RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0026555 Entscheidungsdatum21.01.2026 Geschäftszahl10ObS156/93; 10ObS97/94; 10ObS51/94; 10ObS217/94; 10ObS156/93; 10ObS228/94; 10ObS84/95; 10ObS2338/96p; 10ObS39/98b; 10ObS321/98y; 8ObA301/98t; 8ObA336/98i; 8ObA308/00b; 9ObA294/01b; 8Ob77/02t; 8ObA73/03y; 9ObA49/04b; 7Ob214/04b; 7Ob143/04m; 8ObA16/07x; 2Ob89/08i; 2Ob114/08s; 9ObA104/08x; 9ObA70/08x; 10ObS27/09g; 10ObS193/09v; 9ObA9/10d; 9ObA52/09a; 2Ob110/12h; 8ObA7/13g; 9ObA19/13d; 4Ob35/13w; 10ObS51/13t; 9ObA94/13h; 8ObA90/13p; 9ObA78/15h; 1Ob188/15a; 2Ob61/15g; 9ObA44/16k; 8ObA26/17g; 9ObA41/20z; 8ObA93/22t; 8ObA20/23h; 9ObA3/24t; 8ObA78/23p; 2Ob116/24h; 7Ob208/25a NormABGB §1299 G ABGB §1324 ASVG §213a ASVG §334 Abs1 RechtssatzDer Unterschied zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit ist rein maßlich und nur aus den Umständen des Einzelfalles ableitbar. Nicht jede Übertretung einer Unfallverhütungsvorschrift bedeutet grobe Fahrlässigkeit. Für die Beurteilung des Verschuldens ist ein objektiver, jedoch nach Betriebshierarchie typisierender Maßstab anzulegen; für die Beurteilung des primären Schutznormadressaten ist auf die Pflichten eines Unternehmers abzustellen, wobei auf die Sachverständigenhaftung abzustellen und ein erhöhter Diligenzmaßstab anzulegen ist. (Eingehende Auseinandersetzung mit den Auffassungen Dörners, Die Integritätsabgeltung nach dem ASVG
(1994)). EntscheidungstexteTE OGH 1994-11-23 10 ObS 156/93 TE OGH 1995-01-31 10 ObS 97/94 Auch TE OGH 1995-01-31 10 ObS 51/94 nur: Der Unterschied zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit ist rein maßlich und nur aus den Umständen des Einzelfalles ableitbar. Nicht jede Übertretung einer Unfallverhütungsvorschrift bedeutet grobe Fahrlässigkeit. Für die Beurteilung des Verschuldens ist ein objektiver, jedoch nach Betriebshierarchie typisierender Maßstab anzulegen. (T1) TE OGH 1995-01-31 10 ObS 217/94 nur T1 TE OGH 1995-02-14 10 ObS 156/93 nur T1 TE OGH 1995-02-14 10 ObS 228/94 nur T1 TE OGH 1995-06-08 10 ObS 84/95 nur T1 TE OGH 1996-11-05 10 ObS 2338/96p nur T1 TE OGH 1998-03-10 10 ObS 39/98b nur T1 TE OGH 1998-11-10 10 ObS 321/98y nur T1 TE OGH 1999-02-25 8 ObA 301/98t nur: Der Unterschied zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit ist rein maßlich und nur aus den Umständen des Einzelfalles ableitbar. (T2) TE OGH 1999-04-29 8 ObA 336/98i nur: Für die Beurteilung des Verschuldens ist ein objektiver, jedoch nach Betriebshierarchie typisierender Maßstab anzulegen. (T3) TE OGH 2001-04-26 8 ObA 308/00b Auch TE OGH 2001-12-19 9 ObA 294/01b nur: Nicht jede Übertretung einer Unfallverhütungsvorschrift bedeutet grobe Fahrlässigkeit. (T4) TE OGH 2002-04-17 8 Ob 77/02t Auch; nur T1 TE OGH 2004-09-24 8 ObA 73/03y Auch; Beisatz: Die Beurteilung des Grades der Fahrlässigkeit stellt eine Frage des Einzelfalls dar, die nur im Falle grober Fehlbeurteilung durch die Vorinstanzen im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO an den Obersten Gerichtshof herangetragen werden kann. (T5)Auch; Beisatz: Die Beurteilung des Grades der Fahrlässigkeit stellt eine Frage des Einzelfalls dar, die nur im Falle grober Fehlbeurteilung durch die Vorinstanzen im Sinne des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO an den Obersten Gerichtshof herangetragen werden kann. (T5) Veröff: SZ 2004/141 TE OGH 2004-09-15 9 ObA 49/04b nur: Der Unterschied zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit ist rein maßlich und nur aus den Umständen des Einzelfalles ableitbar. Nicht jede Übertretung einer Unfallverhütungsvorschrift bedeutet grobe Fahrlässigkeit. (T6) Veröff: SZ 2004/138 TE OGH 2005-02-16 7 Ob 214/04b Auch; nur T2; Beis wie T5 TE OGH 2005-02-16 7 Ob 143/04m Vgl auch; Beis wie T5 TE OGH 2007-04-18 8 ObA 16/07x Auch; Beis wie T5 TE OGH 2008-04-28 2 Ob 89/08i Auch; nur T2; nur T4; Beisatz: Bei der Relevanz des Verhaltens der betroffenen Dienstnehmer hat genauso wie bei der Dienstgeberin der Grundsatz zu gelten, dass der Verschuldensgrad eben nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. (T7) TE OGH 2008-05-29 2 Ob 114/08s Auch; nur T2; Beis wie T5 TE OGH 2008-08-20 9 ObA 104/08x Auch; nur: Für die Beurteilung des Verschuldens ist ein objektiver Maßstab anzulegen; für die Beurteilung des primären Schutznormadressaten ist auf die Pflichten eines Unternehmers abzustellen, wobei auf die Sachverständigenhaftung abzustellen und ein erhöhter Diligenzmaßstab anzulegen ist. (T8) TE OGH 2008-08-20 9 ObA 70/08x Auch; nur T2; Beis ähnlich wie T5 TE OGH 2009-06-16 10 ObS 27/09g Auch; Beisatz: Nach der ständigen Rechtsprechung (auch des erkennenden Senats) zum Begriff der groben Fahrlässigkeit reicht das Zuwiderhandeln gegen Unfallverhütungsvorschriften für sich allein zur Annahme grober Fahrlässigkeit nicht aus. (T9) TE OGH 2009-12-15 10 ObS 193/09v Auch; Beis wie T9 TE OGH 2010-01-26 9 ObA 9/10d Auch; nur: Bei Beurteilung der Pflichten eines Unternehmens sind die Kriterien der Sachverständigenhaftung maßgeblich und ist somit ein erhöhter Diligenzmaßstab anzulegen. (T10) nur T4; Beis ähnlich wie T9 TE OGH 2010-03-24 9 ObA 52/09a Auch; nur T2; Beis wie T5 TE OGH 2012-06-28 2 Ob 110/12h Auch; nur T2; Beis wie T5 TE OGH 2013-03-04 8 ObA 7/13g Vgl auch; nur T2 TE OGH 2013-05-29 9 ObA 19/13d Auch; nur T1; Beis wie T5 TE OGH 2013-05-23 4 Ob 35/13w Auch; nur T4; nur T8 TE OGH 2013-05-28 10 ObS 51/13t nur T1 TE OGH 2013-10-29 9 ObA 94/13h Auch; Beis wie T5 TE OGH 2014-04-28 8 ObA 90/13p Vgl auch TE OGH 2015-06-24 9 ObA 78/15h Vgl auch; Beis wie T5 TE OGH 2015-10-22 1 Ob 188/15a Vgl; Beis wie T5 TE OGH 2015-12-16 2 Ob 61/15g Auch; nur T2; nur T4; Beis wie T5 TE OGH 2016-04-21 9 ObA 44/16k Auch; Beis wie T5 TE OGH 2017-05-30 8 ObA 26/17g Vgl auch; Beis ähnlich wie T5 TE OGH 2020-08-26 9 ObA 41/20z Vgl; Beisatz: Die Übertretung von Unfallverhütungsvorschriften und Dienstnehmerschutzbestimmungen muss insoweit an sich noch kein grobes Verschulden begründen. (T11) TE OGH 2023-01-25 8 ObA 93/22t Vgl; nur T4; Beis nur wie T5 TE OGH 2023-05-24 8 ObA 20/23h vgl; Beisatz: Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt, ist stets nach den konkreten Umständen des Einzelfalls zu beurteilen. (T12) TE OGH 2024-01-24 9 ObA 3/24t nur T2 TE OGH 2024-02-15 8 ObA 78/23p vgl; nur T10 TE OGH 2024-07-25 2 Ob 116/24h nur: Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt, ist stets nach den konkreten Umständen des Einzelfalls zu beurteilen. (T13) Beisatz: Hier: Beurteilung des Verschuldens hinsichtlich der erforderlichen Sichtkontrollen, bei Bäumen eines Waldes, die auf die Straße zu stürzen drohen. (T14) TE OGH 2026-01-21 7 Ob 208/25a vgl; Beisatz wie T5 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1994:RS0026555