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{'item': '1Ob642/95; 1Ob2419/96h; 1Ob262/97d; 1Ob295/98h; 7Ob271/99z; 2Ob194/00v; 1Ob113/01a; 1Ob276/02y; 9Ob36/03i; 1Ob12/04b; 1Ob76/05s; 7Ob12/07a;

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0097856 Entscheidungsdatum28.01.2026 Geschäftszahl1Ob642/95; 1Ob2419/96h; 1Ob262/97d; 1Ob295/98h; 7Ob271/99z; 2Ob194/00v; 1Ob113/01a; 1Ob276/02y; 9Ob36/03i; 1Ob12/04b; 1Ob76/05s; 7Ob12/07a; 1Ob144/07v; 1Ob126/08y; 5Ob23/08f; 7Ob241/08d; 1Ob43/10w; 10Ob27/11k; 2Ob13/11t; 1Ob113/12t; 1Ob136/12z; 1Ob228/12d; 1Ob185/12f; 7Ob231/12i; 2Ob150/12s; 7Ob175/13f; 7Ob228/13z; 4Ob25/14a; 2Ob168/13i; 1Ob115/14i; 1Ob150/14m; 6Ob175/14z; 6Ob129/14k; 8Ob104/14y; 6Ob114/15f; 8Ob101/17m; 10Ob74/17f; 8Ob102/17h; 5Ob22/18y; 4Ob56/18s; 9Ob60/18s; 8Ob114/18z; 9Ob38/20h; 10Ob31/20m; 5Ob81/21d; 1Ob1/22m; 6Ob209/21k; 1Ob21/22b; 4Ob218/22w; 9Ob32/23f; 7Ob126/24s; 9Ob39/24m; 8Ob92/25z; 1Ob1/26t; 4Ob67/25v NormABGB §484 RechtssatzBei "ungemessenen" Dienstbarkeiten sind im Rahmen der ursprünglichen oder der vorhersehbaren Art der Ausübung die jeweiligen Bedürfnisse des Berechtigten maßgebend. EntscheidungstexteTE OGH 1996-01-30 1 Ob 642/95 TE OGH 1997-04-29 1 Ob 2419/96h TE OGH 1997-10-14 1 Ob 262/97d Veröff: SZ 70/201 TE OGH 1999-01-19 1 Ob 295/98h TE OGH 2000-01-11 7 Ob 271/99z TE OGH 2001-07-09 2 Ob 194/00v Auch; Beisatz: Der Umfang einer Wegservitut richtet sich nach der Kulturgattung und der Bewirtschaftungsart des herrschenden Gutes im Zeitpunkt der Bestellung oder Ersitzung der Dienstbarkeit. (T1) TE OGH 2001-12-17 1 Ob 113/01a TE OGH 2003-09-02 1 Ob 276/02y Auch; Beisatz: Der Inhalt einer ungemessenen Servitut orientiert sich zwar am jeweiligen Bedürfnis des herrschenden Guts, doch findet ein solches Recht seine Grenzen in dessen ursprünglichem Bestand und der ursprünglichen Bewirtschaftungsart. Unbedeutende Änderungen der Benützungsart muss der Belastete hinnehmen, nicht aber Mehrbelastungen infolge Kulturänderungen oder Widmungsänderungen. Die Art der Ausübung findet ihre Grenzen in einer unzumutbaren Beeinträchtigung des Eigentümers des dienenden Gutes. (T2) TE OGH 2003-09-10 9 Ob 36/03i Auch TE OGH 2004-10-12 1 Ob 12/04b Beisatz: Mehrbelastungen infolge Widmungsänderung muss der Dienstbarkeitsbelastete nicht dulden. (T3) TE OGH 2005-04-12 1 Ob 76/05s TE OGH 2007-03-28 7 Ob 12/07a Auch; Beis wie T2 nur: Der Inhalt einer ungemessenen Servitut orientiert sich zwar am jeweiligen Bedürfnis des herrschenden Guts, doch findet ein solches Recht seine Grenzen in dessen ursprünglichem Bestand und der ursprünglichen Bewirtschaftungsart. (T4) Beisatz: Hier: Bei einer ersessenen Wegeservitut, die nur der Benützung zum Mähen und Düngen des herrschenden Grundstücks diente, liegt eine Ausweitung der Servitut und Änderung der ursprünglichen Benützungsart vor, wenn der Weg nunmehr zusätzlich noch dazu verwendet wird, um einen auf dem herrschenden Grundstück neu errichteten Geräteschuppen zu erreichen und die dort abgestellten landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte hin und her zu transportieren. (T5) TE OGH 2007-10-22 1 Ob 144/07v Auch; Beisatz: Eine Anpassung der Benützungsart durch den Servitutsberechtigten an die fortschreitende technische Entwicklung ist grundsätzlich zulässig. (T6) TE OGH 2008-06-20 1 Ob 126/08y Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Wasserbezugsrecht. (T7) TE OGH 2008-06-24 5 Ob 23/08f Vgl; Beisatz: Bei ungemessenen Servituten ist nicht das Bedürfnis des herrschenden Guts im Zeitpunkt der Entstehung der Dienstbarkeit, sondern dessen jeweiliges Bedürfnis innerhalb der Schranken des ursprünglichen Bestands und der ursprünglichen Bewirtschaftungsart maßgebend. (T8) Beisatz: Es soll dem Berechtigten der angestrebte Vorteil ermöglicht, dem Belasteten aber so wenig wie möglich geschadet werden. Eine unzulässige Erweiterung der Dienstbarkeit liegt nur dann vor, wenn das dienende Gut dadurch erheblich schwerer belastet wird. (T9) Beisatz: Nur bei gemessenen Servituten sind Maß und der Umfang der Servitut dadurch bestimmt, dass sie an die Bauweise des Bauwerks auf dem herrschenden Grundstück geknüpft werden. (T10) TE OGH 2009-04-29 7 Ob 241/08d Auch; Beis wie T6; Beis wie T8; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für unregelmäßige Dienstbarkeiten, wobei an die Stelle der Verhältnisse des herrschenden Gutes diejenigen der dienstbarkeitsberechtigten Personen treten. (T11) TE OGH 2010-07-06 1 Ob 43/10w Auch; Beis wie T4; Beis wie T9 nur: Eine unzulässige Erweiterung der Dienstbarkeit liegt nur dann vor, wenn das dienende Gut dadurch erheblich schwerer belastet wird. (T12) TE OGH 2011-05-31 10 Ob 27/11k Vgl auch TE OGH 2012-01-19 2 Ob 13/11t Auch; Beis wie T4; Beis wie T9; Auch Beis wie T1; Vgl Beis wie T2; Beis wie T8; Vgl Beis wie T10; Beisatz: Bei einer Vergrößerung des herrschenden Guts oder baulichen Änderungen auf diesem ist vorrangig zu berücksichtigen, ob sich daraus eine nachteilige Beanspruchung des dienenden Guts ergibt. (T13) Beisatz: Hier: In casu wurde ein Dienstbarkeitsweg für die private Zufahrt zu einem Wohngebäude benützt und hatte sich daran durch bauliche Maßnahmen am Wohngebäude (Zubau) nichts geändert. Die Art der Nutzung entsprach weiterhin dem Zweck, zu dem die Dienstbarkeit seinerzeit bestellt worden war, eine Änderung des Rechts durch einen von diesem Zweck abweichenden Gebrauch des Dienstbarkeitswegs und eine Mehrbelastung des dienenden Guts trat nicht ein. (T14) TE OGH 2012-08-01 1 Ob 113/12t Vgl auch; Beis wie T9 TE OGH 2012-08-01 1 Ob 136/12z Auch TE OGH 2012-12-13 1 Ob 228/12d TE OGH 2012-11-15 1 Ob 185/12f Beisatz: Hier: Zufahrt mit LKW für die Dauer von Bauarbeiten. (T15) TE OGH 2013-02-18 7 Ob 231/12i TE OGH 2013-02-21 2 Ob 150/12s Auch; Beis wie T4; Beis wie T8; Beis wie T9 TE OGH 2014-01-29 7 Ob 175/13f TE OGH 2014-01-29 7 Ob 228/13z TE OGH 2014-03-25 4 Ob 25/14a Auch TE OGH 2014-06-25 2 Ob 168/13i Auch; Beis wie T4; Beis wie T9; Beisatz Hier: Unzulässig ist die eigenmächtige Herstellung einer neuen Weganlage durch Verwendung von Material, das der Beklagte dem an den Servitutsweg angrenzenden Gelände entnommen hat. (T16) TE OGH 2014-09-18 1 Ob 115/14i Auch; Beis wie T6; Beis wie T9, Beisatz: Hier: Bei der gebotenen Interessenabwägung kann eine unzulässige Erweiterung der ersessenen Feldservitut durch die Erneuerung und frostsichere Verlegung einer Wasserleitung nicht erblickt werden, bewegt sich dies jedenfalls innerhalb der Schranken des zur Versorgung mit Nutzwasser ersessenen Rechts. (T17) TE OGH 2014-09-18 1 Ob 150/14m Auch TE OGH 2014-11-19 6 Ob 175/14z TE OGH 2014-11-19 6 Ob 129/14k TE OGH 2014-12-19 8 Ob 104/14y TE OGH 2015-12-21 6 Ob 114/15f Beis wie T1 TE OGH 2017-10-25 8 Ob 101/17m Auch; Beis wie T4 TE OGH 2018-01-23 10 Ob 74/17f Auch; Beis wie T6; Beis wie T11 TE OGH 2018-05-29 8 Ob 102/17h Beis wie T8 TE OGH 2018-07-18 5 Ob 22/18y Beis wie T8 TE OGH 2018-09-25 4 Ob 56/18s Beisatz: Ob eine zukünftige konkrete Ausübung die Grenzen der ersessenen Dienstbarkeit überschreitet, kann nur im Einzelfall beurteilt werden, nicht aber bereits bei Verbücherung des Inhalts der Servitut. (T18) TE OGH 2018-10-30 9 Ob 60/18s Auch; Beis wie T9; Beis wie T12 TE OGH 2019-02-26 8 Ob 114/18z Auch; Beis wie T8 TE OGH 2020-08-26 9 Ob 38/20h Vgl; Beis wie T2; Beis wie T12 TE OGH 2020-09-01 10 Ob 31/20m Beis wie T2 TE OGH 2021-11-04 5 Ob 81/21d Beis wie T9; Beis wie T12 TE OGH 2022-01-25 1 Ob 1/22m Vgl; nur Beis wie T12 TE OGH 2022-02-02 6 Ob 209/21k Beis wie T1 TE OGH 2022-02-21 1 Ob 21/22b Beis wie T2; Beis wie T9 TE OGH 2023-02-28 4 Ob 218/22w vgl; Beisatz: Hier: ungemessene Servitut, deren Umfang nicht genau umschrieben ist, sondern sich aus den Bedürfnissen des herrschenden Grundstücks ableitet. (T19) TE OGH 2023-07-26 9 Ob 32/23f TE OGH 2024-09-23 7 Ob 126/24s TE OGH 2024-10-23 9 Ob 39/24m Beisatz: Hier: Dienstbarkeit, Grundstück zum Baden, als Liege- und Spielwiese und für andere Freizeitaktivitäten zu nützen. (T20) TE OGH 2025-10-21 8 Ob 92/25z TE OGH 2026-01-27 1 Ob 1/26t vgl; Beisatz: Maßgeblich ist nicht das Bedürfnis des Berechtigten bei Entstehen der Servitut, sondern das jeweilige (aktuelle) Bedürfnis innerhalb dieser Schranken. (T21) TE OGH 2026-01-28 4 Ob 67/25v Beisatz: Hier: Dienstbarkeit des Gehens entlang eines konkret in einem Plan markierten Weges, des Gehens und Fahrens durch den Hof des Beklagten und der Skiabfahrt. (T22) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1996:RS0097856

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.