) TE OGH 2008-09-09 5 Ob 181/08s Vgl; Beisatz: Der generelle und ganz allgemein gehaltene Verweis auf „die Urkundensammlung" reicht für den Nachweis der Unrichtigkeit im Sinne des § 136 Abs 1 GBG nicht aus. (T11)Vgl; Beisatz: Der generelle und ganz allgemein gehaltene Verweis auf „die Urkundensammlung" reicht für den Nachweis der Unrichtigkeit im Sinne des Paragraph 136, Absatz eins, GBG nicht aus. (T11) TE OGH 2008-08-26 5 Ob 102/08y Auch; Beisatz: Aus außervertraglichen Umständen abgeleiteten Bedenken in Richtung der Sittenwidrigkeit eines Vertrags kann im grundbuchrechtlichen Urkundenverfahren nicht nachgegangen werden. (T12) TE OGH 2010-03-25 5 Ob 216/09i Vgl; nur T1; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: „Offenkundig“ ist eine Tatsache nur dann, wenn diese das Gericht kennt, ohne dass dieses Wissen erst aus bestimmten Unterlagen gewonnen werden müsste. (T13) TE OGH 2010-03-25 5 Ob 178/09a Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T10 TE OGH 2010-11-16 5 Ob 203/10d Vgl auch; Beisatz: Für die Schaffung der Eintragungsgrundlagen durch ein „unaufwendiges Beweisverfahren“ fehlt im Grundbuchsverfahren als einem reinen Urkundenverfahren jede gesetzliche Grundlage. (T14) TE OGH 2011-07-07 5 Ob 128/11a Auch; Beis wie T8; Beis wie T10 TE OGH 2013-01-24 5 Ob 219/12k Auch; nur T4 TE OGH 2014-01-21 5 Ob 142/13p nur: Im Übrigen ist der in § 269 ZPO, § 33 Abs 1 AußStrG niedergelegte Grundsatz, bei Gericht offenkundige Tatsachen bedürften keines Beweises, im Grundbuchverfahren nicht oder nur in sehr eingeschränktem Umfang anzuwenden. (T15)nur: Im Übrigen ist der in Paragraph 269, ZPO, Paragraph 33, Absatz eins, AußStrG niedergelegte Grundsatz, bei Gericht offenkundige Tatsachen bedürften keines Beweises, im Grundbuchverfahren nicht oder nur in sehr eingeschränktem Umfang anzuwenden. (T15) TE OGH 2015-03-24 5 Ob 49/15i Vgl auch; nur T2 TE OGH 2015-04-28 5 Ob 50/15m Auch; Beis wie T12; Beis wie T14 TE OGH 2015-12-21 5 Ob 150/15t Vgl aber; Beis wie T8; Beis wie T10 TE OGH 2017-06-27 5 Ob 16/17i Vgl aber; Beis wie T8; Beis wie T10 TE OGH 2017-07-27 5 Ob 229/16m Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T8; Beis wie T10 TE OGH 2017-08-29 5 Ob 48/17w Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T8; Beis wie T10; Beis wie T13 TE OGH 2017-08-29 5 Ob 53/17f Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T8; Beis wie T10; Beis wie T13 TE OGH 2018-02-13 5 Ob 180/17g Auch; Beis wie T8; Beis wie T10 TE OGH 2018-02-13 5 Ob 2/18g nur T1 TE OGH 2018-03-13 5 Ob 38/18a TE OGH 2021-09-28 5 Ob 155/21m nur T7; Beisatz: Hier: Löschung eines Fruchtgenussrechts und eines Belastungs- und Veräußerungsverbots aufgrund verlassenschaftsgerichtlicher Beschlüsse anstatt Sterbeurkunden. (T16) TE OGH 2022-07-19 5 Ob 109/22y nur T1; Beis wie T14 TE OGH 2023-07-24 5 Nc 13/23s vgl; nur T1; Beisatz wie T14 TE OGH 2023-07-24 5 Nc 12/23v Beisatz wie T1; Beisatz wie T14 TE OGH 2025-01-30 5 Ob 98/24h vgl; nur T7 TE OGH 2025-01-30 5 Ob 224/24p vgl; Beisatz wie T10; Beisatz wie T11 TE OGH 2025-04-02 5 Ob 30/25k vgl; Beisatz wie T3 TE OGH 2025-04-30 5 Ob 59/25z Beisatz wie T7; Beisatz wie T13 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1994:RS0040040
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