RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0056973 Entscheidungsdatum09.10.2025 Geschäftszahl14Bkd7/94; 7Bkd6/02; 7Bkd4/03; 7Bkd8/03; 10Bkd4/08; 12Bkd5/08; 9Bkd5/08; 13Bkd1/09; 2Bkd4/08; 12Bkd1/10; 2Bkd2/10; 12Bkd2/13; 24Os2/14w; 25Os7/14p; 21Os7/14h; 24Os5/15p; 24Os2/15x (24Os3/15v); 21Os3/16y; 28Ds1/17m; 23Ds1/17z; 21Ds2/17g; 22Ds2/18s; 27Ds5/17t; 21Ds1/19p; 26Ds8/19d; 21Ds2/19k; 26Ds2/20y; 28Ds6/19z; 28Ds5/19b; 21Ds1/20i; 20Ds6/20t; 26Ds9/21d; 26Ds11/20x; 23Ds7/22i; 24Ds8/21t; 20Ds2/23h; 24Ds16/22w; 24Ds18/22i; 21Ds6/23d; 22Ds5/24s; 20Ds6/25z NormDSt 1990 §28 DSt 1990 §30 DSt 1990 §37 RechtssatzDie Beweiswürdigung ist grundsätzlich dem erkennenden Senat (§ 30 DSt 1990) vorbehalten (§ 37 DSt 1990), steht aber nicht dem Senat nach dem § 28 DSt 1990 zu, der bei seiner Entscheidung über die Einleitung oder Einstellung des Disziplinarverfahrens bloß auf die Verdachtslage abzustellen hat.Die Beweiswürdigung ist grundsätzlich dem erkennenden Senat (Paragraph 30, DSt 1990) vorbehalten (Paragraph 37, DSt 1990), steht aber nicht dem Senat nach dem Paragraph 28, DSt 1990 zu, der bei seiner Entscheidung über die Einleitung oder Einstellung des Disziplinarverfahrens bloß auf die Verdachtslage abzustellen hat. EntscheidungstexteTE OGH 1995-01-23 14 Bkd 7/94 TE OGH 2002-12-17 7 Bkd 6/02 Auch; Beisatz: Mit einem Einstellungsbeschluss darf der Disziplinarrat in nicht öffentlicher Sitzung nur dann vorgehen, wenn nicht einmal der Verdacht eines standeswidrigen Verhaltens des angezeigten Rechtsanwaltes vorliegt. Bestehen aber auch nur Zweifel, ob die gegen den Rechtsanwalt erhobenen Vorwürfe geeignet sind, seine disziplinäre Verantwortung zu begründen, hat der erkennende Senat darüber in mündlicher Verhandlung zu entscheiden. Eine vorgreifende Beweiswürdigung im Einstellungsbeschluss ist unzulässig. (T1) TE OGH 2004-01-19 7 Bkd 4/03 Auch; Beis wie T1 TE OGH 2004-03-22 7 Bkd 8/03 Auch; Beisatz: Nur dann, wenn das im Untersuchungsverfahren gewonnene Tatsachenmaterial den begründeten Verdacht disziplinären Fehlverhaltens indiziert, bleibt der mündlichen Verhandlung die Prüfung vorbehalten, ob dieser Verdacht zum Schuldnachweis verdichtet werden kann. Berechtigt dieses Tatsachensubstrat hingegen mit gutem Grund zur Annahme fehlender Tauglichkeit, den Beschuldigten zu überführen, kommt eine Fortsetzung des Verfahrens nicht in Betracht. (T2) TE OGH 2008-12-29 10 Bkd 4/08 Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Sind daher Sachverhalte, die zur Beurteilung einer allfällig disziplinarrechtlichen Verantwortung eines Beschuldigten maßgeblich sind, ungeklärt und kann dies nur im Zuge der mündlichen Verhandlung einer Erledigung zugeführt werden, ist die Fällung eines Einstellungsbeschlusses unzulässig. (T3) TE OGH 2009-01-07 12 Bkd 5/08 Auch; Beis wie T2 TE OGH 2009-05-11 9 Bkd 5/08 Vgl auch; Beisatz: Da keine Beweiswürdigung vorzunehmen, sondern nur ein gegebener Sachverhalt rechtlich zu werten war, konnte ein Senat des Disziplinarrats nach § 28 Abs 3 DSt das Verfahren wegen fehlender Verdachtslage einstellen. (T4)Vgl auch; Beisatz: Da keine Beweiswürdigung vorzunehmen, sondern nur ein gegebener Sachverhalt rechtlich zu werten war, konnte ein Senat des Disziplinarrats nach Paragraph 28, Absatz 3, DSt das Verfahren wegen fehlender Verdachtslage einstellen. (T4) TE OGH 2009-12-10 13 Bkd 1/09 Auch; Beisatz: Mit einem Einstellungsbeschluss darf der Disziplinarrat in nichtöffentlicher Sitzung nur dann vorgehen, wenn kein Verdacht eines ein Disziplinarvergehen begründenden Verhaltens des angezeigten Rechtsanwalts iSd § 28 Abs 2 DSt vorliegt. Vom - eine Verfahrenseinstellung rechtfertigenden - Fehlen eines solchen Verdachts ist - im Licht des § 212 Z 2 StPO idF BGBl I 2004/19 (§ 77 Abs 3 DSt) - dann auszugehen, wenn das vorliegende Tatsachensubstrat Grund zur Annahme bietet, dass seine Dringlichkeit und sein Gewicht nicht ausreichen, um eine Verurteilung des Disziplinarbeschuldigten auch nur für möglich zu halten, und von weiteren Ermittlungen eine Intensivierung des Verdachts nicht zu erwarten ist. Diese Beurteilung der Dringlichkeit dieser Verdachtslage ist Sache der Beweiswürdigung des Senats gemäß § 28 DSt, während dem erkennenden Senat gemäß § 30 DSt die Prüfung vorbehalten ist, ob sich der Verdacht zum Schuldbeweis verdichtet hat. (T5)Auch; Beisatz: Mit einem Einstellungsbeschluss darf der Disziplinarrat in nichtöffentlicher Sitzung nur dann vorgehen, wenn kein Verdacht eines ein Disziplinarvergehen begründenden Verhaltens des angezeigten Rechtsanwalts iSd Paragraph 28, Absatz 2, DSt vorliegt. Vom - eine Verfahrenseinstellung rechtfertigenden - Fehlen eines solchen Verdachts ist - im Licht des Paragraph 212, Ziffer 2, StPO in der Fassung BGBl römisch eins 2004/19 (Paragraph 77, Absatz 3, DSt) - dann auszugehen, wenn das vorliegende Tatsachensubstrat Grund zur Annahme bietet, dass seine Dringlichkeit und sein Gewicht nicht ausreichen, um eine Verurteilung des Disziplinarbeschuldigten auch nur für möglich zu halten, und von weiteren Ermittlungen eine Intensivierung des Verdachts nicht zu erwarten ist. Diese Beurteilung der Dringlichkeit dieser Verdachtslage ist Sache der Beweiswürdigung des Senats gemäß Paragraph 28, DSt, während dem erkennenden Senat gemäß Paragraph 30, DSt die Prüfung vorbehalten ist, ob sich der Verdacht zum Schuldbeweis verdichtet hat. (T5) TE OGH 2009-11-30 2 Bkd 4/08 Vgl; Beis ähnlich wie T2 TE OGH 2010-05-10 12 Bkd 1/10 Auch; Beis wie T5 TE OGH 2011-08-10 2 Bkd 2/10 Vgl TE OGH 2013-05-10 12 Bkd 2/13 Auch; Beis wie T5 TE OGH 2014-04-23 24 Os 2/14w Auch; Beis wie T5 TE OGH 2014-04-08 25 Os 7/14p Auch; Beis wie T5 TE OGH 2015-06-09 21 Os 7/14h Auch; Beis wie T5 TE OGH 2015-11-25 24 Os 5/15p Auch; Beis wie T4; Beis wie T5 TE OGH 2016-02-17 24 Os 2/15x Vgl auch; Beis wie T5 TE OGH 2016-12-07 21 Os 3/16y Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beis wie T5 TE OGH 2017-05-18 28 Ds 1/17m Auch; Beis wie T5 TE OGH 2017-06-12 23 Ds 1/17z Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beis wie T5 TE OGH 2017-11-27 21 Ds 2/17g Beis wie T5 TE OGH 2018-04-25 22 Ds 2/18s Vgl auch; Beis wie T5 TE OGH 2018-06-21 27 Ds 5/17t Auch TE OGH 2019-10-08 21 Ds 1/19p Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5 TE OGH 2019-11-11 26 Ds 8/19d Vgl; Beis wie T5 TE OGH 2020-03-05 21 Ds 2/19k Beis wie T5 TE OGH 2020-06-04 26 Ds 2/20y Vgl; Beis wie T5 TE OGH 2020-07-16 28 Ds 6/19z Vgl; Beis nur T5 TE OGH 2020-07-15 28 Ds 5/19b Vgl TE OGH 2020-11-16 21 Ds 1/20i Vgl; Beis wie T5 TE OGH 2020-12-21 20 Ds 6/20t Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5 TE OGH 2021-09-16 26 Ds 9/21d Vgl TE OGH 2021-10-13 26 Ds 11/20x Vgl; Beis wie T5 TE OGH 2022-07-06 23 Ds 7/22i Vgl; Beis wie T5 TE OGH 2022-07-06 24 Ds 8/21t Vgl TE OGH 2023-03-13 20 Ds 2/23h vgl; Beisatz wie T5 TE OGH 2023-03-27 24 Ds 16/22w vgl; Beisatz wie T5 TE OGH 2023-06-13 24 Ds 18/22i vgl; Beisatz wie T5 TE OGH 2024-04-26 21 Ds 6/23d vgl; Beisatz wie T5 TE OGH 2025-01-27 22 Ds 5/24s vgl; Beisatz nur wie T5 TE OGH 2025-10-09 20 Ds 6/25z vgl; Beisatz wie T5 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1995:RS0056973
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.