RIS Dokument GerichtAUSL EGMR RechtssatznummerRS0124974 Entscheidungsdatum23.04.2019 GeschäftszahlBsw15974/90; Bsw19983/92; Bsw62746/00; Bsw42429/98; Bsw44179/98; Bsw40284/98; Bsw39069/97; Bsw36961/02; Bsw42571/98; Bsw53886/00; Bsw30547/03; Bsw26606/04; Bsw71111/01; Bsw12556/03; Bsw3002/03 (Bsw23676/03); Bsw34438/04; Bsw34875/07; Bsw27306/07 (Bsw1593/06); Bsw34124/06; Bsw16354/06; Bsw40721/08; Bsw48876/08; Bsw27510/08; Bsw53495/09 (Bsw53649/09); Bsw51405/12; Bsw69317/14; Bsw38450/12; Bsw37898/17 NormMRK Art10 Abs2 I2 RechtssatzDen nationalen Behörden ist bei der Beurteilung, ob und in welchem Ausmaß ein Eingriff in das Recht auf Freiheit der Meinungsäußerung zu erfolgen hat, ein Ermessensspielraum eingeräumt, dessen Einhaltung die Konventionsorgane überprüfen. EntscheidungstexteTE AUSL EGMR 1995-04-26 Bsw 15974/90 Bemerkung: Prager und Oberschlick gegen Österreich (T1a); Veröff: NL 1995,121 TE AUSL EGMR 1997-02-24 Bsw 19983/92 Veröff: NL 1997,50 TE AUSL EGMR 2002-11-14 Bsw 62746/00 Veröff: NL 2002,247 TE AUSL EGMR 2003-03-20 Bsw 42429/98 Beisatz: Dieser ist besonders wichtig auf einem im Fluss befindlichen Gebiet, wie dem des unlauteren Wettbewerbs. (T1) Veröff: NL 2003,72 TE AUSL EGMR 2003-07-10 Bsw 44179/98 Vgl auch; Veröff: NL 2003,203 TE AUSL EGMR 2003-11-06 Bsw 40284/98 Vgl; Veröff: NL 2003,305 TE AUSL EGMR 2003-12-11 Bsw 39069/97 Veröff: NL 2003,319 TE AUSL EGMR 2004-05-13 Bsw 36961/02 Veröff: NL 2004,113 TE AUSL EGMR 2005-09-13 Bsw 42571/98 Vgl auch; Veröff: NL 2005,229 TE AUSL EGMR 2005-11-24 Bsw 53886/00 Vgl auch; Veröff: NL 2005,293 TE AUSL EGMR 2007-02-01 Bsw 30547/03 Veröff: NL 2007,28 TE AUSL EGMR 2007-02-22 Bsw 26606/04 Vgl auch; Veröff: NL 2007,38 TE AUSL EGMR 2007-06-14 Bsw 71111/01 Vgl auch; Veröff: NL 2007,140 TE AUSL EGMR 2007-11-15 Bsw 12556/03 Vgl auch; Veröff: NL 2007,307 TE AUSL EGMR 2009-03-10 Bsw 3002/03 Vgl; Beisatz: Der staatliche Ermessensspielraum bei der Abwägung zwischen den betroffenen Interessen ist größer, wenn es nicht um aktuelle Berichterstattung geht, sondern um Nachrichtenarchive über vergangene Ereignisse. Da historische Informationen unter keinem Veröffentlichungsdruck stehen, unterliegt es der journalistischen Verantwortung, diese besonders genau und sorgfältig zu recherchieren. (Times Newspapers Ltd gegen das Vereinigte Königreich) (T2) Veröff: NL 2009,84 TE AUSL EGMR 2009-04-16 Bsw 34438/04 Auch; Veröff: NL 2009,104 TE AUSL EGMR 2010-07-15 Bsw 34875/07 Auch; Beisatz: Der Ermessensspielraum ist besonders beschränkt, wenn sich die Äußerungen auf eine politische Angelegenheit beziehen. (Roland Dumas gg. Frankreich) (T3) Veröff: NL 2010,232 TE AUSL EGMR 2012-06-19 Bsw 27306/07 Veröff: NL 2012,187 TE AUSL EGMR 2012-06-21 Bsw 34124/06 nur: Den nationalen Behörden ist bei der Beurteilung, ob und in welchem Ausmaß ein Eingriff in das Recht auf Freiheit der Meinungsäußerung zu erfolgen hat, ein Ermessensspielraum eingeräumt. (T4) Beisatz: Dieser Ermessensspielraum ist eingeengt, wenn die Veröffentlichung geeignet ist, das öffentliche Interesse zu erregen. Hier: Untersagung eines gefilmten Interviews mit Häftling (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG gg. die Schweiz) (T5) Veröff: NL 2012,190 TE AUSL EGMR 2012-07-13 Bsw 16354/06 Vgl auch; Beisatz: Den Staaten kommt ein weites Ermessen zu, wenn sie die Meinungsfreiheit hinsichtlich Angelegenheiten regeln, die geeignet sind, intime persönliche Überzeugungen im Rahmen von Moral oder insbesondere Religion zu kränken. Desgleichen genießen die Staaten einen weiten Ermessensspielraum, wenn es um die Regelung von Äußerungen in gewerblichen Sachen oder Werbung geht. (Mouvement Raëlien Suisse gg. die Schweiz) (T6) Veröff: NL 2012,243 TE AUSL EGMR 2012-07-24 Bsw 40721/08 Auch; Veröff: NL 2012,257 TE AUSL EGMR 2013-04-22 Bsw 48876/08 Auch; Beisatz: Gesetzgebung und nationale Behörden können durch ihren direkten und ständigen Kontakt mit der Gesellschaft die besonderen Schwierigkeiten bei der Gewährleistung der demokratischer Ordnung am besten bewerten. Dem Staat muss daher ein gewisses Ermessen in Hinblick auf diese länderspezifische und komplexe Beurteilung zukommen. (Animal Defenders International gg. Großbritannien) (T7) Beisatz: Hier: Es gibt keinen europäischen Konsens unter den Mitgliedstaaten, wie bezahlte politische Werbung im Rundfunk zu regeln ist. Dies spricht für einen größeren Ermessensspielraum, als er üblicherweise für Beschränkungen der Meinungsäußerung zu Belangen im öffentlichen Interesse besteht. (Animal Defenders International gg. Großbritannien) (T8) Veröff: NL 2013,128 TE AUSL EGMR 2013-12-17 Bsw 27510/08 Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: NL 2013,453 TE AUSL_EGMR 2015-02-19 Bsw 53495/09 Auch; Beis wie T6 nur: Die Staaten genießen einen weiten Ermessensspielraum, wenn es um die Regelung von Äußerungen in gewerblichen Sachen oder Werbung geht. (T9) Veröff: NO 2015,53 TE AUSL EGMR 2017-09-21 Bsw 51405/12 nur T4; Beisatz: Dies gilt insbesondere, wenn ein Ausgleich zwischen in Widerspruch stehenden privaten Interessen gefunden werden muss. (Axel Springer SE und RTL Television GmbH gg. Deutschland) (T10); Veröff: NL 2017,445 TE AUSL EGMR 2018-01-30 Bsw 69317/14 Vgl auch; Beis wie T6 TE AUSL EGMR 2018-10-25 Bsw 38450/12 nur T4; Veröff: NL 2018,459 TE AUSL 2019-04-23 Bsw 37898/17 Beisatz wie T9 Anm: Veröff: NL 2019,213Anmerkung, Veröff: NL 2019,213 European Case Law IdentifierECLI:AT:AUSL000:1995:RS0124974
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